Grundrisse, Nummer 31

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“ (Dieter A. Behr, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Robert Foltin, Markus Grass, Käthe Knittler, Minimol, Franz Naetar, Paul Pop, Karl Reitter)
Layoutkonzept: Lisa Bolyos
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1100 Wien
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten
Der Inhalt der „grundrisse“ steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, außer wenn anders angegeben.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
wie Ihr sicher schon bemerkt habt, haben wir uns entschlossen das von Lisa Bolyos entworfene grafische Konzept unserer Türkei/Kurdistan-Sondernummer gleich weiter zu verwenden. Ein Relaunch also! Apropos Sondernummer: Die stieß auf große Resonanz, was uns natürlich sehr freut. Auch die Heftpräsentation war überdurchschnittlich gut besucht und inhaltlich spannend – solche Diskussionen wünschen wir uns öfters! Entschuldigen müssen wir uns noch wegen eines Fehlers in der Nr. (...)

Beiträge

Millionen und Abermillionen potentieller ALICES

Eine Fortführung von 1968?!

4

Einleitung Der Teufel ist auf die Erde zurückgekehrt, in vielfältigen Erscheinungen. Der Teufel ist Alice, ist der totale Angriff auf den Staat der Unterdrückung, ist unser Lächeln, ist unser Geist, der denkt, der Teufel ist unser Körper, immer schöner und freier, fähig zu lieben. Heute ist der (...)


Die Organisierung des sozialen Krieges

Zur staatspolitischen Dimension der Hartz-IV-Reform*

10

Wenn wir garantieren, dass jeder am Leben erhalten wird, der erst einmal geboren ist, werden wir sehr bald nicht mehr in der Lage sein, dieses Versprechen zu erfüllen. (Friedrich A. Hayek) Der Sozialstaat wird nach und nach, ebenso unablässig wie konsequent, in einen ,Besatzungsstaat‘ (...)


Kreative Arbeit

24

Die Idee einer Kreativen Arbeit gilt gemeinhin dem Kapital und seinen Investoren als viel versprechend, weil der in ihr enthaltene Begriff der Schöpfung, der Schöpferischen mit dem Versprechen einer Produktion von Wert aus nichts, einer creatio ex nihilo zu wedeln scheint. Kreativität ist Zauberei (...)


Bemerkungen zum Buch „Der neue Geist des Kapitalismus“ von Luc Boltanski und Ève Chiapello

28

Erschienen ist dieses voluminöse Werk in französischer Sprache bereits 1999, eine erste Übersetzung ins Deutsche im Jahr 2003, eine Taschenbuchausgabe 2006. [Die Zahlen in runden Klammern beziehen sich auf die Seiten dieser Ausgabe.] Die erste Welle der zumeist akademischen Rezeption ist verebbt, (...)


Die neoliberale Repression Namens Multikulturalismus

Žižek’s Versuch zur Wahrheit der Herrschaft
A. M.

39

Die Frage der Multikulturalität – in seiner gesteigerten Form des Politischen: die Frage des Multikulturalismus – hat in einer Zeit, in der sich das Herrschaftliche nun schon seit längerem unter dem Begriff der „Globalisierung“ sammelt, neben anderen „identitären Fragen“, einen besonderen Stellenwert (...)


Ein Vergleich von Neoklassik, Keynesianismus und Marxismus

49

I. Vorbemerkung Alle Mitglieder der Gesellschaft sind von wirtschaftlichen Einflüssen und von der staatlichen Wirtschaftspolitik direkt betroffen. Es ist daher für alle Wirtschaftsinteressierte wichtig und interessant zu verstehen, worin die Gemeinsamkeiten und worin die Unterschiede der (...)


The Invisible Committee: The Coming Insurrection

58

Los Angeles: Semiotext(e) 2009, 136 Seiten, ca. 9 Euro Sie wollen diesen Text online lesen?
Das ist machbar!
Mit Ihrer Unterstützung.


Britta Grell:

Workfare in den USA

Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik

61

Bielefeld: transcript 2008, 470 Seiten Als Bill Clintons „New Democrats“ 1996 ihr Wahlkampfversprechen „To end welfare as we know it“ einlösten, war auch in Europa der Aufruhr groß: WissenschafterInnen und JournalistInnen analysierten den radikalen Wandel des Politikfelds; Partei-, Verwaltungs- und (...)


Stefan Nowotny/Gerald Raunig:

Instituierende Praxen

Bruchlinien der Institutionskritik

63

Wien: Turia & Kant 2008, Reihe republicart 9, 224 Seiten, 22 Euro Auf Wunsch eines Freundes möchte ich hier auf den Band 9 der Schriftenreihe des Europäischen Instituts für progressive Kulturpolitik (eipcp) hinweisen. Dieser Band mit Texten von Stefan Nowotny und Gerald Raunig erschien (...)


Jörg Nowak:

Geschlechterpolitik und Klassenherrschaft

Eine Integration marxistischer und feministischer Staatstheorien

66

Münster: Westfälisches Dampfboot 2009, 292 Seiten, 29,90 Euro Seit einigen Jahren kann im deutschsprachigen Raum ein verstärktes Interesse an marxistischer Staatstheorie konstatiert werden, was sich an der Wiederveröffentlichung von „Klassikern“ – etwa Nicos Poulantzas „Staatstheorie“ oder Claus (...)

Dokumente