Grundrisse, Nummer 50

Medieninhaberin: Verein für sozialwissenschaftliche Forschung
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“
An dieser Ausgabe haben mitgearbeitet: Bernhard Dorfer, Martin Birkner, Jannik Eder, Robert Foltin, Maria Gössler, Stefan Junker, Franz Naetar, Karl Reitter, Walter S.
Layoutkonzept & Covergestaltung: Lisa Bolyos
Layout: Stefan Junker
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1100 Wien
Offenlegung: Der Verein für sozialwissenschaftliche Forschung ist zu 100% Eigentümer der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten.
Der Inhalt der grundrisse steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, außer wenn anders angegeben.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
Eine komplette Schwerpunktnummer zum Thema Krieg – Information – Desinformation ist es nun doch nicht geworden. Einige Artikel zu diesem Thema findet ihr jedoch in dieser Ausgabe. Stefan Bollinger beschäftigt sich in seinem Beitrag mit den Hintergründen und Ursachen des 1. Weltkriegs. Jannik Eder erinnert an die grausamen Pogrome, die vor zwanzig Jahren in Ruanda stattfanden und verweist auf die undurchsichtige Rolle der Kolonialmacht Frankreichs im Konflikt zwischen (...)

Beiträge

„Das Kapital“ lesen: der erste Satz

Oder: Das Kapital beginnt mit dem Reichtum, nicht mit der Ware

4

Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine „ungeheure Warensammlung“, die einzelne Ware als seine Elementarform. (MEW 23; 49) Einführung Nur wenige der vielen Kommentierungen von Marx‘ Werk „Das Kapital“ erwähnen überhaupt den ersten (...)


Vegan-Hype

Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive

16

Was heute alltäglich ist, hätte noch vor fünf Jahren kaum jemand aus der Tierrechtsszene für möglich gehalten: Geschäfte werben damit, dass sie vegane Artikel führen, große, bürgerliche Zeitungen wie Die Süddeutsche oder Die Zeit behandeln den Veganismus in ganzseitigen Artikeln, im Privatfernsehen wird (...)


Weltkrieg, „Urkatastrophe“ und linke Scheidewege

24

Mit dem Niedergang von Realsozialismus und Ostblock wird Geschichte neu geschrieben. Lückenlos. Verorteten einst Marxisten-Leninisten in der Oktoberrevolution einen Epochenanfang, dem nachhaltigsten und gewaltsamstem Ausbruch aus dem 1. Weltkrieg – was unter je eigenen Vorzeichen als Beginn eines (...)


Schuld ohne Sühne

33

Die Streitfrage um eine mögliche Komplizenschaft Frankreichs mit dem Völkermordregime Ruandas ist 20 Jahre nach den Massakern immer noch aktuell. Dies liegt vor allem an den militärischen Verstrickungen Frankreichs in diesem Konflikt begründet. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende (...)


Nichts geht mehr

Zum Propagandadebakel der Mainstream Medien im Falle der Ukraine

37

Dieser kleine Artikel hat bloß den Anspruch, das bemerkenswerte Debakel der Mainstream Medien rund um die Geschehnisse in der Ukraine zu dokumentieren. Ein Debakel, das in dieser Form und in diesem Ausmaß nicht zu erwarten war. Ich beginne mit einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse. Nachdem (...)


„Tendenz zeigt Tendenz“

Eine Replik auf die Kritik von Roman Danyluk und Stefan Junker

43

„Einzige wahrhaft proletarische Regierung“ — Räte als Alternative zu den Bolschewiki, Beispiele Baku und Aschchabad Am 31. Juli 1918 siegten in Baku, der Hauptstadt der Erdölförderung des ehemaligen Russischen Reiches, die Räte über die Bolschewiki. Genauer genommen haben die Fraktionen der (...)


Die Befreiung der Arbeit

Räte und Selbstverwaltung — Eine kritisch-historische Betrachtung

50

Auf dem Weg zur Emanzipation stellt sich den Menschen die wichtige Aufgabe, das gesamte soziale und wirtschaftliche Leben neu zu gestalten. Die indirekte Demokratie, ein System der Stellvertretung und die kapitalistische Wirtschaftsweise kommen dafür ganz offensichtlich nicht in Frage. Doch auch (...)


„Lob des Kommunismus 2.0“: Eine Kritik

55

Mit einem Wort, die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände. In allen diesen Bewegungen heben sie die Eigentumsfrage, welche mehr oder minder entwickelte Form sie auch angenommen haben möge, als die Grundfrage der (...)


Roland Atzmüller:

Aktivierung der Arbeit im Workfare-Staat

Arbeitsmarktpolitik und Ausbildung nach dem Fordismus

58

Münster: Verlag westfälisches Dampfboot, 2014, 198 Seiten, Euro 24,90 Roland Atzmüller ist ein ausgezeichneter Kenner der Regulationsschule und ihrer Debatten. Aus diesem Blickwinkel thematisiert der Autor die Transformation des so genannten Welfare-Staats in den Workfare-Staat. Schon in der (...)


Warum ich als parteifreier Kommunist „Europa anders“ unterstütze

60

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