Existenzialismus
Beitræge
FORVM, No. 123

Sartre und Marx oder Moral und Politik

März
1964

[(Mit Aufdeckung der Verbrechen des Stalinismus stehen die Marxisten, insbesondere die jungen, vor einem ganz neuen, ihnen rätselhaften Tatbestand. In der „wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeit“ der historischen Entwicklung zur klassenlosen Gesellschaft, die ihnen vertraut war und an die sie glaubten, (...)

FORVM, No. 193

Sind Materialisten naiv?

2. Teil des Essays vom Dezemberheft 1969
Januar
1970

Die Entwicklung des Neuen im Schoße des Alten vollzieht sich heute auch durch eine sehr bemerkenswerte Durchdringung aller ökonomischen und soziologischen Theorien mit den Termini und den Begriffsbildungen des Marxismus. Gleichzeitig beobachten wir eine starke Strömung zur Überwindung der (...)

FORVM, No. 211

Intellektuelle und Revolution

Juni
1971

I. Vom Widerspruch im Intellektuellen Vor allem meine ich, daß es keinen Intellektuellen gibt, der nicht „links“ ist. Natürlich gibt es Leute, die Bücher oder Essays schreiben und zur Rechten gehören. Aber für mich genügt es eben nicht, seine Intelligenz funktionieren zu lassen, damit einer ein (...)

FORVM, No. 265/266

So bin ich

Ein autobiographisches Interview mit Michel Contat (I. Teil)
Januar
1976

Zu seinem Siebzigsten am 21. Juni 1975 gab Sartre in einem Gespräch mit Michel Contat‚ Freund und Mitarbeiter, Redakteur von Les Temps Modernes, eine Totalaufnahme seines gegenwärtigen Zustands: gesundheitlicher Verfall, finanzielle Panik — aber was das Werk betrifft: zufriedene Rückschau, ganz (...)

FORVM, No. 267

So bin ich

Autobiographisches Interview, II. Teil
März
1976

Täglich vier Stunden Musik Die Musik spielt in Ihrem Leben eine große Rolle. Nur wenige Leute wissen das ... Sartre: Die Musik hat mir stets viel bedeutet, als Zerstreuung und zugleich als ein Hauptelement der Bildung. In meiner Familie waren alle Musiker: mein Großvater spielte Klavier und (...)

FORVM, No. 319/320

Sankt Sartre

Komödiant und Märtyrer, gestorben am 15. April 1980
Juli
1980

I. Toter Sartre, guter Sartre Seit Marx ist Philosophie bekanntlich nicht mehr möglich. Wenn es dennoch Philosophen gibt, desto schlimmer für sie. Über die Pariser Boulevards transportierte man in einem gewaltigen Leichenzug den Sarg Jean Paul Sartres; eine unpassend etablierte Show für das (...)

Context XXI, Radiosendungen 2002

Der Wert und die Moral

Manfred Dahlmann über Nietzsche, Heidegger und Sartre
April
2002

Eine Sendung von Café Critique.

Grundrisse, Nummer 48

Physik des Begehrens, Phänomenologie der Freiheit

Karl Reitter stellt Fragen an Thomas Seibert
Dezember
2013

1. Lieber Thomas, du arbeitest an einem „ungeschriebenen, aber immer wieder eingeforderten Buch“. Wenn ich dich richtig verstehe, willst Du im Anschluss an Antonio Negri einen neuen Materialismus entwerfen, in dem Marx, Spinoza und Heidegger zusammen gedacht werden. Du unterstellst offenbar dem (...)

Grundrisse, Nummer 49

Simone de Beauvoir und ihr sozialgeschichtliches Sachbuch „Das andere Geschlecht“

Ein Versuch die Welt vom „Standpunkt der Frau“ zu beschreiben
März
2014

Zum Begriff der „existenzialistischen Ethik“ im Widerstreit mit katholischen Argumenten in einer seit Jahrtausenden von starren Vorurteilen geprägten Geschlechterbetrachtung. Das Buch birgt zwei Bücher in sich: als erster Teil werden „Fakten und Mythen“, als zweiter die „Gelebte Erfahrung“ (...)

Grundrisse, Nummer 49
Lou Marin (Hrsg.):

Albert Camus — Libertäre Schriften (1948–1960)

März
2014

Hamburg: Laika Verlag 2013, 384 Seiten, Euro 24,90 Es war abzusehen: Albert Camus’ Geburtstag jährt sich zum 100. Mal und die Feuilletons lassen sich das nicht zweimal sagen. Bei einem Schriftsteller und Philosophen wie Camus ist dies prinzipiell auch zu begrüßen. Was jedoch damit einhergeht, ist (...)

Streifzüge, Heft 65

Das fesselnde Spiel und die spielerische Leichtigkeit des Albert Camus

November
2015

Und Jacques’ an der Marne getöteter Vater. Was bleibt von diesem anonymen Leben? Nichts, eine verschwindend kleine Erinnerung – die geringe Asche eines beim Waldbrand verbrannten Schmetterlingsflügels.* Seinen Vater vermisste Jacques zeitlebens. Er war noch kein Jahr alt, als dieser im Herbst (...)