Grundrisse, Nummer 19

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“ (Wolfgang Bacher, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Robert Foltin, Daniel Fuchs, Käthe Knittler, Birgit Mennel, Franz Naetar, Paul Pop, Karl Reitter, Andrea Salzmann, Klaus Zoister)
Grafikkonzept: Harald Mahrer
Layout: Karl Reitter
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1030 Wien
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten
Der Inhalt der „grundrisse“ steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
diesmal hat es etwas länger gedauert, dafür gibt es aber einen Schwerpunkt. Der war allerdings nicht geplant, sondern entwickelte sich parallel zu einer in der und rund um die grundrisse-Redaktion geführten Debatte. Thema: Nietzsche, oder vielmehr die Problematik der Aneignung nietzscheanischer Gedanken in der linken Theorie. Gerhard Hanlosers Artikel stellt die Möglichkeiten und Grenzen einer linken Nietzsche-Aneignung anhand der Theorien von Georges Bataille und (...)

Beiträge

Postfordistische Profile

9

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Anfang und Ende des nietzscheanischen Linksradikalismus

Bataille und Negri im Vergleich

20

I. Äpfel und Birnen? Einleitung George Bataille und Antonio Negri? Was hat der französische „unmögliche Theoretiker“ des Potlatch und der Überschreitung mit dem italienischen Post-Operaisten gemeinsam? Äußerte sich Negri je ausführlich zum Irrationalen, der Erotik und dem Heiligen, den wichtigsten (...)


Mitleid und Herrschaft

Einige Überlegungen im Anschluss an Spinoza und Nietzsche

30

In der Diskussion zu diesem Artikel wurde vor allem eingewandt, dass Mitleid zumeist als sehr negativ erfahren wird: Mitleid habe immer etwas von Herablassung an sich. Im Unglück noch bemitleidet zu werden, setze sozusagen diesem noch eines drauf. Und es fehlte auch nicht an Hinweisen auf den (...)


Nietzscheanissimo

Für eine kritisch-produktive Nietzsche-Aneignung in poststrukturalistischer Manier

40

Seit geraumer Zeit scheint es in linken wie in rechten Zusammenhängen gut eingeführt, gewisse, oder besser gesagt gerade ungewisse Bereiche der Theorie unter dem Begriff „Postmoderne“ zusammenzufassen. Im Allgemeinen wird den solcherart gelabelten AkteurInnen unterstellt, radikalen Relativismus zu (...)


Fallen lassen!

Anmerkungen zur Repressionshypothese

50

„Weshalb verwendet Ihr bei Euren Texten oft Pseudonyme?“ „Die Zeitung wird vom Verfassungsschutz beobachtet, und der Anarchismus wird von denen als Gefährdung des Staates gesehen.“ Aus der Verlagsankündigung zu Bernd Drücke (Hg.): JA! ANARCHISMUS. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert. 20 Interviews und (...)


Bridget Anderson: Doing the Dirty Work?

Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit in Europa — ein Rezensionsessay
Minimol

56

Anhand einer Fülle von empirischem Material aus den Jahren 1995 und 1996, das Interviews mit Hausarbeiterinnen und Arbeitgeberinnen in Privathaushalten ebenso wie Befragungen in Arbeitsvermittlungsagenturen und NGOs umfasst, untersucht Bridget Anderson die Lebens- und Arbeitsbedingungen von (...)


Linkswalzer

Bericht einer Lektüre

62

[(Vorbemerkung: Lesekreis „Sein und Ereignis“ von Alain Badiou und ein Bericht darüber Die grundrisse Redaktion ist ja – und das ist gut und nicht schlecht – ein bunt zusammengewürfelter Haufen von (Ex)autonomen, Extrotzkisten, Exmaoisten; inspiriert durch die operaistische und feministische (...)


Bernd Hüttner, Gottfried Oy, Norbert Schepers (Hg.):

Vorwärts und viel vergessen

Beiträge zur Geschichte und Geschichtsschreibung neuer sozialer Bewegungen

66

Neu-Ulm (AG SPAK Bücher), 2005, www.vorwaerts.org Der im vergangenen Jahr erschienene Sammelband liefert Einblicke in Debatten, die derzeit zur Geschichte der bundesdeutschen neuen sozialen Bewegungen der letzten dreißig Jahre im sympathisierenden akademischen Milieu stattfinden. Vertreten sind (...)

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