Heft 2/2002

Medieninhaber: Bureau № 2 — Agentur für Kommunikation und Information
Herausgeberin: Arbeitsgemeinschaft für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung; LICRA-Österreich (Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus)
Redaktion: Roland Atzmüller, diE nOt, Manfred Gmeiner, Heide Hammer (Radio), Markus Kemmerling, Robert Kogler, Marianne Kreutzer, Eva Krivanec (koordinierende Redakteurin), Stefan Künz (Internet-Ausgabe), Stefanie Mayer, Markus Pinter, Heribert Schiedel, Thomas Schmidinger, Alexander Schürmann-Emanuely (geschäftsführender Redakteur), Jutta Sommerbauer (Internet-Hereingeberin), Markus Zingerle (Radio)
Titelgraphik: diE nOt
Layout: Birgit Baschant, Eva Krivanec
Hersteller: Resch & Vana, 1150 Wien
Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100% Eigentümer, von sonst nichts und sonst niemand; Leitungsorgan ist die Redaktion; grundlegende Richtung: Kritik, insbesondere Gewalt- und Herrschaftskritik
Context XXI ist Mitglied der VAZ — Vereinigung alternativer Zeitungen und Zeitschriften

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nach der Broschüre „Sieg­frieds Köpfe“, deren Er­stellung die Redaktion doch insgesamt vier Monate be­schäftigt hat und die bereits mehrmals mit Podiumsdiskussionen präsentiert wurde, erscheint nun — spät aber doch — die erste reguläre Nummer von Context XXI in diesem Jahr. Ganz gewöhn­lich ist sie deshalb aber nicht. Denn es gibt einige Jubiläen zu feiern: Die ARGE für Wehrdienstverweigerung, Ge­waltfreiheit und Flüchtlings­betreuung, Herausgeberin sämtlicher Vorgängerinnen von Context XXI und (...)

Beiträge

Wessen Sprache?

Die Überwindung der Sprachlosigkeit

Roma-Literatur und Sprache in Österreich

4

Nach der Vernichtung des Großteils der österreichischen Roma durch den Nationalsozialismus dauerte es Jahrzehnte bis die verbliebenen, weitgehend traumatisierten Angehörigen der burgenländischen Roma wieder das Selbstbewusstsein hatten, nicht nur über ihre Verfolgungen zu sprechen, sondern auch (...)


Niederlagen des Friedens

Gespräch mit Fernando Qisqinay über die Krise der Linken in Guatemala

6

Vor sechs Jahren wurde mit der Unterzeichnung der Friedensverträge der 36-jährige Bürgerkrieg in Guatemala beendet. Die Guerilla gab ihre Waffen ab und wanderte ins Parlament. Heute befindet sich die Lin­ke im Land in ihrer schwer­sten Krise seit der Konter­revolution von 1954. Fernando Quisquinay (...)


26 Jahre: Von Zivildienst bis Context XXI

12

Bereits ein Jahr vor Gründung der Arge Zivildienst erschien im Mai 1976 die erste Ausgabe der Zeitschrift Zivildienst. Nach sechs Jahren erfolgte die erste Umbenennung in Gewaltfreier Widerstand und 1989 die erste Fusionierung mit dem Friedolin, der Zeitschrift der Grazer Arge für Zivildienst zur (...)


Deserteure der Deutschen Wehrmacht

13

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Österreichische Opfer der NS-Militärgerichtsbarkeit

Entstehungsprozess und politische Hintergründe des Forschungsprojektes

18

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Vergessene Opfer

Die Aufarbeitung der Geschichte der Wehrmachtsdeserteure als erster Schritt zur Rehabilitierung

23

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Fahnenflucht in die Krankheit?

Die Militärpsychiatrie und die Behandlung der „Kriegsneurotiker“ in den beiden Weltkriegen

24

Der erste Weltkrieg bedeutete den massiven Einbruch des Maschinenzeitalters in die Kriegsführung. Millionen Soldaten waren einer bis dahin ungekannten Zerstörungskraft der neuen Maschinenwaffen, Granaten und Giftgase ausgesetzt. Die Folgen blieben nicht aus: schon in den ersten Kriegsmonaten kam (...)


(Keine) Bilder einer Ausstellung

26

Der alte Mann läuft aufgebracht die Wendeltreppe des Semperdepots hinunter. „So ein Blödsinn, so ein Blödsinn, was die zeigen“, ruft er uns zu. - Ein Rundgang in der neuen Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944“. Liegen Wendeltreppe, Kassa und (...)


Wessen Frieden?

„Die Friedensbewegung auf der palästinensischen Seite ist geführt von Yassir Arafat“

Uri Avnery im Gespräch

28

Die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, aber auch die deutliche Zunahme antisemitischer Anschläge und Übergriffe weltweit, hat auch in der Redaktion von Context XXI zu Diskussionen geführt. Wir wollen dabei nicht in die aufgeregte Kriegsberichterstattung bürgerlicher und linker Medien einstimmen, (...)


Wessen Antisemitismus?

„Für die Juden geht man nicht auf die Knie“*

Antisemitismus in den Wiener Pfarrblättern der Zwischenkriegszeit

31

Die katholischen Pfarrer und deren „Kaplansbewegung“ mussten zwar im März 1938 ihre Macht an die Nationalsozialisten abgeben, nicht jedoch weil sie etwa den zähen Kampf um die Frage, wer denn nun der bessere Antisemit sei, verloren hätten, sondern aus einer Vielzahl anderer Gründe. In der Schlacht (...)


Wessen Freundschaft?

connecting people

33

In dem von Asylkoordination Österreich und UNICEF Österreich herausgegebenen Erzählband werden ungewöhnliche Beziehungen sichtbar, die unter ständig fragilen, existenzbedrohenden Bedingungen geknüpft werden. Aus den Erfahrungen der Betreuungs- und Hilfsorganisationen im Flüchtlingsbereich wurde ein (...)

Dokumente