Grundrisse, Nummer 43

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten.
Der Inhalt der grundrisse steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, außer wenn anders angegeben.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
Schulden sind in aller Munde. Der Mediendiskurs ist voll von Berichten über die europäische Staatsschuldenkrise. Die Krise, die 2008 ihren (ersten) Höhepunkt erreichte, begann mit verschuldeten Hausbesitzer_innen in den USA. Die Occupy-Bewegung hat als ein wichtiges Thema die Verschuldung der Menschen wie auch viele internationale Bewegungen von Studierenden, die sich für ihr Studium oft für ihr Leben lang verschulden. Daher ist es auch keine Überraschung, dass der (...)

Beiträge
Call for Papers:

Kritik der Religionskritik

Glaube und Befreiung | grundrisse Nr. 44

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Robert Kurz 1943 – 2012

Wenn ein Mensch tot ist, bleibt das, womit er weiterlebt: seine Werke, sein Ruf, seine Nachkommenschaft

5

Robert Kurz ist tot. Seine Werke, sein Ruf, seine Nachkommenschaft, dies alles fällt bei ihm in eins, wird besprochen, tradiert und weitergegeben werden und macht ihn so zu einem kollektiven Wesen, das sich nicht mehr gegen die Vereinnahmung wehren kann. Er lebt in der Erinnerung weiter und in (...)


Schulden und ökonomische Moral

Zu David Graeber: Schulden. Die ersten 5000 Jahre

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Seit 2011 passieren erstaunliche Dinge. So wurde das äußert umfangreiche und komplexe Buch des anarchistischen Anthropologen David Graeber über „Schulden“ in den USA erstaunlich erfolgreich, ebenso wie die 2012 erschienen deutschsprachige Ausgabe. Dass dieser Text unter Anthropolog_innen anerkannt (...)


Secessio und Occupy

Zwei plebejische Sozialbewegungen vor dem Hintergrund gigantischer Volksverschuldung und immerwährenden Krieges

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I. Massenhafte soziale Bewegungen Verschuldeter hat es in der Geschichte immer wieder gegeben. Erst jüngst hat der Ethnologe und Anarchist David Graeber, einer der intellektuellen Sprachrohre der Occupy-Bewegung, Marx Satz von der Geschichte als Geschichte der Klassenkämpfe modifiziert zu einer (...)


Kleine Kredite – große Scheiße

20

Die Geschichte kommt im Westen gut an. Ein Professor aus Bangladesch, der in den USA studierte, will Armut „effektiv“ bekämpfen und „erfindet“ deshalb ein Konzept, dass es „armen“ Menschen ermöglichen soll, sich selbst aus dieser Armut zu befreien. Dieses Konzept nennt sich „Mikrokredite“ und ist heute (...)


Schulden und Arbeitslosigkeit

Interview mit Wolfgang (Trainer im AMS-Bereich)

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grundrisse: Wolfgang, du arbeitest schon seit längerer Zeit mit Arbeitslosen. Kannst du kurz beschreiben, was du genau machst? Wolfgang: Insgesamt sind es jetzt 12 Jahre, 4 Jahre für ein Projekt in der Resozialisierung, seit 2005 vorwiegend als Trainer im AMS-Bereich, d.h. mit Arbeitslosen, vor (...)


Stoppen wir das Experiment

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George Caffentzis besuchte diesen Sommer (2012) Griechenland und schildert in einem Artikel auf uninomade.org seine Reiseeindrücke und die Diskussionen mit seinen politischen FreundInnen. Im Rahmen dieser Reise hielt George Caffentzis die im Folgenden abgedruckte Rede, die in prägnanter Weise die (...)


Karl Marx über Staatsschulden

33

Zusammengestellt von Franz Naetar und Stefan Junker Sie wollen diesen Text online lesen?
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Genauer Hinblicken

Pascal Jurt im Gespräch mit Juliane Rebentisch über die Kunst der Freiheit und die Kritik der Ästhetisierungskritik

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In ihrem neuesten Buch „Kunst der Freiheit“ zeigt die in Offenbach lehrende Philosophin Juliane Rebentisch, dass sich für das Verständnis der demokratischen Freiheitskultur viel von den ästhetisierungskritischen Motiven von Platons Kritik der demokratischen Kultur bis hin zur Kritik der (...)


Der kalkulierte menschliche Kollateralschaden

Die Zerstörung der Persönlichkeit im Neoliberalismus

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Die Themenstellung bringt mich in eine schwierige Lage. Sie enthält Begriffe, die in der Philosophie und den Sozialwissenschaften höchst umstritten sind. Überdies enthält sie eine These, deren Beweislage – gerade weil es keinen Konsens über Begriffe und die damit verbundenen Bilder von Mensch und (...)


Das Ereignis der Befreiung in Hegels Phänomenologie des Geistes

Oder: Was bedeutet nochmal Herrschaft?
A. M.

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Die vielleicht bekannteste Auseinandersetzung mit dem Begriff der Herrschaft und der Frage nach dem Ereignis der Befreiung, zumindest in ihrer Auswirkung schwerwiegend für die darauf folgende Philosophiegeschichte, wurde ausgeführt in einem Kapitel der Phänomenologie des Geistes von Georg Wilhelm (...)


Richard Müllers Geschichte der Deutschen Revolution

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Die Novemberrevolution — Der Bürgerkrieg in Deutschland Berlin: Die Buchmacherei, 756 Seiten, Euro 24,85. [(Editorische Notiz Als vor vielen Jahren einige Gruppen in München der Revolution in Bayern gedachten, hatten mich einige Zuhörer diverser Veranstaltungen gefragt, welches Buch ich denn über (...)


Richard Müller:

Eine Geschichte der Novemberrevolution

Vom Kaiserreich zur Republik

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Die Novemberrevolution — Der Bürgerkrieg in Deutschland Berlin: Die Buchmacherei, 756 Seiten, Euro 24,85. Sie wollen diesen Text online lesen?
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Willi Baer / Karl-Heinz Dellwo:

25. April 1974 – Die Nelkenrevolution

Das Ende der Diktatur in Portugal

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Hg. von. Bibliothek des Widerstands Bd. 15, Laika-Verlag, Berlin 2012, 344 Seiten, 24,90 EURO Die Nelkenrevolution: 18 Monate Selbstermächtigung In der Bibliothek des Widerstands ist nun ein Sammelband über die Nelkenrevolution in Portugal (1974-1975) erschienen. Die unterschiedlichen Beiträge (...)


Roman Danyluk:

Befreiung und soziale Emanzipation

Rätebewegung, Arbeiterautonomie und Syndikalismus

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Edition AV, 2012, 348 Seiten, 18 Euro Allen Ausführungen in diesem Buch liegt die Überzeugung zugrunde, dass die vergangenen Niederlagen und Neuanfänge trotz allem die positiven historischen Anknüpfungspunkte für das Proletariat und die emanzipatorische Linke darstellen. Dieser Text versucht somit (...)


Laurie Penny:

Fleischmarkt: Weibliche Körper im Kapitalismus

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Hamburg: Nautilus, 128 Seiten, Euro 9,90 Feminismus reloaded Frage: Was ist „Feminismus“? Antwort: Ganz einfach: die Überzeugung, dass Frauen genauso frei sein sollten wie Männer, egal, wie durchgeknallt, dämlich, schlecht gekleidet, fett, faul und eingebildet sie sein mögen. Caitlin Moron („How (...)

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