Gewerkschaften
Beiträge
FORVM, No. 103/104

Pyrrhus als Sozialpolitiker

Juli
1962

Die Grundsatzdebatte über den Staatshaushalt, die vom weithin angesehenen oberösterreichischen Industriellen Gustav Kapsreiter in unserem vorigen Jahrgang vom Zaun gebrochen wurde („Der Mythos vom Budget“, FORVM VIII/89), hatte junge sozialistische Nationalökonomen auf den Plan gerufen, denen mit (...)

FORVM, No. 146

Oktoberputsch

Februar
1966

Aus dem stenographischen Protokoll des Nationalrates, 31. Sitzung, VI. Gesetzgebungsperiode (1949-1953), S. 1128 ff. In allen von den Russen besetzten Ländern war das, was die Kommunisten „Volksdemokratie“ nennen, im Jahre 1949 bereits hergestellt, allein in Österreich hatten vor allem die (...)

FORVM, No. 150-151

Für unbehinderte Kritik

Juni
1966

Aus Anlaß des 20jährigen Bestehens der Sektion Journalisten überbringe ich die Glückwünsche des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Die Journalistensektion zählt unter den rund 1,5 Millionen Mitgliedern des ÖGB zu den zahlenmäßig kleinen Gruppen; doch kommt ihr schon deshalb besondere Bedeutung zu, (...)

FORVM, No. 181

Unternehmerinitiative und Folgen

Ein Banker packt aus
Januar
1969

Dr. Heinz Kienzl, langjähriger FORVM-Freund, ist Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Präsident der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft, Mitglied des Beirates für Wirtschafts- und Sozialfragen der Paritätischen Kommission, Generalrat der (...)

FORVM, No. 196/II

Linke Strategien in der EWG

April
1970

Kreisky bekannte sich zu der von der Regierung Klaus eingeschlagenen Integrationspolitik und verwies auf einen Dreistufenplan, den er selbst immer wieder vertreten habe. Danach sollte in der ersten Phase ein Wirtschaftsabkommen mit dem Ziel auf Zollsenkungen abgeschlossen werden. Als zweiten (...)

FORVM, No. 205/206

Ist Eigentum egal?

Walter Hesselbachs Beitrag zur Theorie und Praxis der Gemeinwirtschaft
Januar
1971

Dr. Eduard März, arbeitet derzeit an einem Buch „Große sozialistische Ökonomen“ sowie an einer Neuauflage seines 1959 erstmals erschienenen Marx-Buches. Der Autor des von März rezensierten Buches, Dr. h. c. Walter Hesselbach, geb. 1915, ist Vorsitzender des Vorstandes der Bank für Gemeinwirtschaft, (...)

FORVM, No. 222

Eurokonzerne

Juni
1972

I. Überlegenheit internationaler Konzerne Die Zunahme multinationaler Gesellschaften ist ein Hauptmerkmal des Kapitalismus der Gegenwart: Ihre Zahl wird auf insgesamt 700 bis 800 geschätzt. Man rechnet damit, daß in 10 bis 15 Jahren 200 von ihnen die Weltwirtschaft beherrschen werden. Die Ära des (...)

FORVM, No. 249/250

Die kastrierte Gewerkschaft

Ein Lehrstück für Arbeiter und Unternehmer
September
1974

Der Hukla-Konzern ist ein kleiner Multi mit Möbelfabriken in Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Japan. Der Hauptbetrieb in Baden-Württemberg hat 4.000 Arbeiter, die österreichische Filiale rund hundert. Die Struktur: von den hundert Arbeitern sind alle Gewerkschaftsmitglieder, vier (...)

FORVM, No. 253/254

Wer gewinnt die Inflation?

Lohn-/Preis-Spirale und Einkommensverteilung in Österreich 1967—74
Januar
1975

Die Schamteile der bürgerlichen Ökonomie sind die Gewinne, über sie wird peinlich geschwiegen. Schon der Terminus Lohn-/Preis-Spirale soll suggerieren, daß nur der Lohn und nicht etwa der Profit die Preise treibt. Die Fakten sagen’s umgekehrt. Der junge österreichische Nationalökonom Kurt Bayer hat (...)

FORVM, No. 253/254

Die Profitspirale

Ein marxistisches Modell zur Erklärung der Inflation
Januar
1975

Warum steigen die Preise seit dem Zweiten Weltkrieg nahezu ununterbrochen an? Warum klettern sie seit 1970 beschleunigt? Wie kommt es, daß selbst bei rückläufigem Absatz die Preise angehoben werden können, daß also wirtschaftliche Stagnation mit Inflation zusammenfällt („Stagflation“), wo es doch in (...)

FORVM, No. 255

Gegen den Lohnraub

Inflation und Klassenkampf
März
1975

Der Vorschlag einer „gleitenden Lohnskala“ erscheint auf den ersten Blick als „reformistisches Manöver“. Aber der trotzkistische Theoretiker Ernest Mandel, Wortführer der IV. Internationale, sieht darin nur den Ausgangspunkt einer militanten Arbeitsstrategie, die zu immer schärferen Konfrontationen (...)

FORVM, No. 261

Frischluft nur für den Computer?

Wie die Gewerkschaft die Maschinen zähmt
September
1975

Alfred Dallinger ist Vorsitzender der mitgliederstärksten Gewerkschaft im Österreichischen Gewerkschaftsbund, jener der Privatangestellten. Er hat dort auf eine Weise, die in der internationalen Gewerkschaftsbewegung vielfach zum Vorbild wurde, die Einrichtung einer eigenen Abteilung für (...)

FORVM, No. 267

Klassenverrat und Arbeiteraristokratie

Die Geschichte der Sozialpartnerschaft am Beispiel Schweiz
März
1976

Nicht daß der Hungernde stiehlt oder daß der Ausgebeutete streikt ist zu erklären, sondern warum die Mehrheit der Hungernden nicht stiehlt und die Mehrheit der Ausgebeuteten nicht streikt. Wilhelm Reich; Massenpsychologie des Faschismus, 1933 Der dreißigjährige Friede Seit Jahrzehnten ist die (...)

FORVM, No. 267

Das Lohnkorsett

Wie die Sozialpartnerschaft nach 1945 in Österreich installiert wurde
März
1976

Den Wiederaufbau haben die Arbeiter bezahlt — durch Mehrarbeit und Lohnverzicht. Hans Prader erklärt, wie es der Gewerkschaft gelang, die Arbeiter an die Kandare zu nehmen. Die Arbeit erscheint in erweiterter Form demnächst unter dem Titel „Die Angst der Gewerkschaft vorm Klassenkampf“ als erstes (...)

FORVM, No. 286

Kein Putsch

Legendenkehraus zum Oktoberstreik 1950
Oktober
1977

Manche historischen Prozesse verdeutlichen anschaulicher als jede theoretische Erläuterung die Schwierigkeiten der positivistischen Forderung nach „objektiver‘‘ Geschichtsbetrachtung. Sie soll sich ausschließlich an den konkreten historischen Fakten orientieren, wird aber gerade dadurch dem (...)

FORVM, No. 286

Gott erhalte, Gott beschütze*

Oktober
1977

Daß ein Text erscheint, der mit wissenschaftlicher Fundierung den offiziellen Geschichtsmythos vom KP-Putsch 1950 zerstört, geschieht in Erfüllung jener typischen Funktion des NEUEN FORVM, Gegeninformation unter die Leute zu bringen und sozialistischen Pluralismus zu beweisen. Hingegen stimme ich (...)

FORVM, No. 288

Gewerkschaften als Kartelle

Eine marxistische Gewerkschaftstheorie I
Dezember
1977

Gewerkschaften sind ein Produkt des Kapitalismus, wie das Proletariat selber. Kritik an gewerkschaftlicher Organisation, die auf den Vorwurf hinausläuft, sie stünde auf dem Boden des kapitalistischen Systems, anstatt es zu sprengen, ist Ignoranz über deren historische Substanz und Funktion, (...)

FORVM, No. 288

Fetisch Mitbestimmung

Großkapital, Gewerkschaften, Atomkraftwerke
Dezember
1977

Unter der Ägide Hanns Martin Schleyers haben im Juni 1977 die westdeutschen Unternehmerverbände eine Verfassungsklage gegen die „paritätische Mitbestimmung“ eingebracht. Schon wieder soll ein Gesetz der sozialliberalen Koalition, über das sich FDP und SPD jahrelang gezankt haben, in Karlsruhe als (...)

FORVM, No. 289/290

lm Krisensumpf

3 Jahre Krise, 10 Jahre Neue Linke
Januar
1978

Aike Blechschmidt hat mit seiner Krisenprognose, die er vor zwei Jahren im NEUEN FORVM publizierte, recht behalten. Er prophezeite keinen Kladderadatsch, sondern eine Summe von Teilkrisen, worauf die Regierungen mit flexibler Staatsintervention antworten würden. Dafür prägte er das inzwischen (...)

FORVM, No. 291/292

Gemeinwirtschaftlicher Kapitalismus

Eine marxistische Gewerkschaftstheorie II
März
1978

I. Gewerkschaften und Gemeinwirtschaft In ihren Anfängen übernahmen die Gewerkschaften gelegentlich notgedrungen — aufgrund der zunächst außerordentlichen ökonomischen und politischen Schwäche der Klasse der Arbeitskraftverkäufer — viele Aufgaben außerhalb ihrer eigentlichen Funktion als Preiskartell (...)

FORVM, No. 291/292

Hier sind Arbeitsplätze!

Plädoyer für Arbeitszeitverkürzung
März
1978

Durch keine wie auch immer gesteuerte Wachstumspolitik, selbst mit irreparablen ökologischen Schäden erkauft, ist das 30-Millionen-Heer der Arbeitslosen in den westlichen Industrieländern aus der Welt zu schaffen. Die „westlichen“ Arbeitslosenheere sind nämlich nicht mehr vorübergehende Erscheinungen (...)

MOZ, Nummer 40

Wahnsinniger Linker, der er nicht war

April
1989

Selten zuvor hat das Ableben eines Politikers so viel Betroffenheit ausgelöst. Politiker aller Couleurs und die Medien waren sich einig: Österreich hat mit Alfred Dallinger einen seiner profiliertesten Sozialpolitiker verloren. In allen Nachrufen wurden ihm Bewunderungen zuteil, von denen er zu (...)