Grundrisse, Nummer 2

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“ (Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Robert Foltin, Marcus Gassner, Klaus Kindler, Karl Reitter)
Grafikkonzept: Harald Mahrer
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Sabina Melzer Kopie GesmbH, 1200 Wien
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck darf nur mit Einwilligung der Redaktion der „grundrisse“ erfolgen.

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Seit dem Erscheinen der Nummer 1 der grundrisse hat sich viel Positives getan. Die Redaktion hat sich personell vergrößert, neue Kontakte konnten sowohl in Österreich als auch in Deutschland geknüpft werden. In dieser Nummer finden sich nicht nur Beiträge der Redaktionsmitglieder, sondern ebenso Artikel und Buchbesprechungen von Petra Karlhuber, Käthe Knittler, David Mum, Beat Weber und Eli Weber. Ebenso freuen wir uns über eine steigende Zahl von AbonnentInnen, (...)

Beiträge

Auch jetzt noch packt der Tote den Lebenden

Nachruf Pierre Bourdieu

5

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Immaterielle Arbeit, Empire, Multitude, neue Begrifflichkeiten in der linken Diskussion. Zu Hardt/Negris „Empire“

6

Das Buch „Empire“ von Michael Hardt und Antonio Negri ist im Jahr 2000 erschienen, geschrieben wurde es in den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, zwischen dem Golfkrieg 1991 und der Bombardierung Jugoslawiens 1999. Im Jahr 2001 wurde das Buch zu einem Bestseller („Empire war ein (...)


Ursprüngliche Akkumulation im Postfordismus

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„Ursprüngliche Akkumulation“ nennt Marx den Vorgang der Ansammlung von Kapital, „welche(r) nicht das Resultat der kapitalistischen Produktionsweise ist, sondern ihr Ausgangspunkt“ (MEW 23, 741). Er verweist auf den Prozess der Enteignung von gemeinschaftlich bearbeitetem Grund und Boden – Einhegung (...)


Repräsentation und Multitude — ein Bericht

27

Dienstag 19. März 2002. Die SPÖ Ottakring hat zu einer Diskussionsveranstaltung über das Sozialstaatsvolksbegehren in ein bekanntes Wirtshaus im 16. Bezirk eingeladen. Der Gastraum ist ziemlich voll, am Podium VertreterInnen des unabhängigen Personenkomitees und zwar: die Theaterdirektorin Emmy (...)


Emanzipation als Maßstab für jegliche Organisation

30

Im folgenden Aufsatz sollen kritische Bemerkungen und Thesen zur Organisationsfrage beleuchtet werden. Im speziellen wird auf emanzipatorische Projekte der ArbeiterInnenklasse eingegangen, also die Gewerkschaften, die Sozialdemokratie und der Leninismus. Ziel des Artikels ist es, Überlegungen (...)


Ehekrise — zur Geschichte feministischer Marxkritik

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Net alles, was an Wert hat, muaß a an Preis ham, owa mach des amoi wem kloa. (Wolfgang Ambros) Vorbemerkung: Der folgende Text versteht sich als historische Hinleitung zur Thematik der Relation zwischen der (vorwiegend weiblichen) Haus- und Reproduktionsarbeit und der (vorwiegend männlichen) (...)


„Gilt“ das „Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate“?

Eine Einführung in die Problematik

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In der vorhergehenden, ersten Nummer der grundrisse hat Marcus Gassner mit seiner Interpretation der Reproduktionsschemata des II. Bandes des „Kapitals“ die Debatte zum Krisenbegriff eröffnet, die ich nun mit diesem Beitrag ergänzen möchte. Beitrag ist etwas zu viel gesagt, es ist mehr eine (...)


Robert Castel:

Die Metamorphosen der sozialen Frage

Eine Chronik der Lohnarbeit

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Konstanz: UKV Universitätsverlag, 2000 (édition discours; 13) 416 Seiten. Titel der Originalausgabe: Les métamorphoses de la question sociale. Une chronique du salariat, Librairie Arthème Fayard, 1995. Die Peripherie der Lohnarbeitsgesellschaft In ihrer heutigen Form, schreibt der französische (...)


Michael Rosecker:

Zwischen Provinz und Internationale

Die frühe Arbeitervereinswelt am Beispiel Wiener Neustadt Vom Vormärz bis 1879

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Wiener Neustadt: Verein Alltag Verlag 2002, 255 Seiten, € 19,90 Neugründungen kleiner Verlage sind, vor allem auf der „linken Reichshälfte“, selten geworden. Nach dem Boom der 60er und 70er Jahre sind ganz im Gegenteil die meisten linken Kleinverlage im deutschsprachigen Raum entweder gänzlich (...)


Manfred Füllsack:

Leben ohne zur Arbeiten?

Zur Sozialtheorie des Grundeinkommens

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Berlin: Avinus Verlag, 2002, 218 Seiten Die Idee des garantierten Grundeinkommens wird zunehmend von den verschiedensten politischen Strömungen in die Diskussion eingebracht. Da ich selbst dieses Konzept vertrete, freut es mich natürlich, daß Manfred Füllsack ohne Wenn und Aber für ein (...)


Joseph Stiglitz:

Die Schatten der Globalisierung

61

Siedler Verlag 2002, 303 Seiten Joesph Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2001 hat nun ein auch für Nichtökonomen lesbares Buch vorgelegt, in dem er vor allem seine Kritik an der Politik des IWF darlegt. Insofern ist der Titel etwas zu weit gefasst. Das Buch dreht sich weniger um (...)

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