Stefan Bollinger

Jahrgang 1954, Studium der Philosophie, Politikwissenschaften und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, Hochschuldozent, seit 1990 in der Erwachsenenbildung tätig, Lehrbeauftragter am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mitglied der Leibniz-Sozietät und der Historischen Kommission beim Parteivorstand der Partei Die Linke, ehrenamtlicher Stellvertretender Vorsitzender Helle Panke e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin. Dr. sc. Stefan Bollinger arbeitet zur Geschichte der DDR und der BRD, zur osteuropäischen Geschichte und zu den Zusammenhängen von Ideologie- und Politikgeschichte.

Beiträge von Stefan Bollinger
Grundrisse, Nummer 50

Weltkrieg, „Urkatastrophe“ und linke Scheidewege

■  Stefan Bollinger
Mai
2014

Mit dem Niedergang von Realsozialismus und Ostblock wird Geschichte neu geschrieben. Lückenlos. Verorteten einst Marxisten-Leninisten in der Oktoberrevolution einen Epochenanfang, dem nachhaltigsten und gewaltsamstem Ausbruch aus dem 1. Weltkrieg – was unter je eigenen Vorzeichen als Beginn eines (...)

Stefan Bollinger, 2018

Stefan Bollinger (* 30. August 1954 in Berlin DDR) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Historiker. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die DDR und die Deutsche Wiedervereinigung.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte er 1983 über Fragen der sowjetischen Innenpolitik der frühen 1920er Jahre zum Dr. sc. phil. Seine Habilitation 1986 behandelte die Neuen Sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik. Für ihn bedeutete das Ende der DDR einen Bruch in seiner dort begonnenen akademischen Karriere. Bollinger erhielt später aber Lehraufträge am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin zu Themen DDR und Wiedervereinigung.

Bollinger ist heute Mitglied der Historischen Kommission der Partei Die Linke und der Leibniz-Sozietät[1] sowie stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Helle Panke“ e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin[2].

Er lebt und arbeitet in Berlin.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (2018): November '18. Als die Revolution nach Deutschland kam. edition ost, Berlin, ISBN 978-3-360-01884-7.
  • (2017): Lenin. Theoretiker, Stratege, marxistischer Realpolitiker. Papyrossa, Köln, ISBN 978-3-89438-656-6.
  • (2017): Oktoberrevolution. Aufstand gegen den Krieg 1917–1922. edition ost, Berlin, ISBN 978-3-360-01882-3.
  • (als Hrsg.) (2009): Linke und Nation. Klassische Texte zu einer brisanten Frage. Promedia Verlag, Wien, ISBN 3-85371-302-5.
  • (2007) Die Oktoberrevolution im Widerstreit – Hoffnungen und Irrwege. (Pankower Vorträge 106), Helle Panke, Berlin.
  • (als Hrsg.) (2004): Imperialismustheorien. Historische Grundlagen für eine aktuelle Kritik. Promedia, Wien, ISBN 3-85371-225-8.
  • (als Hrsg.) (2004): Das letzte Jahr der DDR. Zwischen Revolution und Selbstaufgabe. Dietz, Berlin, ISBN 3-320-02047-1.
  • (mit Fritz Vilmar), als (Hrsg.) (2002): Die DDR war anders. Kritische Würdigung ihrer wichtigen sozialkulturellen Einrichtungen. Forschungsgruppe Kritische Analyse der Vereinigungspolitik am Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin, ISBN 3-360-01036-1.
  • (als Hrsg.) (2002): Deutsche Einheit und Elitenwechsel in Ostdeutschland. Trafo-Verlag Weist, Berlin. ISBN 3-89626-381-1.
  • (1999): 1989 – eine abgebrochene Revolution. Verbaute Wege nicht nur zu einer besseren DDR? Trafo-Verlag Weist, Berlin, ISBN 3-89626-195-9.
  • (1995): Dritter Weg zwischen den Blöcken? Prager Frühling 1968: Hoffnung ohne Chance. Trafo-Verlag Weist, Berlin, ISBN 3-930412-78-0.
  • (mit Bernhard Maleck) (1987): Denken zwischen Utopie und Realität. Weltanschauliche Positionen der Alternativ- und Ökologiebewegung in der BRD. Dietz, Berlin (DDR), ISBN 3-320-00794-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leibniz-Sozietät: http://www2.hu-berlin.de/leibniz-sozietaet/mitglieder/st_mit_b.htm (Memento vom 17. Januar 2012 im Internet Archive)
  2. Helle Panke: Der Vorstand

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stefan Bollinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien