Kann Bildung leisten was Politik versagt?
Es gibt kaum einen Punkt, in dem Politiker unterschiedlicher Couleurs, Gewerkschafter und Unternehmervertreter derzeit mehr übereinstimmen, wie in der Behauptung, daß dem Problem der anwachsenden Arbeitslosigkeit durch ein mehr und bedarfsgerechter qualifiziertes Arbeitskräftepotential erfolgreich entgegengearbeitet werden kann.
Aus- und Weiterbildung der Erwerbsbevölkerung wird als wesentlicher Input für Produktivität, Wirtschaftswachstum und Konkurrenzfähigkeit im globalen Verdrängungswettkampf und damit auch als wichtige Grundlage für das Entstehen neuer Arbeitsplätze gesehen. In diesem Sinn gelten die öffentlichen Ausgaben für Aus- und Weiterbildung heute allgemein als „Investition in das Humankapital, die sich für alle rentieren“. Für die entsprechend qualifizierten Arbeitskräfte lohnen sie sich in Form von (gesteigerten) Arbeitsplatzchancen und höheren Löhnen und für „die Wirtschaft“ in Form von erweiterten Produktionsmöglichkeiten und damit als Grundlage einer verbesserten Kapitalverwertung. Bildung erscheint damit als jene Größe, die den der kapitalistischen Gesellschaft immanenten Interessenswiderspruch von Kapital und Arbeit gleichsam auflöst.
So wie schon einmal in den sechziger und siebziger Jahren wird Bildung damit zu einer Strategie hochgelobt, mit der es gelingen kann, das politischökonomische System auszutricksen. Damals war es die Vorstellung, über den Weg eines egalitär ausgerichteten, reformierten Schulsystems und durch die Verringerung der materiell vermittelten Bildungsbenachteiligungen Chancengleicheit für das Erreichen höherer gesellschaftlicher Positionen herzustellen. Die beiden großen Ursachen herkunftsbedingter Bildungsunterschiede sollten abgebaut werden. Die kulturelle Barriere, die sich darin äußert, daß Kinder, deren Eltern selbst nur ein niedriges Bildungsniveau besitzen, jene kulturellen Fertigkeiten im Elternhaus nicht erwerben können, die in der Schule im besonderem Maß honoriert werden. Und die finanzielle Barriere, die sich in direkten Kosten (Schul- und Studiengebühren, Ausgaben für Bücher und Unterrichtsmaterialien, Beförderungskosten und dergleichen) und in indirekten finanziellen Belastungen (Verzicht auf ein baldiges Einkommen der Heranwachsenden) niederschlägt. Staatliche Fördermaßnahmen sollten für den Ausgleich sozial bedingter Startunterschiede sorgen und die optimale Förderung für jeden Schüler sicherstellen. Das erklärte Ziel war das Aufbrechen der „sozialen Vererbung“ durch einen für alle ermöglichten ungehinderten Zugang zu Bildung — das Bildungswesen sollte Motor für soziale Gerechtigkeit sein.
Zwar wurde schon früh aus unterschiedlichen politischen und wissenschaftlichen Positionen vor der „Illusion der Chancengleichheit“ gewarnt. Von Heydorn über Illich und Bourdieu bis hin zu Stefan Blankertz gab es eine Reihe früher Kritiker an der Vorstellung, mit Hilfe eines reformierten Schulsystems materiale Chancengleichheit für alle herbeizuführen. Nun, zwischenzeitlich ist es nicht mehr zu übersehen, und durch eine Reihe empirischer Studien auch ausreichend belegt, [1] daß es sich beim Traum von der „Chancengleichheit durch Bildung“ um eine bildungspolitische Schimäre ersten Ranges gehandelt hat. Die in den letzten Jahrzehnten unbestreitbar stattgefundene Reduzierung materiell bedingter Bildungsbarrieren und die, mit dem Argument der optimalen Förderung für alle legitimierten, exorbitant erhöhten öffentlichen Ausgaben pro Schüler [2] haben die Einflüsse des ökonomischen und kulturellen Milieus auf die Bildungsungleichheit letztendlich nur marginal beeinflußt. Tatsächlich ausgelöst haben die angesprochenen Maßnahmen eine gewaltige Expansion des Bildungssektors, wodurch Angehörige „unterer“ sozialer Schichten heute wesentlich häufiger in weiterführenden Bildungsgängen anzutreffen sind. Allerdings ist gleichzeitig auch die Bildungsbeteiligung sozial begünstigter Bevölkerungsgruppen angestiegen, sodaß im wesentlichen die relativen Vorteile, die mit einer privilegierten sozialen Herkunft verbunden sind, aufrecht geblieben sind. Die Gesellschaft produziert von Geburtsjahrgang zu Geburtsjahrgang zwar ein höheres durchschnittliches Niveau an Bildungsabschlüssen, die Bildungschancen von Kindern unterschiedlicher sozialer Schichten werden dadurch allerdings nur minimal verändert. Der Selektionsmechanismus des Bildungswesens wirkt unvermindert der Reproduktion der gesellschaftlichen Sozialstruktur in die Hände. [3]
Kapitalistische Systemlogik nicht durch Bildung zu unterlaufen
Heute müssen die ehemaligen Vertreter der Vorstellung, daß sich die kapitalistische Systemlogik durch ein „Bürgerrecht auf Bildung“ unterlaufen ließe, irritiert feststellen, daß die Bildungsexpansion die herkunftsbezogene Ungleichheit nicht bloß nicht beseitigt, sondern — ganz im Gegenteil — ihre Fortdauer sogar noch begünstigt hat. Sie tut das zum einen, indem sie quasi durch eine kontinuierliche „Vergrößerung des Kuchens“ zu einer Verminderung des Konflikts über die relative Größe der einzelnen „Kuchenstücke“ beiträgt. Blossfeld/Shavit meinen dazu: „Solange das Bildungsniveau der unteren sozialen Schichten sich erhöht, solange kann eine politische Diskussion und Auseinandersetzung die Zuwächse bei den privilegierten Schichten vernachlässigen.“ Und sie folgern: „Die Bildungsexpansion verkleinert den politischen Druck zur Verminderung der Bildungsungleichheit.“ Zum anderen hat sich die expansive Bildungspolitik dadurch kontraproduktiv für das Erreichen von mehr sozialer Gerechtigkeit ausgewirkt, da sie in weit überproportionalem Ausmaß den sozial sowieso schon begünstigten Bevölkerungsschichten zugute gekommen ist. So bewirkt — über den Weg, daß Angehörige einkommensstärkerer Bevölkerungsschichten wesentlich häufiger ein Studium „in Anspruch nehmen“ — zum Beispiel das kostenlose Hochschulstudium — eine Umverteilung finanzieller Mittel „nach oben“ in der sozialen Hierarchie. Allerdings partizipieren selbstverständlich auch die „unteren“ sozialen Schichten — nur eben im entsprechend geringem Ausmaß — vom kostenlosen Studienzugang. Damit ergibt sich das Dilemma, daß durch die Einführung von Studiengebühren zwar die angesprochenen Umverteilungseffekte reduziert werden können, zugleich jedoch auch wieder neue Bildungsbarrieren für sozial Benachteiligte errichtet werden — den Kapitalismus qua Bildungspolitik an die soziale Kandare zu nehmen ist offenbar gar nicht so leicht.
Zusätzlich sinkt der Wert von Bildungstiteln selbstverständlich im selben Maß, wie die Zahl derer ansteigt, die diese Titel erwerben. Bildungsabschlüsse, in der Hoffnung auf sozialen Aufstieg erworben, unterliegen gewissermaßen denselben Effekte wie die Goldstücke in den Märchen, die sich nach Verlassen des „magischen Raums“ als wertlose Roßknödel herausstellen; sie werden — wie jede Ware im Kapitalismus — im Augenblick ihres Erwerbens inflationär. „Aus erhofften sozialen Aufstiegen“ — so formuliert es der deutsche Bildungssoziologe Peter Alheit [4] — „wird eine bloß fiktive Mobilität im sozialen Raum.“ Und er illustriert diesen Effekt an zwei exemplarischen Beispielen: Am „Sohn des Dorfschullehrers, der Oberstudienrat wird und damit zwar einen höheren Bildungstitel besitzt als sein Vater, jedoch in eine gesellschaftliche Position eingerückt ist, die — ironischerweise — gerade dadurch strukturell entwertet wurde, daß er und seinesgleichen sie besetzen. Bei Lichte besehen steht er schlechter da als sein Vater. Der hatte immerhin in der Dorfgemeinschaft eine exponierte Position inne, war hochakzeptiert und in seiner Stellung geachtet.“ Und an der „Krankenschwester, die mit beträchtlichen Entbehrungen das Abitur nachholt, um Sozialpädagogik zu studieren, im Anschluß an den Erwerb des akademischen Titels jedoch den Löwenanteil ihrer Reproduktionskosten durch Nachtwachen im Krankenhaus absichert. Im Grunde hat sich auch ihre soziale Position verschlechtert, weil der mühevoll erworbene Bildungstitel nicht einmal ,symbolisches Kapital‘ verspricht.“
Das Bildungswesen offenbart sich somit als jene Instanz, die zwar die „individualisierte“ Legitimation für gesellschaftliche Ungleicheit liefert, tatsächlich jedoch bloß exekutiert, was durch gesellschaftliche Mechanismen, auf die das Bildungswesen keinen Einfluß hat, vorgegeben wird. Das heißt selbstverständlich nicht, daß sich nicht auch an vielen Einzelschicksalen tatsächlich ein „Aufstieg durch Bildung“ aufzeigen läßt. Einen empirisch nachweisbaren Trend, dessen Ursachen sich in den Maßnahmen der strukturellen Bildungsreform dingfest machen lassen, belegen solche Beispiele allerdings nicht. In der kapitalistischen Warengesellschaft ist eben auch Bildung bloß Ware und den Marktgesetzen unterworfen. Und der Erwerb von Waren ist bekannterweise von finanziellen Möglichkeiten abhängig und durchaus nicht für jedermann (und jedefrau) im gleichen Maße möglich. Der Gedanke, Bildung könnte Verteilungsinstanz für Lebenschancen sein, und zugleich demokratisiert werden, ist schlichtweg naiv, da er davon ausgeht, daß Bildung den Imperativen der die Ungleichheit begünstigenden Ökonomie entzogen werden könnte. Die Forschungen zur Resistenz herkunftsbezogener Bildungsbenachteiligung haben nur kenntlich gemacht, was immer schon galt: Die Behauptung, durch strukturelle Bildungsreformen Chancengleichheit und Gerechtigkeit herstellen zu können, ist bloße Ideologie. „Bildung als Verteilungsschlüssel, für Lebenschancen beherrscht die Struktur und Inhalte der Schule solange wie diese die Distinktionen vorbereitet, von denen die Herrschaftsstruktur der Gesellschaft sich erhält.“ [5]
Gut vermarktbare Ausbildung
War es in der Bildungsreformbewegung der sechziger und siebziger Jahre das allgemeine Schulwesen auf dem sich die Vorstellung focussierte, durch strukturelle Bildungsmaßnahmen dem politisch-ökonomischen System ein Schnippchen schlagen zu können, dient heute der berufliche Aus- und Weiterbildungssektor als der Schlüssel um sich an der Anerkenntnis eines systemimmanenten Interessenwiderspruchs von Kapital und Arbeit vorbeizumogeln. Mit dem Hinweis auf eine angeblich immer höhere Bedeutung des Qualifikationspotentials der Erwerbstätigen für das wirtschaftliche Geschehen werden die staatlichen Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung zu jenem Bereich hochstilisiert, in dem sich die spezifischen „Interessen der Lohnabhängigen“ mit den „nationalen Wirtschaftsinteressen“ decken. Die Statistik belegt ja tatsächlich eindeutig, daß unqualifizierte und nichtarbeitsmarktgerecht ausgebildete Personen wesentlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als solche mit gut „vermarktbarer“ Ausbildung. Also — so wird argumentiert — gilt es, die Qualifikationen der Arbeitslosen durch öffentlich finanzierte Maßnahmen entsprechend zu adaptieren, um ihre Jobchancen zu erhöhen. [6] Der Einwand, daß selbst wenn auf diese Art schon von Arbeitslosigkeit betroffene Personen tatsächlich wieder Arbeit finden können, sie dadurch nur andere — weniger „brauchbare“ — Arbeitskräfte vom Arbeitsmarkt verdrängen, sich an der Arbeitslosigkeitssituation insgesamt also gar nichts ändert, wird dann in der Regel mit dem Argument vom „attraktiven Investitionsstandort“ pariert. Behauptet wird, daß durch bedarfsgerecht ausgebildete und qualifikationsmäßig immer wieder den neuesten Anforderungen entsprechend nachjustierte Arbeitskräfte der jeweilige nationale Standort für Kapitalinvestitionen attraktiver wird, da das optimal adaptierte Humankapital als die Basis einer hohen Produktivität eine hohe Kapitalrendite verspricht. Somit rentieren sich die öffentlichen „Investitionen in Aus- und Weiterbildung“ letztendlich für alle: Kapital wird ins Land „gelockt“, die Wirtschaft wächst, es entstehen neue Arbeitsplätze — die Entlohnung der Erwerbstätigen kann hoch und die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden
Die Arbeitsmarktexpertin des WIFO, Gudrun Biffl, bringt die Selbstverständlichkeit, mit der heute den öffentlichen Bildungsaufwendungen eine Schlüsselfunktion für das ökonomische Geschehen und die Arbeitsmarktentwicklung zugeschrieben wird, auf den Punkt, wenn sie an den Beginn eines Artikels [7] lakonisch die Behauptung stellt: „Bildung und Ausbildung sind Investitionen in das Humankapital. Sie erhöhen die Arbeitsmarktchancen der Individuen und erweitern die Produktionsmöglichkeiten der Betriebe. Der Bildungsfaktor ist eine wichtige Komponente für die Entwicklung der Produktivität und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. (...) Soweit herrscht allgemeine Übereinstimmung über die Rolle der Bildung und damit der Qualifikation der Arbeitskräfte im Erwerbsprozeß.“ Tatsächlich scheint sich dem hier angesprochenen Konsens derzeit kaum jemand entziehen zu können; alle — Gewerkschafter, Unternehmer, Parteien, Regierungen, etc. — sind sich in der Betonung der Wichtigkeit von Aus- und insbesonders von Weiterbildung einig. Der vordergründige Interessenskonsens kulminiert in der wohlklingenden und bei jeder Gelegenheit wiederholten Phrase vom „lebenslangen (neuerdings noch schöner: lebensbegleitenden [8]) Lernen“, die sich bei näherem Hinsehen allerdings als bloßer Appell zu einer in immer rascherer Folge zu vollziehenden „Anpassungsleistung“ herausstellt. Nicht um die Subjektentwicklung von Individuen geht es dabei, sondern um „Anpassung von Humankapital“ an die sich immer schneller verändernden Anforderungen des Beschäftigungssystems. Die freundliche Parole vom „lebensbegleitenden Lernen“ übertüncht bloß den unerbittlichen Zwang zur lebenslänglichen (Nach-)Qualfizierung unter Androhung des sonstigen Untergangs im allgesellschaftlichen Konkurrenzkampf. Worum es dabei geht, ist die Profitmaximierung; Bildungspolitik soll die „Bildung“ von Kapital ermöglichen, bezeichnet wird sie aber nobel als „Beschäftigungspolitik“. [9]
Bessere Ausbildung als Wundermittel gegen Arbeitslosigkeit
Daß es jedoch skeptisch zu sein gilt, wenn üblicherweise kontroversiell argumentierende Politiker plötzlich allesamt entdecken, daß öffentliche Investitionen in mehr und bessere Ausbildung jenes ökonomische Wundermittel darstellen, mit dem es möglich sei, die derzeitige Arbeitslosigkeitsmisere wirkungsvoll zu bekämpfen, meint man sogar in der liberal-konservativen britischen Wirtschaftszeitschrift »Economist«. [10] In einem jüngst veröffentlichten Artikel wird unter Bezugnahme auf eine Reihe von breit angelegten Untersuchungen, die in verschiedenen Ländern Europas, den USA und in Australien durchgeführt worden waren, der Frage nachgegangen, wieweit es überhaupt funktioniert, Arbeitslosen durch Umschulung und Nachqualifizierung neue Arbeitsplatzchancen zu eröffnen. Für die Argumentation wurden Forschungen herangezogen bei denen jeweils eine Gruppe von Arbeitslosen, die ein Programm der „aktiven Arbeitsmarktpolitik“ durchlaufen hatte, in Vergleich gesetzt wurde mit einer Gruppe, der eine solche Hilfe für die Reintegration in den Arbeitsmarkt nicht zugute gekommen war. Das Resümee der Autoren ist ernüchternd: In faktisch allen Fällen haben die Studien belegt, daß die Um- und Nachschulungsmaßnahmen weder in Hinblick auf die Arbeitsplatzchancen noch beim Einkommen ihrer Klientel die erwünschten positiven Auswirkungen gezeitigt haben. Zwar verhelfen die Weiterbildungsprogramme den Absolventen oftmals zu Kurzzeitjobs, aus denen sie aber allzu häufig wieder in die Arbeitslosigkeit zurückfallen. Die Programme verringern somit zwar die Zahl der Langzeitarbeitslosen, echte Auswirkungen in Hinblick auf die Verringerung der Gesamtarbeitslosigkeit haben sie jedoch nicht.
Auch eine 1989 erschienene österreichische Untersuchung zur Wirksamkeit von Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die im Auftrag des Landesarbeitsamtes Steiermark im Bereich der Metall- und Elektroberufe durchgeführt worden waren, [11] spricht eine ähnliche Sprache. Zusammenfassend wird festgestellt, daß die Wahrscheinlichkeit der Teilnehmer, eine Beschäftigung aufzunehmen, nach dem Kurs nicht höher war, als die durchschnittliche allgemeine Abgangswahrscheinlichkeit aus der Arbeitslosigkeit. Ein Drittel der Teilnehmer blieb auch nach dem Kurs weiterhin über eine Periode von mehr als sechs Monaten arbeitslos. Zusätzlich blieb bei 40 Prozent derjenigen, die den Kurs absolviert und eine Beschäftigung aufgenommen hatten, das erste Arbeitsverhältnis nicht einmal über die Dauer von einem Jahr aufrecht. Die gesamte Zeit, die die Teilnehmer in Arbeitslosigkeit verbracht haben, hat sich nach dem Kurs gegenüber der Vorkurssituation nicht verändert. Im direkten Vergleich der Arbeitslosigkeitsdauer vor und nach der Kursmaßnahme zeigte sich, daß sich die Situation für Teilnehmer mit ungünstigen persönlichen Voraussetzungen sogar häufiger verschlechtert als verbessert hat. Abschließend zieht auch der Autor dieser Untersuchung das ernüchternde Resümee: „Von den sozialpolitischen Zielsetzungen her betrachtet verweisen diese Ergebnisse auf die ,Erfolglosigkeit‘ des Instrumentes. “ [12]
Die Autoren des oben erwähnten »Economist«-Artikels gehen im Zuge ihrer Recherche über Studien zur arbeitsplatzschaffenden Wirkung öffentlich finanzierter Aus- und Weiterbildungsprogramme auch auf das „Duale System“ der Ausbildung von Facharbeitern ein, wie es in der BRD und in Österreich existiert. Diese Form des Heranbildens von Nachwuchsarbeitskräften wird ja sehr oft als die Ursache für die hierzulande relativ niedrigen Arbeitslosenraten hochgelobt. Im Zusammenspiel von Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird — trotz fallweise geäußerter Kritik an der Ausbildungsqualität in vielen Betrieben und Branchen — die ideale Basis für die Ausstattung hiesiger Unternehmen mit einem qualifizierten Humankapitalstock gesehen. Dabei wird allerdings geflissentlich etwas übersehen, worauf im erwähnten Artikel mit aller Deutlichkeit hingewiesen wird: Sobald die Ausbildungszeit vorbei ist — wo die Arbeitskraft des Jugendlichen um den günstigen Preis der Lehrlingsentschädigung erstanden werden kann —, verabschieden sich viele Untenehmen sehr schnell von den nunmehr kostspielig gewordenen Facharbeitern. Dementsprechend besteht eine große Gruppe der Arbeitslosen aus Absolventen des Dualen Systems — in Österreich etwa 42 Prozent. [13] (Bei jüngeren Arbeitslosen ist die Betroffenheitsrate von Personen mit Lehrabschluß sogar deutlich höher.) — Der arbeitsplatzschaffende Effekt dieses Ausbildungssystems hält sich also durchaus in Grenzen. Aus dieser Tatsache folgern die »Economist«-Redakteure mit ernüchternder Klarheit: Die Attraktivität des „Dualen Ausbildungssystems“ für die Wirtschaft liegt offenbar nicht in der Qualifikationsvermittlung, sondern in der Tatsache, daß es über die Ausbildungsdauer der Jugendlichen billige Arbeitskraft zur Verfügung stellt. Und — so die sarkastische Conclusio der Autoren — es ist wohl auch das Arbeitskostenargument, warum, obwohl deutsche Bauarbeiter höchstwahrscheinlich besser ausgebildet sind als ihre britischen oder polnischen Kollegen, derzeit etwa 90.000 von ihnen arbeitslos sind, während etwa doppelt so viele ausländische Arbeitskräfte auf deutschen Baustellen arbeiten.
Um- und Nachqualifizierung
Die Behauptung, daß öffentlich finanzierte Um- und Nachqualifizierung eine brauchbare Strategie gegen Arbeitslosigkeit darstellt, wird massiv durch zwei Argumente gestützt: Zum einen die Vorstellung eines allgemein steigenden Bedarfs der Unternehmen an Arbeitskräften mit höherer Qualifikation, bedingt durch erhöhte Arbeitsplatzanforderungen aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Mikroelektronik und Computern, und zum anderen die Annahme, daß Arbeitsplätze, die nur eine geringe Qualifikation erfordern, derzeit rasch zugunsten solcher weniger werden, für die eine umfangreiche Ausbildung notwendig ist. Henry M. Levin von der Stanford-University/USA hat eine Reihe amerikanischer Forschungen zusammengetragen, die der Richtigkeit dieser Annahmen nachgehen [14] und er kommt zum Schluß, daß die beiden Argumente weitgehend zu relativieren sind.
Richtig ist bloß, daß immer mehr Arbeitnehmer in ihrem Beruf mit informationsverarbeitenden Geräten zu tun haben, allerdings müssen die Geräte zumeist bloß im Sinne eines einfachen Anwendungsschemas benützt werden, wofür vielfach nur geringe Einschulung erforderlich ist. Das heißt, daß sich Berufsfelder und Tätigkeiten infolge des Einsatzes der informationsverarbeitenden Technik zwar verändern, von einer technologiebedingten dramatischen Aufwertung der notwendigen Qualifikationen allerdings nicht gesprochen werden kann. Ein tatsächliches Potential in Hinblick auf anwachsende Qualifikationsanforderungen läge nach Levin in arbeitsorganisatorischen Veränderungen in Richtung einer Entscheidungsverlagerung zum einzelnen Arbeitnehmer und zu Arbeitsteams. Allerdings zeigen Studien, daß von derartigen Veränderungen nur ganz wenige Arbeitnehmer betroffen sind. Der wesentlich dominantere Trend ist eine — sich ja auch schon in Europa und Österreich abzeichnende — Tendenz der US-amerikanischen Wirtschaft, verstärkt mit „leicht disponiblen Arbeitskräften“ — Aushilfsarbeitskräften, Teilzeit- und minimal beschäftigten Arbeitnehmern, Werkvertragsnehmern und dergleichen — zu operieren, die weder irgendeine Arbeitsplatzsicherheit noch irgendwelche sonstige mit einem traditionellen Arbeitnehmerstatus verknüpfte Vorteile genießen. Gegenüber dieser rasch anwachsenden Gruppe von Arbeitskräften fühlen sich die Unternehmen auch zu keinerlei Qualifizierungsangeboten verpflichtet.
Das zweite Quellenargument für die Behauptung, durch Qualifizierung Arbeitslosigkeit hintanhalten zu können, ist die Annahme einer generellen Tendenz in Richtung des zunehmenden Verschwindens von Arbeitsplätzen mit geringem Qualifikationsbedarf und des Heranwachsens von Arbeitsplätzen, die höhere Qualifikationen erfordern. Aber auch in diesem Fall sprechen die tatsächlichen — von Levin anhand der amerikanischen Entwicklungen festgestellten — Trends eine andere Sprache. Dort, wo Jobs mit überdurchschnittlich hohen Qualifikationsanforderungen entstehen, handelt es sich zwar um tatsächlich anwachsende, insgesamt aber nur sehr kleine Wirtschaftsbereiche. Das Gros der neu heranwachsenden Arbeitsplätze entsteht jedoch in Bereichen, wo nur unterdurchschnittliche Qualifikationsanforderungen bestehen. Levin faßt seine Studien dementsprechend dahingehend zusammen, daß sich für die nächste Zukunft kein wirklich bedeutsames Anwachsen der qualifikatorischen Arbeitsplatzerfordernisse vorhersagen läßt.
Investition durch Unternehmer
Wie steht es nun mit der Frage, ob der durch das Bildungswesen eines Landes produzierte durchschnittliche Ausbildungsstand der Erwerbsbevölkerung tatsächlich einen derart zu Buche schlagenden Faktor der Produktivität darstellt, daß auch die Investitionsentscheidung von Unternehmern davon nachhaltig beeinflußt wird? Tatsächlich handelt es sich dabei um ein Argument, dem empirisch wahrscheinlich nur sehr schwer beizukommen ist. So deuten zwar Unternehmensverlagerungen in Billiglohnländer, in denen durchaus nicht immer von vornherein das entsprechende Qualifikationspotential vorhanden ist, und wo es oftmals notwendig ist, die Arbeitskräfte erst aufwendig einzuschulen, darauf hin, daß das zur Verfügung stehende Ausbildungsniveau der potentiellen Arbeitskräfte zumindest keine Hauptrolle bei Investitionsentscheidungen spielt. Allerdings ist im Gegenzug nur schwer nachweisbar, ob — wie ja vielfach behauptet wird — verschiedene Unternehmen nicht tatsächlich wegen des Ausbildungsvorteils hierzulande produzieren. Der schon oben umfangreich zitierte Henry M. Levin versucht den Zusammenhang von Ausbildungspotential und Produktivität dadurch zu evaluieren, daß er die Produktivität von ausländischen Unternehmen, die in den USA mit amerikanischem Personal arbeiten, mit US-Unternehmen in amerikanischem Besitz vergleicht. So produzieren nahezu alle japanischen Automobilhersteller auch in Amerika und bedienen sich dabei im wesentlichen der für diese Tätigkeiten am amerikanischen Arbeitsmarkt verfügbaren Arbeitskräfte. Wenn die Produktivität nun tatsächlich wesentlich vom amerikanischen Ausbildungsniveau beeinflußt wird, dann müßte — so die Argumentation von Levin — in diesen Werken eine etwa gleich hohe Produktivität wie in vergleichbaren Automobilwerken in amerikanischen Besitz erreicht werden. Dem ist jedoch nicht so; die Produktivität der US-Betriebsstätten japanischer Unternehmen ist deutlich höher als die amerikanischer Automobilhersteller und entspricht der der entsprechenden japanischen Zweigbetriebe.
Besonders interessant stellt sich der Vergleich im Falle eines Toyota-Zweigwerkes in Kalifornien dar. Dieser Betrieb arbeitet fast ausschließlich mit Personal, das durch die Schließung eines General Motors-Werkes verfügbar geworden war, das als das unproduktivste seiner Art gegolten hatte. „Trotz der inadäquaten Belegschaft“ konnte in Vergleichsstudien festgestellt werden, daß unter der „japanischen Führung“ eine um 50 Prozent höhere Produktivität als im alten GM-Werk erreicht wurde. Dabei entsprach sowohl die Produktivität als auch die Qualität der erzeugten Fahrzeuge der des japanischen Schwesterwerkes. Allerdings differiert das von Toyota geführte Werk selbstverständlich in vielen Punkten gegenüber solchen US-amerikanischer Automobilbauer. Das Werk ist nach „post-fordistischen“ arbeitsorganisatorischen Erkenntnissen aufgebaut, bietet den Mitarbeitern eine hohe Arbeitsplatzsicherheit sowie kontinuierliche und umfangreiche Möglichkeiten der betriebsinternen Weiterbildung. Zusammenfassend meint Levin deshalb, daß die hohe Produktivität dieses und anderer Werke japanischer Automobilhersteller in den USA nur wenig mit dem durch das amerikanische Bildungswesen produzierten Bildungsniveau der Arbeitskräfte zu tun hat, sondern wesentlich durch bessere Managementpraktiken und eine effizientere Arbeitsorganisation beeinflußt ist.
Wozu Qualifikationsoffensive
Zusammenfassend kann also festgestellt werden, daß die Behauptung, durch öffentlich finanzierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ließe sich die kapitalistische Logik trickreich ausnützen und im Gleichklang mit der Befriedigung von Kapitalinteressen auch Arbeitslosigkeit verhindern, auf sehr wackligen Beinen steht. Zumindest der immer wieder beschworene direkte Zusammenhang zwischen nationalen Bildungsausgaben und den Wachstumsparametern der Wirtschaft muß grundsätzlich bezweifelt werden. Arbeitslosigkeit kann erfolgreich nicht durch Qualifikationsoffensiven oder Programme des lebensbegleitenden Lernens bekämpft werden. Die Beseitigung von Arbeitslosigkeit ist Teil des Kampfes um die Durchsetzung der „Interessen der Arbeit“ gegen die „Interessen des Kapitals“ und kann sinnvoll nur auf politischer Ebene angegangen werden. Die in Europa allerorts hohen und noch weiter steigenden Arbeitslosenzahlen, der anwachsende Zwang für viele Amerikaner, „Mc-Jobs“ anzunehmen, Tätigkeiten gegen eine Entlohnung mit der sich nicht einmal die grundsätzlichen Lebenshaltungskosten abdecken lassen und der sinkende Anteil der Löhne und Gehälter am Gesamteinkommen bei massiv steigenden Unternehmergewinnen sind Indikatoren einer Machtverschiebung zugunsten der Kapitalinteressen. Die Behauptung, Qualifikationsmaßnahmen seien eine geeignete Strategie zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit auf kollektiver Ebene, verschleiern diese Tatsache und arbeiten immanent einem politischen Bewußtsein der Betroffenen entgegen.
Ganz sicher heißt das aber nicht, daß hier einer Reduzierung öffentlich finanzierter Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung entlang der Begründung zu geringer sozialer und arbeitsplatzschaffender Wirkungen das Wort geredet wird. Zu befürchten ist allerdings, daß die über die Pflichtschule hinausgehende öffentliche Finanzierung von Bildung zunehmend in den Sog entsprechender Argumentationen und unter massiven Legitimationszwang geraten wird. Heute wird schon recht laut darüber nachgedacht, ob die im Zuge der Bildungsreform der sechziger und siebziger Jahre eingeführten Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Bildungsbarrieren „wegen Zielverfehlung“ wieder rückgängig gemacht werden sollen. Der Staat muß sparen — heißt es — und wo kann es besser sein zu sparen, als bei Investitionen, die nicht den gewünschten Erfolg zeitigen. Damit könnte aber — wenn sich „herumspricht“, daß die öffentlich finanzierte Adaptierung des Humankapitals nicht geeignet ist, um auf kollektiver Ebene dem Problem steigender Arbeitslosigkeit Herr zu werden — auch schnell der Ruf nach der „Privatisierung“ der Weiterbildungskosten laut werden. Jeder soll — so könnte es bald heißen — die laufend notwendige Adaptierung seiner Qualifikation selbst finanzieren. Schließlich kommt sie ihm ja in Form erhöhter Konkurrenzchancen am Arbeitsmarkt auch selbst zugute.
„Bildung für alle“ tut jedoch not — und zwar unabhängig vom ökonomischen Nutzen. Allerdings nicht Bildung, die verstanden wird im Sinne einer Investition ins Humankapital und ihre Legitimation aus dem Marktwert der vermittelten Qualifikationen schöpft, sondern Bildung als Grundlage politischen Handelns. Wird Bildung zur Investition pervertiert, wirkt sie affirmativ. Indem sie zur bloßen Vermittlungsagentur von Qualifikationen und Verhaltensweisen degradiert wird, die in Arbeitsprozessen „verwertbar“ erscheinen, wird sie zum Element der allgemeinen „Entpolitisierung“. Die Vorstellung, den Widerspruch von Kapital und Arbeit durch marktorientiert ausgerichtete Aus- und Weiterbildung neutralisieren zu können, ist ein Beitrag zur Auflösung der politischen
Zielsetzung, „Liquidation von Macht“. Soll Bildung nicht gänzlich zum Instrument der Aufrechterhaltung der Machtverhältnisse verkommen, muß sie Menschen befähigen, die Struktur betrieblicher und gesellschaftlicher Rollen zu durchschauen und im Sinne ihrer Interessen verändern zu können. — Bildung kann nicht leisten, was Politik versagt, aber sie muß Bedingung der Möglichkeit für politisches Handeln von Menschen sein, sonst ist sie nicht Bildung, sondern Zurichtung.
[1] Siehe dazu beispielsweise den durch H.P. Blossfeld und Y. Shavit durchgeführten Vergleich von dreizehn Länderstudien zum Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildung. In: »Zeitschrift für Pädagogik« 39 (1993) Heft 1, S. 25-32.
[2] Lorenz Lassnig, Bildungsökonom am Institut für Höhere Studien, errechnet, daß im Zeitraum zwischen 1980 und 1992 die Schulausgaben pro Schüler im Verhältnis zum Volkseinkommen im jährlichen Durchschnitt real um 10,4 Prozent angewachsen sind. Lassnig, L.: Ökonomie und fortschrittliche Bildungspolitik — feindliche Geschwister? In: »ZV-Lehrerzeitung« 3/95, S. 7-10.
[3] Tatsächlich verändert haben sich geschlechtsspezifisch bedingte Ungleichheiten der Bildungsbeteiligung. So weisen Blossfeld/Shavit (Fußnote 1) nach, daß die geschlechtsspezifische Lücke, die zum Vorteil der Männer bestand, in den letzten Jahrzehnten deutlich abgebaut wurde, in einigen Industrieländern hat sie sich sogar umgekehrt. Ob man — wie es die Autoren tun — daraus folgern kann, daß „Frauen von der Bildungsexpansion profitiert“ haben, sei dahingestellt, tatsächlich könnten auch ganz andere gesellschaftliche Mechanismen zu dieser Entwicklung geführt haben.
[4] Alheit, P.: Ambivalenz von Bildung in modernen Gesellschaften: Strukturprinzip kumulativer Ungleichheit oder Potential biographischer Handlungsautonomie? In: Meier/Rabe-Kleberg (Hg.): Weiterbildung, Lebenslauf, sozialer Wandel. Neuwied/Kriftel/Berlin 1993, S. 87-103.
[5] Meisel, M.: Verschiebungen auf dem Bildungsmarkt. Über die zunehmende Marktförmigkeit der Bildung. In: »Pädagogische Korrespondenz«, Heft 4, Winter 1988/89.
[6] Völlig absurd ist es allerdings, den zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen arbeitsplatzsichernden Effekt einer bestimmten Ausbildung „hochzurechnen“, also anzunehmen, daß diese Ausbildung eine gleichbleibende Arbeitsplatzsicherheit bietet, wenn sie von einer anwachsenden Zahl von Personen nachgewiesen wird.
[7] Biffl, G.: Bildung und Arbeitsmarkt. In: »Wirtschaftspolitische Blätter«, 40 (1993), 2, S. 189-194.
[8] Ganz im diesem Sinn wurde das Jahr 1996 von der EU ja auch zum „Europäischen Jahr für lebensbegleitendes Lernen“ erklärt, — was gibt es auch schöneres als einen Begleiter/eine Begleiterin für’s ganze Leben?
[9] Zu diesem Wortspiel hat mich ein unter dem Titel: „Kapitalbildung — einmal anders gesehen, Bildungspolitik als Beschäftigungspolitik“, angekündigter Vortrag von Prof. Herbert Krejci (Vorsitzender im Aufsichtsrat der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts AG) auf einer Tagung des BFI-Wien und des Sozialministeriums im Herbst 1996 angeregt.
[10] »The Economist«, 6. April 1996, „Training and Jobs — what works?“, S. 21-23.
[11] Faschingbauer, H.: Die Wirksamkeit der Arbeitsmarktausbildung. Eine Analyse ausgewählter Schulungsmaßnahmen, die durch das Landesarbeitsamt Steiermark in Auftrag gegeben wurden. November 1989.
[12] Was allerdings sowohl in der hier beschriebenen Studie von Faschingbauer als auch in den im »Economist«-Artikel aufgeführten ausländischen Studien betont wird, ist, daß sich Beratung und Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche deutlich positiv darauf auswirkt, daß die betroffenen Personen einen Arbeitsplatz finden.
[13] AMS-Österreich: Die Arbeitsmarktlage 1995, S. 54f.
[14] Levin, H. M.: Education and Jobs: A Proactive View.


