Lothar Knessl

Der junge Komponist und Musikkritiker Lothar Knessl gehört zur Vorhut der zeitgenössischen Musik in Österreich. Aus Brünn gebürtig, empfing er von den „Kranichsteiner Ferienkursen“ seine entscheidenden Anregungen. Er ist derzeit als Musikredakteur der Wiener Tageszeitung „Neues Österreich“ tätig.

Beiträge von Lothar Knessl
FORVM, No. 86

Humor in der Neuen Musik

■  Lothar Knessl
Februar
1961

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FORVM, No. 106

Im Schattenreich der Information

■  Lothar Knessl
Oktober
1962

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FORVM, No. 160-161

Die reflektierte Historie

Analyse von Ernst Kreneks Oper „Karl V.“
■  Lothar Knessl
April
1967

Im Jahre 1934 wurde Ernst Kreneks Oper „Karl V.“ vom Spielplan der Wiener Staatsoper, noch vor der Uraufführung, gestrichen. Seither war die Oper in Österreich nur ein einziges Mal, in einer konzertanten Aufführung des Rundfunks, zu hören. Als bescheidenen Ersatz jahrelangen Versäumnisses drucken wir (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 162-163

Die Russen kamen

Zur vierten Musik-Biennale in Zagreb
■  Lothar Knessl
Juni
1967

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FORVM, No. 164-165

Mahler im Konjunktiv

Eine Betrachtung des Festwochenzyklus der Wiener Konzerthausgesellschaft
■  Lothar Knessl
August
1967

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Lothar Knessl (geboren am 15. April 1927 in Brünn) ist ein österreichischer Musikjournalist, Komponist und Vorkämpfer für Neue und Experimentelle Musik.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knessl studierte zunächst in seiner Heimatstadt Klavier, danach Musik- und Theaterwissenschaft in Wien, sowie Komposition bei Ernst Krenek und Karl Schiske. Danach arbeitete er als Lektor, Korrektor und Kulturredakteur. 1971 übernahm er die Leitung des Pressebüros der Österreichischen Bundestheater und von 1986 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1991 war er Pressereferent der Wiener Staatsoper.

Knessl war Gründungsmitglied des Music Information Center Austria, dem er von 1994 bis 2001 auch als Präsident diente, war Geburtshelfer und jahrelang Kurator des Festivals Wien modern. Ab 1968 gestaltete er die Ö1-Sendereihe Studio Neuer Musik, den Vorläufer des heutigen Zeit-Ton und unterrichtete an der Wiener Universität. Von 1992 bis 2000 fungierte Knessl als Präsident der Österreichischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM). Von 1993 bis 1996 war er, zusammen mit Christian Scheib, Musikkurator des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst. In seinen verschiedenen Funktionen, aber auch in seinen Radiosendungen setzte er sich für zahlreiche zeitgenössische Komponisten ein, darunter Friedrich Cerha, Aldo Clementi, Luigi Dallapiccola, Roman Haubenstock-Ramati, Günter Kahowez, György Ligeti, Witold Lutosławski, Luigi Nono, Kryztof Penderecki, Kurt Schwertsik, Edgar Varèse und Otto M. Zykan.

Der Moderator wird von der Kollegenschaft hoch geachtet und wurde mehrfach in Sendungen eingeladen. In der Nacht von 30. auf 31. Dezember 2016 war ihm Eine lange Nacht der neuen Musik gewidmet, gestaltet von Christian Scheib, Ursula Strubinsky und Elke Tschaikner. Titel der 7-stündigen Sendung war Knesslmania.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„[Knessl ist der] Motor der zeitgenössischen österreichischen Musik […] Ohne seine verbindende Kraft wäre die zeitgenössische Musik Österreichs ein wertloses, ja zerrissenes Sieb.“

Christoph Becher

„Manches dieser Vorgeschichte aus den ersten Jahrzehnten ist aus dem Bewusstsein heutiger Hörer verschwunden, nicht aber die Geschichte seit den späten 1960er Jahren. Denn Lothar Knessl, der mit seiner charakteristischen Formulierungskunst und – es ist von Radio die Rede – mit seiner unverkennbaren Stimme seit damals mittlerweile mehrere Generationen von Radiohörern mit Aspekten der zeitgenössischen Musik vertraut gemacht hat, ist nach wie vor dabei.“

Christian Scheib

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juri Giannini, Andreas Holzer, Stefan Jena, Jürgen Pollak (Hrsg.): Lothar Knessl. Vermittler neuer Musik, Autor, Komponist, Kurator. Hollitzer, Wien 2018, ISBN 978-3-99012-548-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ORF: Knesslmania, abgerufen am 31. Dezember 2016