Geboren am: 1. November 1901
Gestorben am: 15. August 1988
Prof. Dr. H. H. Stuckenschmidt lehrt Musikgeschichte an der Technischen Universität, Berlin-Charlottenburg, und ist einer der führenden Musikkritiker Deutschlands.
Internationale Hochschulwochen in Alpbach
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Schönbergs Weg zu „Moses und Aron“
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Musik ist eine unpolitische Kunst. Man kann einer Melodie jeden Text unterlegen, einen weltlichen und einen geistlichen, einen kommunistischen und einen faschistischen. Sie sträubt sich nicht dagegen. Und deshalb läßt sich Musik müheloser als jede andere Kunst für politische Propagandazwecke (…)
Inzwischen hatte Erich Kleiber durchgesetzt, in einem Konzert mit der Staatskapelle in der Staatsoper Unter den Linden ein neues Werk von Alban Berg zu dirigieren. Er hatte mit Berg seit langem wegen der Uraufführung der Oper „Lulu“ korrespondiert. Die Komposition zog sich länger hin, als beide (…)
Wer will unter die Spezialisten gehen?
So weit unser Blick in die Musikgeschichte reicht, sehen wir keine menschliche Gesellschaft, die auch nur annähernd in solchem Maße von Musik überschüttet worden wäre wie die seit dem zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Ursachen sind bekannt; sie liegen in dem unmäßig verstärkten Angebot (…)
Überfluß verdirbt den Geschmack
Die Komponisten um die Mitte des 20. Jahrhunderts haben in Zusammenarbeit mit Physikern und Ingenieuren die Bereiche des organisierten Geräusches sowie allen nur denkbaren Schall sich verfügbar gemacht. Dem schaffenden Musiker steht heute wahrhaft ein Universum des akustischen Materials zu (…)


