André Gunder Frank

Professor für Entwicklungstheorie an der Universität Amsterdam.

Beiträge von André Gunder Frank
FORVM, No. 251

Ökogorillas

Chicago-Mafia in Chile
■  André Gunder Frank
November
1974

Offener Brief an Professor Arnold Harberger, Leiter des Zentrums für Lateinamerikanische Studien, University of Chicago Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 253/254

Eins, zwei, drei — 1984 !

■  Samir Amin ▪ André Gunder Frank
Januar
1975

Wie der Kapitalismus seine Krise überwinden will. Interview mit der italienischen Linkszeitung Il Manifesto. Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 271/272

Ökonomischer Völkermord in Chile

Zweiter offener Brief an Milton Friedman und Arnold Harberger
■  André Gunder Frank
Juli
1976

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FORVM, No. 293/294

Die neue Kolonisierung

■  André Gunder Frank
Mai
1978

Folker Fröbel/Jürgen Heinrichs/Otto Kreye: Die neue internationale Arbeitsteilung. Strukturelle Arbeitslosigkeit in den Industrieländern und die Industrialisierung der Entwicklungsländer, Rowohlt Taschenbuch Verlag, rororo aktuell 4185, Reinbek bei Hamburg, September 1977, 654 Seiten, DM 10,80, öS (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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MOZ, Nummer 35

Das Weltkarussell

■  André Gunder Frank ▪ Hannes HofbauerOtto KreyeOleg RajewitschUlrich Stacher
November
1988

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MOZ, Nummer 45
Weltverschuldungskrise, Europäische Herausforderung und 1992

Europa gegen den Rest der Welt

■  André Gunder Frank
Oktober
1989

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MOZ, Nummer 52
West-Ost-Süd: Die Erde ist rund

Galoppierender Kapitalismus

■  André Gunder Frank ▪ Horst Friessner (Übersetzung)
Mai
1990

Gescheitert ist der Osten letztlich an seiner Unfähigkeit, mit dem Weltmarkt konkurrieren zu können. Statt einem wirtschaftlichen Aufbruch steht allerdings ein Desaster ins Haus. Das entscheidende Manko des real existierenden (Non-)Sozialismus in Osteuropa war sein Unvermögen, mit dem Westen (...)

Beiträge zu André Gunder Frank
Context XXI, Heft 6/1999

Jugoslawien und die neue Konkurrenz im Weltmaßstab

Dezember
1999

Eine Anknüpfung an die Beiträge „Die Folgen des NATO-Krieges gegen Jugoslawien“ (Context XXI, Nr. 3/99) und „Interesse, Gewissen und Projektion im Jugoslawienkrieg“ (Context XXI, Nr. 4-5/99) nebst einer Besprechung des Sammelbandes von Hannes Hofbauer zum Konflikt auf dem Balkan von Erinnert sich (...)

Andreas (André Gunder) Frank (* 24. Februar 1929 in Berlin; † 23. April 2005 in Luxemburg) war ein deutschstämmiger Ökonom.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Frank ist der Sohn des Schriftstellers Leonhard Frank und dessen zweiter Frau Elena Maqenne Penswehr. 1933 musste er mit seinen Eltern infolge der NS-Machtergreifung Deutschland verlassen. Zuerst ging die Familie in die Schweiz, später in die USA.

Dort studierte er Wirtschaftswissenschaften am Swarthmore College in Pennsylvania und zeigte große Neigungen für die Lehre von John Maynard Keynes. An der University of Chicago, wo er 1957 promovierte, zählte unter anderem der Monetarist Milton Friedman zu seinen Professoren. Nach einer Assistenzprofessur in Michigan begab er sich 1961 auf ausgedehnte Reisen durch Afrika und Lateinamerika und entwickelte dabei eine radikale Theorie der Unterentwicklung und wurde damit ein Begründer der Dependenztheorie.[1] In Chile lernte er seine Frau Marta Fuentes kennen.

Er lehrte an der Universität Brasília und in Mexiko. Von den USA erhielt er wegen seiner radikalen politischen Haltung 1965 ein Einreiseverbot, das erst 1979 außer Kraft gesetzt wurde. In Kanada galt er gar als eine Bedrohung der „nationalen Sicherheit“, erhielt dann aber 1966 eine Gastprofessur in Montreal. Allerdings wollte man ihn auch nicht auf Kuba sehen, und die Regierung der DDR hatte auch keine große Sympathie für ihn.

Ab 1968 veröffentlichte er viele Arbeiten über die „Entwicklung der Unterentwicklung“ in Chile. Als das Militär unter Augusto Pinochet putschte, floh er mit seiner Familie nach West-Berlin, Frankfurt am Main und München. Er arbeitete als Gastforscher am Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg und veröffentlichte zehn Bücher und Essays. Er fand aber keine feste Stellung.

Im Jahre 1978 ging er als Professor ins englische Norwich, danach nach Amsterdam. Als seine Frau gestorben war, zog er nach Toronto und heiratete eine Jugendfreundin, die sich aber wieder von ihm trennte. Danach schrieb er das Werk ReOrient als eine Wirtschaftsgeschichte mit Asien als Schwerpunkt. 1999 in Miami fand er eine neue Partnerin und reiste erneut. In Luxemburg starb er im April 2005 an einer Krebserkrankung.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • US-Brazil Economic Relations - A Case Study of American Imperialism, The Radical Education Project, Ann Arbour 1963
  • Hugo Blanco Must Not Die, University of Toronto, 1967
  • Kapitalismus und Unterentwicklung in Lateinamerika, Frankfurt, Europäische Verlagsanstalt, 1968
  • Latein America. Unterentwicklung oder Revolution. Offenbach., Sozialistisches Büro., 1969.
  • Latin America: Underdevelopment or Revolution - Essays on the Development of Underdevelopment and Immediate Enemy, MR Press, New York 1969
  • et al., Economia politica del subdesarrollo en America Latina, 1° edicion, Buenos Aires Ediciones Signos S. R. L. 1970
  • Sociology of Development and Underdevelopment of Sociology, London Pluto Press 1971
  • Lumpenbourgeoisie: lumpendevelopment; dependence, class, and politics in Latin America. Monthly Review Press 1972, ISBN 0-85345-235-0
  • Lateinamerika: Entwicklung der Unterentwicklung, Wagenbach 1975
  • On capitalist underdevelopment, Oxford University Press Bombay 1975 ISBN 0-19-560475-X
  • Economic Genocide in Chile. Monetarist Theory Versus Humanity. Two Open Letters to Arnold Harberger and Milton Friedman. Spokesman Books 1976
  • Weltwirtschaft in der Krise. Verarmung im Norden, Verelendung im Süden Rowohlt, Reinbek, 1978 ISBN 3-499-14352-6
  • Dependent Accumulation & Underdevelopment, Macmillan London 1978, ISBN 0-333-23951-2
  • Abhängige Akkumulation und Unterentwicklung. Frankfurt/M. Suhrkamp Verlag 1980
  • Crisis: In the World Economy, Holmes & Meier, NY, 1980 ISBN 0-8419-0583-5
  • Die europäische Herausforderung. Friede und Arbeit durch europäische Entspannung. Stuttgart, Alektor-Verlag der ESG 1983
  • et al., Transforming the Revolution: Social Movements and the World-System, Monthly Review, NY, 1990 ISBN 0-85345-808-1
  • The centrality of Central Asia. Amsterdam, VU University Press 1992
  • et al., Kritik des bürgerlichen Anti-Imperialismus. Entwicklung der Unterentwicklung. Acht Analysen zur neuen Revolutionstheorie in Lateinamerika, Wagenbach Rotbuch 15
  • et al., The Gulf War and the New World Order, Notebooks for Study and Research, #14, International Institute for Research and Education, Amsterdam
  • Frank, Andre G: ReOrient. Globalwirtschaft im Asiatischen Zeitalter. ProMedia, Wien 2016, ISBN 978-3-85371-404-1.
  • Orientierung im Weltsystem. Von der Neuen Welt zum Reich der Mitte. Wien, Promedia 2005, ISBN 3-85371-238-X.

Literatur und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten (Hrsg.); Karin Fischer, Christof Parnreiter (Red.): Was bleibt von der Entwicklung der Unterentwicklung? In Memoriam: Andre Gunder Frank. Mandelbaum-Verlag, Wien 2006. ISBN 978-385-47618-7-7.
  • Barry Gills: In Memoriam: André Gunder Frank (24 February 1929 to 23 April 2005). In: Globalizations, Bd. 2, Nr. 1 (Mai 2005), S. 1–4.
  • Alberto Castrillón Mora: In memoriam. André Gunder Frank (1929-2005). In: Revista de Economía Institucional, Bd. 7 (2005), S. 273–278
  • Ricardo Duchesne: Between Sinocentrism and Eurocentrism: Debating A.G. Frank's Re-Orient. In: Science & Society, Bd. 65 (2001/2002), Nr. 4, S. 428–463.
  • Michael von Hauff: Frank, Andre Gunder. In: Harald Hagemann, Claus-Dieter Krohn (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933. Band 1: Adler–Lehmann. Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 159–162.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg G. Iggers und Q. Edward Wang (Hrsg.): A Global History of Modern Historiography, Harlow: Pearson Longman, 2008, S. 293.