Antiziganismus
Beiträge
Context XXI, ZOOM 7/1996

NS-Euthanasie in Kärnten

Dezember
1996

Neben Juden, Zigeunern, psychisch Abweichenden und Behinderten sind in der NS-Zeit auch alte, unheilbar kranke Menschen ermordet worden. Aus heutiger Sicht nur schwer vorstellbare Massenmorde hat es aber nicht nur „weit hinten in Polen“ gegeben, sondern auch in der von der nationalsozialistischen (...)

Context XXI, ZOOM 7/1997

Pretterebner auf der Pirsch

November
1997

„Terror: Was in Oberwart wirklich geschah.“ Unter diesem Aufmacher legt Hans Pretterebners Magazin TOP in seiner jüngsten Ausgabe (7/9 1997) einmal mehr „erste Spuren nach links“. Pech nur für den einstigen „Lucona-Aufdecker“, daß nur wenige Tage nachdem er es wieder einmal geschafft hat, eine Ausgabe (...)

Context XXI, Heft 1/2000

Wege nach Ravensbrück

Februar
2000

Eine Ausstellung dokumentiert die Leiden im Konzentrationslager Ravensbrück und rückt die Biographien von überlebenden Frauen in den Mittelpunkt des Interesses. 1947 gründeten österreichische Überlebende des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück eine Lagergemeinschaft, um einander zu helfen und (...)

Context XXI, Heft 6/2001

„Rückkehr nicht erwünscht“

November
2001

Dies ist der erste Teil einer Serie zu Aspekten der Geschichte und der gegenwärtigen Situation von Roma und Sinti in Österreich — geprägt durch Ermordung, Verfolgung, Vertreibung, Ausgrenzung und Marginalisierung. Gleichzeitig fand ihre Geschichte, aber auch ihre Sprache, Kultur, Kunst oder ihr (...)

Context XXI, Heft 2/2002
Wessen Sprache?

Die Überwindung der Sprachlosigkeit

Roma-Literatur und Sprache in Österreich
Mai
2002

Nach der Vernichtung des Großteils der österreichischen Roma durch den Nationalsozialismus dauerte es Jahrzehnte bis die verbliebenen, weitgehend traumatisierten Angehörigen der burgenländischen Roma wieder das Selbstbewusstsein hatten, nicht nur über ihre Verfolgungen zu sprechen, sondern auch (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

Gelebter Ethnozentrismus

Roma in der Slowakei
Juni
2004

Wenn bürgerlicher Nationalismus nicht ausreicht, um den neuen Mittelschichten ein neues Selbstbewusstsein zu schaffen, wird in den alltäglichen Identitätsdiskursen auf Ethnizität als quasi-natürliche Kategorie zurückgegriffen. Um sich selber als schon immer da gewesenes nationales Kollektiv zu (...)

Context XXI, Heft 4-5/2006

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen 1945 bis zur Gegenwart

März
2006

Was in Besuchern und Besucherinnen der Gedenkstätte den Eindruck relativer Authentizität hervorruft, hat mit dem Lager, das die KZ-Häftlinge kannten, nicht mehr allzu viel zu tun — die politische und biographische Perspektive verschiedener AkteurInnen, Sachzwänge und die allgemeine politische Lage (...)

Antiziganismus (französisch tsiganeZigeuner“ und -ismus) ist ein in Analogie zu „Antisemitismus“ gebildeter Fachbegriff, der eine spezielle Form des Rassismus beschreibt. Er bezeichnet die von Stereotypen, Abneigung und/oder Feindschaft geprägten Einstellungskomplexe gegenüber Roma, Sinti, Fahrenden, Jenischen und andere Personen und Gruppen, die von der Mehrheitsgesellschaft als „Zigeuner“ stigmatisiert werden sowie die durch diese Einstellungen bedingten oder mitbedingten Formen gesellschaftlicher und staatlicher Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung bis hin zu Vertreibung, Pogromen, Internierung, Zwangssterilisierung und staatlich organisiertem Völkermord (Porajmos).

Zielgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antiziganismus richtete und richtet sich in erster Linie gegen die in einem rassistischen und herabwürdigenden Sinn mit unterschiedlichen mehrheitsgesellschaftlichen Etiketten („Zigeuner“, „heidens“ usw.) belegten, ursprünglich aus Indien stammenden und seit dem Spätmittelalter nach Europa zugewanderten Roma.

Antiziganismus konnte und kann daneben auch die Angehörigen eines umfangreichen Spektrums sozial Deklassierter und Marginalisierter betreffen, weil ihre sozioökonomische Situation – historisch als „Fahrende“, heute vor allem als randständige Bewohner von Peripheriesiedlungen – der der „Zigeuner“ ähnelt und die mit diesem Begriff einhergehenden Stereotype auf sie anwendbar zu sein scheinen. Hierzu gehören die im mittel- und oberdeutschem Sprachgebiet mit ihrer Eigenbezeichnung als Jenische bekannten Gruppen, irische Pavee oder niederländische woonwagenbewoners. Wiewohl sie nach Sprache, Selbstbild und Kultur sowie nach ihrer Herkunft aus der europäischen Mehrheitsbevölkerung von Roma zu unterscheiden sind und ausweislich der verschiedenen regionalen mehrheitsgesellschaftlichen Bezeichnungen stets auch unterschieden wurden und werden, sind bei ihnen ebenfalls Ansätze für antiziganistische Ressentiments feststellbar.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Allianz gegen Antiziganismus schlägt folgende Arbeitsdefinition für den Antiziganismus vor:

„Antiziganismus ist ein historisch hergestellter stabiler Komplex eines gesellschaftlich etablierten Rassismus gegenüber sozialen Gruppen, die mit dem Stigma ‚Zigeuner’ oder anderen verwandten Bezeichnungen identifiziert werden. Er umfasst 1. eine homogenisierende und essentialisierende Wahrnehmung und Darstellung dieser Gruppen; 2. die Zuschreibung spezifischer Eigenschaften an diese; 3. vor diesem Hintergrund entstehende diskriminierende soziale Strukturen und gewalttätige Praxen, die herabsetzend und ausschließend wirken und strukturelle Ungleichheit reproduzieren.“

– Allianz gegen Antiziganismus[1]

Landläufige und wissenschaftliche Stereotype[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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gerade weil es sich um stigmatisierende Stereotype handelt, sollte hier eine streng belegte Liste aus der beachtlichen Sekundärliteratur stehen.

Antiziganismus ist geprägt von Stereotypen, die „Zigeunern“ negativ bewertete Eigenschaften Leichtsinn, Treulosigkeit, Furchtsamkeit, Rachsucht, Unverschämtheit, Neigung zu Bettelei und Diebstahl zuschreiben. Ambivalent oder positiv bewertete Eigenschaften wie magische und wahrsagerische Fähigkeiten, große Freiheitsliebe, starke erotische Ausstrahlung, besondere rhythmische und musikalische Fähigkeiten sowie manuelles und körperliches Geschick bei kriminellen oder bestimmten handwerklichen und schaustellerischen Tätigkeiten werden ebenfalls zugeschrieben. Antiziganistische Stereotype beinhalten in Hinsicht auf die Körperlichkeit von „Zigeunern“ physiognomische Merkmalszuschreibungen wie schwarzes Haar, schwarze „blitzende“ Augen, dunkle Hautfarbe und unregelmäßige Gesichtszüge. In Meyers Konversations-Lexikon (Ausgabe 1888) heißt es: „Was den Charakter der Zigeuner anlangt, so sind dieselben leichtsinnig, treulos, furchtsam, der Gewalt gegenüber kriechend, dabei rachsüchtig, im höchsten Grad cynisch und da, wo sie glauben es wagen zu können, anmaßend und unverschämt. Alle sind dem Betteln ergeben, gestohlen wird besonders von Weibern und Kindern“.[2]

In der deutschen rassetheoretischen und „kriminalbiologischen“ Forschung des Nationalsozialismus (Robert Ritter, Eva Justin, Adolf Würth)[3] wurden Auffassungen von der nicht ortsfesten Lebensweise der als „fremdrassig“ bezeichneten „Zigeuner“, ihres Sozial- und Wirtschaftsverhaltens und ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten anhand erbbiologischer Denkmuster um die Vorstellung erweitert, dass es sich bei Roma und ihren verschiedenen Untergruppen um eine auf einer möglicherweise steinzeitlichen Entwicklungsstufe von Wildbeuterkulturen zurückgebliebene Ethnie bzw. „Mischrasse“ handele. „Zigeuner“ hätten ihre erblich bedingten gesellschaftsschädlichen Anlagen im Lauf der Geschichte durch endogame Fortpflanzung perpetuiert oder durch sexuelle Kontakte zu marginalisierten Angehörigen der Mehrheitsbevölkerung, deren „minderwertigem Abschaum“ u. ä., zusätzlich gefestigt und verstärkt.[4] Jenische wurden von der NS-Forschung demgegenüber zwar nicht als „Fremdrassige“, aber ebenfalls als erbbiologisch minderwertiger und besonders gefährlicher „Menschenschlag“ betrachtet, der seine niederen Anlagen durch eine ständige Fortpflanzung in asozialen und kriminellen Milieus erworben oder gefestigt und durch Mischung mit „Zigeunern“ (Roma) auch an diese weitergegeben habe.[5]

Fortgeführt wurde diese Betrachtungsweise nach dem Ende des Nationalsozialismus bis hinein in die 1980er/90er Jahre von dem erbbiologisch und erbhygienisch orientierten Arzt und „Zigeunerberater“ deutscher Regierungen, Hermann Arnold. Als ein Außenseiter der „Bevölkerungswissenschaft“ führt in jüngerer Zeit Volkmar Weiss die antiziganistische Tradition fort, wenn er Sinti und Roma als eine „erbliche Unterschicht“ minderer „Bevölkerungsqualität“ zur Diskussion stellt, die durch eine im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung überdurchschnittliche Kriminalitätsrate bei unterdurchschnittlicher Intelligenz charakterisiert sei und sich zur Begrenzung des damit verbundenen gesellschaftlichen Konfliktpotenzials weniger für strukturell angelegte Förder- und Bildungsprogramme als für die bevölkerungssanitäre Maßnahme der Geburtenkontrolle empfehle.[6]

Geschichte des Antiziganismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übergriffe und Feindseligkeiten gegen „Zigeuner“ lassen sich seit dem ausgehenden Mittelalter nachweisen. Nach einer Zeit der staatlichen Duldung im 15. Jahrhundert wurden Sinti und Roma 1496 und 1498 durch Reichstagsabschiede für vogelfrei erklärt.

1539 wurden sie aus Paris vertrieben, 1563 erfolgte die Vertreibung aus England unter Androhung der Todesstrafe. Im 17. Jahrhundert genossen „Heiden“, wie das volkstümliche Synonym für „Zigeuner“ lautete, das sie fälschlich außerhalb der christlichen Gemeinschaft stellte, zumindest in Mittel- und Westeuropa eine gewisse Schonung. Viele Männer standen im Militärdienst, ihre Familien waren im Tross der Einheiten tätig. Als Inhaber meist spezialisierter militärischer Aufgaben bis hin zum Offizier verdienten sie vergleichsweise gut und standen unter dem Schutz der jeweiligen Landesherren. Antiziganistische Vorstellungen finden sich in dieser Zeit vor allem in den Schriften „gebildeter“ Verfasser, die in der Regel nicht in einem lebendigen Kontakt zu den Objekten ihrer Beschreibungen standen. Im 18. Jahrhundert änderten sich die Lebensverhältnisse und die gesellschaftliche Situation der „Zigeuner“ grundlegend. Mit der Aufstellung stehender Untertanenheere verloren sie die hergebrachte Existenzgrundlage. In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts kam es zu einer Phase verschärfter Verfolgung, nachdem inzwischen „Zigeuner“ wie alles „herrenlose Volk“ nirgendwo mehr aufenthaltsberechtigt und ökonomisch in eine Randstellung gekommen war.

Während „Zigeuner“ ebenso wie auch weite Teile der Mehrheitsbevölkerung im letzten Jahrhundertdrittel mehr und mehr verarmten und verelendeten, wurden sie von der entstehenden „Völkerkunde“ entdeckt, die die vorhandenen antiziganistischen Beschreibungen nunmehr ausbaute und systematisierte. Außerordentlich einflussreich war der Göttinger Historiker Heinrich Moritz Gottlieb Grellmann mit seiner Schrift Die Zigeuner. Ein historischer Versuch über die Lebensart und Verfassung, Sitten und Schicksale dieses Volkes (1783, 1787). Das Motiv des den Zigeunern oft zugeschriebenen Kindesraubs (mitunter auch Kaufs fremder Kinder) wurde seit dem 17. Jahrhundert vor allem in der Literatur (so z. B. von Cervantes oder Brentano) verwendet und damit ein Grundverdacht immer weitergegeben.

Bis ins 19. Jahrhundert war die europäische Bevölkerung weitgehend an ihr Dorf oder ihre Stadt ortsgebunden, z. B. aufgrund von Leibeigenschaft, von Grundbesitz, Bürgerrecht einer Stadt oder auch aufgrund gesetzlicher Regelungen. Gegenseitige soziale Kontrolle im Wohnumfeld, die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe und der „richtige“ Glauben waren in dieser Zeit wichtige Grundlagen des Zusammenlebens. Alle ortsungebundenen Bevölkerungsteile, wie fahrende Händler, Schausteller, Vagabunden etc. wurden damals generell als außerhalb der Gesellschaft stehend betrachtet und mehr oder weniger diskriminiert. Bei den „Zigeunern“ kamen fremde ethnische Herkunft, fremdes Aussehen, fremde Bräuche und Sitten, unterschiedlicher Glauben und weitgehender Entzug gegenüber sozialer Fremdkontrolle und oft Armut hinzu.

Bedingt durch das Ende der Leibeigenschaft in Rumänien migrierten nach 1864 viele dort lebende, bis dahin sesshafte Roma besonders aus den Untergruppen der Lovara und Kalderascha nach West- und Mitteleuropa. Das Auftreten „ausländischer Zigeuner“ führte im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu einer erneuten Konjunktur des Antiziganismus in Rechtsetzung und Medien:

„Was den Charakter der Z[igeuner]. anlangt, so sind dieselben leichtsinnig, treulos, furchtsam, der Gewalt gegenüber kriechend, dabei rachsüchtig, im höchsten Grad cynisch und da, wo sie glauben es wagen zu können, anmaßend und unverschämt. Alle sind dem Betteln ergeben, gestohlen wird besonders von Weibern und Kindern; offener Straßenraub ist fast ohne Beispiel […]“[7]

Ebendiese Sichtweise fand auch in der Literatur Widerhall, wie beispielsweise die 1901 erschienene Erzählung Die Spitzin von Marie von Ebner-Eschenbach.[8]

In Deutschland wurden Verordnungen und Erlasse angeordnet, um dem Umherreisen der „Zigeuner“ Herr zu werden.[9] Die Anweisung zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens von 1906 umfasste ein Verbot des „Reisens in Horden“, wodurch die Familien und Gemeinschaften der Roma vor existenzielle Schwierigkeiten gestellt wurden.[10]

Im Ersten Weltkrieg kämpften Roma auf beiden Seiten. Roma, die erfasst und kriegsuntauglich waren, wurden zu öffentlichen Arbeiten zwangsverpflichtet. Löhne wurden nur in Naturalien ausbezahlt, wobei die Entlohnung niedriger war als die der übrigen Bevölkerung. Aus Furcht vor Spionage wurde die Migration fahrender Gruppen durch verschärfte polizeiliche Maßnahmen und durch Beschlagnahmungen von Pferden und Wagen unterbunden, ihnen dadurch vielfach auch die Lebensgrundlage entzogen.

Zwischen den Weltkriegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roma wurden erfasst und registriert: durch Personenzählungen, Anlegen von Fotokarteien und das Nummerieren von Häusern. Schon 1922 erging ein Erlass der Burgenländischen Landesregierung (Österreich), dass alle Roma in ihren Heimatgemeinden festzuhalten seien und die Zuwanderung von neuen Gruppen zu verhindern sei. 1925 wurden alle Roma fotografiert.

1936 wurde in Wien die Internationale Zentralstelle zur Bekämpfung der so titulierten Zigeunerplage geschaffen: Ihre erste Aufgabe war, Roma datenmäßig zu erfassen. Im Burgenland wurden bereits Vorarbeiten geleistet: Vor 1938 waren bereits 8000 Roma über 14 Jahren mit Fingerabdrücken in der „Zigeunerkartothek“ erfasst. Die Grundlage für die systematische Verfolgung und Vernichtung in der NS-Zeit war somit schon gegeben.

In den mitteleuropäischen Staaten versuchte man seit dem 19. Jahrhundert, durch Einreiseverbote und Ausweisungen ausländische Reisende fernzuhalten. So wurden in der Schweizer Bundesverfassung von 1848 Rechtsvorschriften verankert, mit denen der migrierende Bevölkerungsteil domiziliert und die Entstehung neuer „Heimatlosigkeit“ verhindert werden sollten. Dem folgte das Bundesgesetz vom 3. Dezember 1850 „betreffend die Heimatlosigkeit“. Es verpflichtete die Kantone und damit die Unterbehörden bei angenommenen oder tatsächlichen biografischen Bindungen an einen Ort zur Aufnahme. Auf eine Initiative des Schweizer Bundesrates Giuseppe Motta hin wurde 1926 das Hilfswerk Kinder der Landstrasse der Pro Juventute gegründet, unter dessen Ägide in den folgenden Jahrzehnten ungefähr 600 Kinder von Fahrenden ihren Eltern fortgenommen, in Pflegefamilien, Erziehungsheime und psychiatrische Anstalten untergebracht und in einigen Fällen auch zwangssterilisiert wurden.[11] Erst 1973 wurde das „Hilfswerk“ auf großen öffentlichen Druck hin geschlossen.

Auch das faschistische Italien diskriminierte Roma und Sinti ab 1926 systematisch mittels entsprechender Dekrete, die sich mit der Internierung von sogenannten „zingari“ in Konzentrationslagern ab 1938 zur radikalen Verfolgung und völligen Entrechtung steigerten.[12]

Das bayerische Zigeuner- und Arbeitsscheuengesetz von 1926 sah unter anderem die Einweisung in Zwangsarbeitslager vor.[9] In Frankfurt a. M. war von 1929 bis 1935 das so genannte „Konzentrationslager an der Friedberger Landstraße“ in Betrieb. Zum Zweck der Überführung von Sinti und Roma dorthin wurde Druck, aber kein Zwang ausgeübt. Zwei Jahre nach der Schließung dieses Lagers folgte an anderer Stelle in Frankfurt die Errichtung eines Zwangslagers.[13] (Zu Einzelheiten siehe: Porajmos#Vorgeschichte im Antiziganismus.)

Nationalsozialismus und Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nationalsozialistische Politik ging mit ihrer sowohl ethnisch-rassistisch als auch sozialhygienisch-rassistisch motivierten Verfolgung weit über die bis dahin übliche Kriminalisierung der „Zigeuner“ hinaus. Zunächst wurden die antiziganistischen Maßnahmen, die auf lokaler Ebene schon während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik durchgeführt worden waren, systematisiert. Es entstanden auf Betreiben lokaler Behörden Sammellager für Roma und Sinti, so etwa auf dem Heinefeld in Unterrath, einem Stadtteil von Düsseldorf, in Frankfurt (Main) oder in Berlin-Marzahn. Bei den Verfolgungsmaßnahmen bis etwa 1938 überwogen zunächst das Interesse und die Aktivität lokaler und regionaler Instanzen.

Nach dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses („Sterilisationsgesetz“, 1933) wurden Sterilisierungen durchgeführt, nach dem Blutschutzgesetz (eins der zwei Nürnberger Gesetze, 1935) wurden Eheverbote ausgesprochen.

Robert Ritter und Eva Justin von der „Rassenbiologischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes“ nehmen einem Mann Blut ab, April 1938

In der von Robert Ritter geleiteten Rassenhygienischen und kriminalbiologischen Forschungsstelle wurden seit 1937 die in Deutschland lebenden Roma und Sinti nach ihren Genealogien erfasst und ihre körperlichen Eigenschaften vermessen. Die RHF entwickelte ein Kategoriensystem, nach dem nach „Blutanteilen“ zwischen „fremdrassigen“ „Zigeunern“ und „Zigeunermischlingen“ einerseits und „Nichtzigeunern“ aus der deutschen Mehrheitsbevölkerung und ihnen gleichgestellten als „deutschblütig“ geltenden „Mischlingen“ andererseits unterschieden wurde. Sinti und andere Roma wurden hierbei nur zum kleineren Teil als „stammechte“ Zigeuner, in der ganz überwiegenden Mehrzahl hingegen als „Zigeunermischlinge“ eingestuft. „Nach Zigeunerart umherziehende Landfahrer“ wurden dagegen grundsätzlich als „deutschblütige Nichtzigeuner“ betrachtet, sofern eine genealogische Erfassung höchstens ein Großelternteil mit hälftiger Roma-Herkunft ergab. Während aber die im „Altreich“ lebenden Sinti und Roma von der RHF genealogisch und gutachtlich in einem „Zigeunersippenarchiv“ in etwa vollständig erfasst wurden, kam der Aufbau eines dementsprechenden „Landfahrersippenarchivs“ über einen Ansatz nicht hinaus. In welchem Maße Menschen mit nach Meinung der Erfassungsinstanzen „zigeunerischer“ Teilabstammung entgegen ihrem Selbstverständnis als „Zigeunermischlinge“ und also als „Zigeuner“ eingestuft wurden, ist eine von der Forschung kaum auch nur angesprochene und vorläufig nicht zu beantwortende Frage.

Federführend beteiligt am ideologischen Hintergrund der Verfolgung war der burgenländische Gauleiter und Landeshauptmann bzw. spätere steirische Vizegauleiter Tobias Portschy (Die Zigeunerfrage. 1938).

Die wissenschaftlich begründete Neuausrichtung der Zigeunerbekämpfung mündete am 8. Dezember 1938 in den auch als „Grunderlaß“ bezeichneten Erlass Himmlers „betr. Bekämpfung der Zigeunerplage“, der eine „Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen dieser Rasse heraus“ vorsah. In der Folge richteten sich die am weitesten gehenden Formen der Verfolgung bis hin zur Massentötung in den Vernichtungslagern gegen die als „fremdrassig“ klassifizierten Subgruppen der Roma.

Auch „nach Zigeunerart umherziehende Landfahrer“ wurden zwar wie andere als „asozialer Abschaum“ Kategorisierte (Unterstützungsempfänger, „Bummelanten“, „Arbeitsscheue“ – die Gruppen der „Asozialen“ überschnitten sich) diskriminiert. Ihnen wurden Wandergewerbescheine und Unterstützungsleistungen verweigert. Sie wurden noch im Frühjahr und im Sommer 1938 wie Juden, Sinti und Roma Objekte der Razzien nach „Arbeitsscheuen“ und als solche in Konzentrationslagern (Neuengamme, Buchenwald, Dachau u. a.) interniert, die manche von ihnen nicht überlebten. Andere wurden Opfer von Zwangssterilisationen. Der „Festschreibungserlaß“ von 1939, der „Zigeunern“ und „Zigeunermischlingen“ das Verlassen des Aufenthaltsorts bei Strafe der KZ-Einweisung verbot und die Voraussetzung für die folgenden Gruppen-Deportationen bildete, nahm sie aber bereits ausdrücklich aus. Weder waren sie 1940 in die Deportation „in geschlossenen Sippen“ ins Generalgouvernement miteinbezogen, die der größte Teil der Deportierten nicht überlebte, noch 1941 in die Deportation burgenländischer Roma ins Ghetto Litzmannstadt ('Łódź') noch in die ab Februar 1943 beginnenden reichsweit planmäßig und flächendeckend organisierten „familienweisen“ Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Spätestens seit dem Beginn der 1940er Jahre waren Sinti und Roma daneben wichtige soziale Rechte und gleichauf mit der jüdischen Minderheit die Rechte am Arbeitsplatz genommen, ihnen eine Sondersteuer auferlegt und ihre Kinder ausgeschult worden.

Deportation von südwestdeutschen Sinti in Asperg, Mai 1940

Die wissenschaftliche Forschung war eng mit polizeilichen Zielsetzungen verbunden. Die nationalsozialistische Zigeunerpolitik eskalierte in der Massentötung der Sinti und Roma, soweit sie innerhalb der Grenzen des Deutschen Reichs lebten, im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und von Roma außerhalb des Deutschen Reiches vor allem durch die sogenannten Einsatzgruppen im okkupierten Osteuropa. Im „Zigeunerfamilienlager“ in Birkenau, aber auch in anderen Lagern wie Natzweiler (Elsass) wurden Roma und Sinti Opfer von medizinischen Menschenversuchen, wie sie unter anderem von Josef Mengele geleitet wurden. Mit der Deportation in die Vernichtung verfiel das Eigentum der Sinti und Roma, so wie es schon im Fall der jüdischen Minderheit praktiziert worden war, dem Staat, der es der „deutschen Volksgemeinschaft“ in Gestalt seiner Bürger und sozialpolitischer Einrichtungen wie der NSV übergab oder es, vor allem Immobilien, von den Finanzämtern zum Nutzen der Mehrheitsbevölkerung verwalten ließ.

Wie viele Sinti und Roma sowie von deren Verfolgung mitbetroffene Menschen insgesamt durch die Zigeunerpolitik der NS-Diktatur umkamen, ist nicht bekannt, da über die Zahl der in der Sowjetunion, in Polen und Südosteuropa Ermordeten keine gesicherten Angaben vorliegen. Alleine in Auschwitz-Birkenau wurden jedoch etwa 15.000 Menschen als „Zigeuner“ oder „Zigeunermischlinge“ umgebracht. Die Ermordungsquote unter den Roma-Gruppen in Tschechien sowie bei der größten österreichischen Gruppe der Burgenland-Roma lag bei rund 90 Prozent.

1946 erfolgte die Restauration der Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens als „Landfahrerstelle“ im bayerischen Landeskriminalamt. Die Landfahrerstelle wurde 1970 wegen Grundgesetzwidrigkeit aufgelöst.

Der Bundesgerichtshof lehnte es 1956 ab, einem „Zigeunermischling“ Entschädigung für seine Zwangsumsiedlung im Jahre 1940 zu zahlen. Die von den Nationalsozialisten betriebene Ausgrenzungs- und Umsiedlungspolitik der „Zigeuner“ sei nicht „rassisch“ motiviert gewesen, sondern eine damals „übliche polizeiliche Präventivmaßnahme“ zur „Bekämpfung der Zigeunerplage“. 2015 distanzierten sich Richter des BGH von der Urteilspraxis ihrer Vorgänger, von denen viele bereits vor 1945 als Richter aktiv gewesen waren.[14]

Politische und moralische Anerkennung des Völkermords[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. März 1982 empfing der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und erkannte die nationalsozialistischen Verbrechen an den europäischen Roma als Völkermord an. Diese Anerkennung wiederholte Bundeskanzler Helmut Kohl am 7. November 1985 im Rahmen einer Bundestagsdebatte. 1992 beschloss der Bundestag die Errichtung eines zentralen Mahnmals. Nachdem sich die Organisationen der Sinti und Roma über Jahre hinweg nicht auf einen gemeinsamen Widmungstext einigen konnten, bekräftigte der Bundesrat am 20. Dezember 2007 mit einem Beschluss den politischen Willen zu einem „Denkmal für die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma Europas“. Er anerkannte in diesem Beschluss ausdrücklich „die politische und moralische Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland für ein würdiges Gedenken an diese Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen“ und erklärte, mit dem Widmungstext den Anliegen Opferverbände „in größtmöglicher Weise“ Rechnung tragen zu wollen.[15] Inzwischen wurde ein Widmungstext von Historikern des Instituts für Zeitgeschichte in München und des NS-Dokumentationszentrums in Köln erarbeitet, formuliert und von den politischen Organen beschlossen. Am 19. Dezember 2008 fand in Berlin in einer öffentlichen feierlichen Handlung der symbolische Baubeginn des Denkmals statt.

Aktuelle Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Roma-Demonstrantin mit T-Shirt-Aufdruck rumänisch Ţigancă împuţită („Dreckige Zigeunerin“) in Bukarest (2007)
Der bulgarische Premierminister Borissow nannte die Roma „schlechtes Menschenmaterial[16][17][18][19]

Nach dem Ende des Nationalsozialismus bleiben die europäischen Sinti und Roma diskriminiert. Offene Verfolgung ist inzwischen zwar selten geworden, in allen Ländern Europas ist jedoch eine stille Diskriminierung gegenwärtig.[20] Bei einer Befragung eines repräsentativen Querschnitts der Bürger in allen 28 Staaten der Europäischen Union im Frühjahr 2008 durch die EU zum Thema „Diskriminierung“ wurde die Frage gestellt, wie wohl auf einer Skala von 1 bis 10 sich die Befragten fühlten, wenn sie daran dächten, bestimmte Nachbarn zu haben. Mit weitem Abstand am unwohlsten fühlten sich nach eigenen Angaben die Europäer bei dem Gedanken, sie hätten Sinti und Roma als Nachbarn (Durchschnittswert: 6,0; zum Vergleich: der Durchschnittswert für behinderte Menschen liegt bei 9,1).[21]

Der teilweise neu entfachte Nationalismus wendet sich in vielen Fällen gegen sie. Auch in den westeuropäischen Ländern haben Sinti und Roma sowie vergleichbare Minderheiten aus der Mehrheitsbevölkerung (Pavee, Woonwagenbewoners, Forains, Jenische u. a.) bis heute unter Diskriminierung und Vorurteilen zu leiden. Sozialabbau und Deregulierungsmaßnahmen treffen sie besonders hart. Die schulische Bildung der Sinti und Roma ist oft mangelhaft. Die traditionellen Berufe der Sinti und Roma werden nicht mehr gebraucht. Manche Roma sind noch heute Staatenlose und erleiden daher rechtliche Nachteile. Das EU-Parlament weist in der Entschließung zur Lage der Roma in Europa „auf die weite Verbreitung der Zigeunerfeindlichkeit und ihre diskriminierenden Auswirkungen auf die Chancen im Bereich Beschäftigung, Bildung und soziale Dienste für die am meisten benachteiligte ethnische Minderheitengruppe in der Europäischen Union“ hin. Praktikable Lösungen des Problems bietet allerdings auch das Parlament nicht an.

In vielen Ländern Ostmitteleuropas, Osteuropas und Südosteuropas, insbesondere in der Tschechischen Republik, Serbien, Slowenien, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Albanien und Mazedonien, stehen Roma am Rande der Gesellschaft und leben vielfach in eigenen Siedlungen oder Ghettos, die oft im Zuge erzwungener Sesshaftmachung in minderer Qualität und mit schlechter Infrastruktur errichtet wurden. Václav Miko, ein Roma-Aktivist aus Tschechien, vergleicht die Situation mit der Apartheid 1948–1990 in Südafrika (Zutrittverbote für Roma in öffentliche Räume, automatische Unterbringung von Romakindern in Spezialschulen usw.).[22]

Die schweigende Mehrheit glaubt eher negativen Vorurteilen und Schlagzeilen der Boulevardpresse. Daher sind Roma in diesen Ländern massiver Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Während des Jugoslawienkrieges gerieten Roma 1991 zwischen die Fronten; die beteiligten Parteien rekrutierten unter Gewaltanwendung in den Roma-Dörfern Soldaten. Diese und weitere kriegerische Gewalt löste Roma-Flüchtlingswellen nach Westeuropa aus.

Da die Slowakei und Ungarn seit Mai 2004 sowie Bulgarien und Rumänien seit Anfang 2007 Mitglieder der Europäischen Union sind, gewinnt das Thema Minderheitenschutz eine größere Bedeutung. Bedingung und Kriterium für die Aufnahme in die Staatengemeinschaft ist die Respektierung der Minderheiten. Bei einer Umfrage in England gaben im Jahr 1993 zwei Drittel der englischen Bürger an, eine Nachbarschaft von „gypsies“ abzulehnen.

Der Fortschrittsbericht Türkei vom 9. November 2005 der Europäischen Kommission berichtet, dass Roma in der Türkei noch immer Probleme haben, adäquaten Wohnraum, Ausbildung, Gesundheitsversorgung und Arbeit zu finden. In den letzten zwei Jahren entstanden romageführte Menschenrechtsorganisationen in fünf türkischen Städten. In Zusammenarbeit mit diesen Organisationen hat die Istanbuler Bilgi Universität damit begonnen, die türkische Roma-Bevölkerung zu lokalisieren und ihre exakte Anzahl zu bestimmen, um ein klareres Bild ihrer Probleme zu erhalten. Die Gesetzgebung verbietet Roma die Einwanderung in die Türkei.

In Deutschland löste eine von Martin Walser editierte Tatortfolge („Armer Nanosh“ von 1989) wegen antiziganistischer Inhalte, unter anderem wegen der verwendeten Bezeichnung „das Volk der roten Unterröcke“ und diverser klischeehafter Darstellungen, einen Eklat aus und wurde vom Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland scharf verurteilt.

Laut einer Studie der Universität Leipzig stimmen im Jahr 2014 über fünfzig Prozent der Deutschen antiziganistischen Aussagen – wie „Ich hätte Probleme damit, wenn sich Sinti und Roma in meiner Gegend aufhalten.“ – zu.[23]

Die Deutsche Bischofskonferenz der römisch-katholischen Kirche verwendet seit 2010 keine antiziganistischen Organisationsbezeichnungen mehr.[24] Hingegen bezeichnete die rechtsgerichtete Katholische Pfadfinderschaft Europas den Ethnophaulismus Zigeuner 2018 als „angeblich diskriminierend“.[25][26] Das ihr nahe stehende Engelwerk schreibt unter anderem „Zigeunern“ zu, für Dämonen besonders empfänglich zu sein.[27][28][29]

An der Universität Heidelberg besteht seit 2017 eine neu geschaffene Forschungsstelle Antiziganismus, die von dem Zeithistoriker Edgar Wolfrum geleitet und vom Land Baden-Württemberg mit jährlich 220.000 Euro finanziert wird.[30]

Auf die Situation der Roma, insbesondere deren Diskriminierung und Verfolgung, soll der Internationale Tag der Roma aufmerksam machen, der seit 1990 alljährlich am 8. April stattfindet.

Beispiele für antiziganistische Ausschreitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antiziganistische Demonstration in Sofia, 2011

Zahlreich lassen sich aus den aktuellen Tagesmedien Beispiele antiziganistisch motivierter Übergriffe zitieren. Einige wenige Beispiele der letzten Jahre:

  • Im Oktober 2006 wurde eine Roma-Familie in dem slowenischen Dorf Ambrus durch eine „Bürgerwehr“ attackiert und vertrieben.[31]
  • Nach dem Mord an einer italienischen Frau durch einen aus Rumänien zugewanderten Roma Ende Oktober 2007 gerieten in Italien vor allem rumänische Roma unter Generalverdacht. Die italienische Regierung kündigte Massenabschiebungen auch wegen geringfügiger Delikte an.[32]
  • In Ungarn fanden allein im November 2008 mindestens 16 antiziganistische Übergriffe statt.[33]
  • In Neapel löste im Mai 2008 das Gerücht, eine Romni habe ein Kleinkind stehlen wollen (Kinderdiebstahl: ein altes antiziganistisches Klischee[34]), Ausschreitungen aus, bei denen ein Roma-Lager komplett niedergebrannt wurde.[35]
  • In Tschechien und dabei besonders in Nordböhmen fanden und finden gegenwärtig neonazistische Märsche und Pogrome gegen Roma statt. Höhepunkte waren Serien von Demonstrationen 2011 und 2013 unter Führung der rechtsextremen Partei DSSS und der autonome Nationalisten. Besonders auffällig war dabei der Schluckenauer Zipfel, in dem der Hochstapler Lukáš Kohout als Organisator von Demonstrationen aktiv war. Im Jahr 2011 schlossen sich den Neonazidemonstrationen größere Zahlen von Bürgern an und bildeten teilweise gewalttätige Gruppen, die mit Märschen durch Romaviertel pogromartige Situationen herbeiführten.[36] Im Jahr 2013 versuchte die DSSS in den Monaten vor der Parlamentswahl mit einer mehrere Monate andauernden Serie an Anti-Roma-Demonstrationen Wählerinnen zu gewinnen. Der damalige Innenminister Martin Pecina schätzte die Situation als „sehr ernst“ ein.[37] Roma in Tschechien sind jedoch nicht nur von neonazistischer Gewalt bedroht oder gar betroffen, sondern werden auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt diskriminiert. Eine große Anzahl an Arbeitgebern stellt trotz passender Qualifikation keine Roma ein. Roma werden oft in verfallene Altbauviertel oder Plattenbausiedlungen segregiert und zahlen dort überteuerte Preise, teilweise sogar für stark baufällige Wohnungen.[38][39] Die Segregation reicht bis zu ordnungspolitischen Maßnahmen wie in den nordböhmischen Orten Rotava und Litvinov, wo ein Sitz- und Stehverbot erlassen wurde, das ganz offen auf Roma abzielte.[40] Auch im Bildungssystem sind Roma in Tschechien benachteiligt. Etwa 50 % der Romakinder werden unabhängig von ihrer tatsächlichen Intelligenz in Sonderschulen eingewiesen. Diese Praxis verurteilte der europäische Gerichtshof für Menschenrechte 2007 als diskriminierend. Der Begriff „Nichtanpassungsfähige“ wird als Codewort verwendet, um Roma auszugrenzen. Es taucht sowohl in Anzeigen zur Wohnungsvermietung auf als auch in neonazistischen Verlautbarungen.[41]
  • Im Jahr 2011 formierte sich in Ungarn unter dem Namen Verderö ‚Wehrkraft‘, eine illegale „Bürgerwehr“ mit dem erklärten Ziel, die Minderheit der Roma aus Ungarn zu vertreiben.[42][43]
  • Ebenfalls 2011 kam es zu Ausschreitungen gegen Roma in verschiedenen Städten Bulgariens.[44]

Kontroversen der Antiziganismus-Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnungsproblematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Begriffsbildung „Antiziganismus“ ist umstritten. Eine Kritik bezieht sich darauf, dass er einen „Ziganismus“ impliziere, den es nicht gebe und der dem Selbstverständnis vieler Sinti und Roma als deutsche nationale Minderheit bzw. als europäische Minderheit widerspreche. Eine andere Kritik sieht in der Verwendung des Begriffs die Festlegung auf einen Opferstatus.[45] Die Autoren Lorenz Aggermann, Eduard Freudmann und Can Gülcü schlugen 2008 vor, statt des Begriffs Antiziganismus den Begriff Antiromaismus zu verwenden, „da es widersinnig erscheint, bei einem Wort, das die Diskriminierung von Roma beschreibt, auf einen Begriff zurückzugreifen, welcher sich von der diskriminierenden Bezeichnung ,Zigeuner‘ ableitet“.[46]

Obwohl auch der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma das Ethnonym Zigeuner zurückweist, da es eine lange Geschichte als abwertende Bezeichnung habe und nationalsozialistisch „verschmutzt“ sei, spricht er nicht anders als andere gewichtige Selbstorganisationen der Roma von „Antiziganismus“ und parallelisiert somit „Antisemitismus“ und damit die jüdische Verfolgungsgeschichte. In Tschechien hat der Roma-Schriftsteller und Aktivist Václav Miko den Begriff in seinem Buch von 2009 eingeführt und geprägt.[22]

Vergleichbarkeit von Zigeunerverfolgung und Judenverfolgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelegentlich wurde – so von dem deutsch-amerikanisch-jüdischen Politikwissenschaftler Guenter Lewy – die Gleichsetzung von Zigeunerverfolgung und Judenverfolgung bestritten. Ursprünglich spielte diese Frage auch in der Diskussion zum Widmungstext für ein nationales Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eine Rolle.

Später verlagerte sich die Diskussion auf die Frage der Verwendung des Terminus „Zigeuner“ im Mahnmaltext.

Sowohl in der Verweigerung der Gleichstellung als auch in der Verwendung des Fremdbegriffs sieht der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma einen Ausdruck von mehrheitsgesellschaftlichem Antiziganismus.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grundlagenpapier Antiziganismus, S. 5
  2. Zigeuner. In: peterhug.ch, abgerufen am 23. Juli 2017 (Quelle: Meyers Konversations-Lexikon. 1888).
  3. Benoît Massin: Anthropologie und Humangenetik im Nationalsozialismus oder: Wie schreiben deutsche Wissenschaftler ihre eigene Wissenschaftsgeschichte? In: Heidrun Kaupen-Haas, Christian Saller (Hrsg.): Wissenschaftlicher Rassismus: Analysen einer Kontinuität in den Human- und Naturwissenschaften. Campus-Verlag, Frankfurt a. M. 1999, ISBN 3-593-36228-7, S. 12–64.
  4. Carsten Klingemann: Bevölkerungssoziologie im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik. In: Rainer Mackensen (Hrsg.): Bevölkerungslehre und Bevölkerungspolitik im „Dritten Reich“. Leske und Budrich / Deutsche Gesellschaft für Demographie, Opladen 2004, S. 183–206, S. 195, Anm. 12.
  5. Zur Auffassung der Jenischen in der NS-Forschung siehe Andrew Rocco Merlino D’Arcangelis: Die Verfolgung der sozio-linguistischen Gruppe, der Jenischen (auch als die deutschen Landfahrer bekannt) im NS-Staat 1934–1944. Diss. Hamburger Universitaet für Wirtschaft und Politik, 2004, Teil II, S. 229 ff., urn:nbn:de:gbv:18-22474 (PDF; 10,1 MB).
  6. Volkmar Weiß: Die IQ-Falle: Intelligenz, Sozialstruktur und Politik. Leopold Stocker Verlag, Graz 2000, ISBN 3-7020-0882-9, S. 195–202 („Die Zigeuner – eine neue erbliche Unterschicht?“), S. 202–207 („Die Anhäufung von sozialem Zündstoff“), vgl. auch ders.: Bevölkerungspolitik als Grundlage von Staat und Volk. In: Die neue Achse. 20 (2004), S. 11–29.
  7. Zigeuner. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 16, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 903–904.
  8. Marie von Ebner-Eschenbach: Die Spitzin im Projekt Gutenberg-DE
  9. a b Torben Fischer, Matthias N. Lorenz: Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland: Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. transcript Verlag, 2007, ISBN 978-3-89942-773-8, S. 313.
  10. Jane Schuch: Über einen ausstehenden Dialog: Sinti und Roma in Deutschland. In: Leah Carola Czollek, Gudrun Perko (Hrsg.): Verständigung in finsteren Zeiten – Interkulturelle Dialoge statt ,Clash of Civilizations‘. Papy Rossa Verlag, Köln 2003, S. 93–110. Zitiert nach Leone Schock, S. 27.
  11. Walter Leimgruber, Thomas Meier, Roger Sablonier: Das Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse: Historische Studie aufgrund der Akten der Stiftung Pro Juventute im Schweizerischen Bundesarchiv (= Bundesarchiv: Dossier 9). Bern 1998, ISBN 3-908439-00-0, online. In: landesgeschichte.ch. BLG Beratungsstelle für Landesgeschichte – Projekte, abgerufen am 27. Juli 2017.
  12. Paola Trevisan: Le ricerche sull’internamento dei Sinti e dei Rom in Italia durante il regime fascista. In: Hannes Obermair, Sabrina Michielli (Hrsg.): Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts im Vergleich – Culture della memoria del Novecento a confronto. Bozen 2014, ISBN 978-88-907060-9-7, S. 189–205.
  13. Das Konzentrationslager an der Friedberger Landstraße 1929-1935. In: ffmhist.de. Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main, abgerufen am 23. Juli 2017.
  14. sms/dpa: „Zigeuner“-Urteil: BGH-Präsidentin schämt sich für Richter aus den Fünfzigern. In: Der Spiegel. 12. März 2015, abgerufen am 27. Juli 2017.
  15. Bundesrat: Drucksache 905/07 (Beschluss), 20. Dezember 2007 (Memento vom 8. November 2011 im Internet Archive). In: bundesrat.de, abgerufen am 24. Juli 2017 (PDF; 132 kB).
  16. Изказване на Бойко Борисов в Чикаго – емигрантска версия. In: ndt1.com. 5. Februar 2009, abgerufen am 27. Juli 2017 (Chicago press conference transcription in Bulgarian).
  17. Chicago audio record. Archiviert vom Original am 18. Januar 2010. In: segabg.com, abgerufen am 23. Juli 2017.
  18. Mayor of Sofia brands Roma, Turks and retirees ‚bad human material‘. In: telegraph.co.uk, 6. Februar 2009, abgerufen am 27. Juli 2017.
  19. Sofia Mayor to Bulgarian Expats: We Are Left with Bad Human Material Back Home. In: novinite.com. 5. Februar 2009, abgerufen am 27. Juli 2017.
  20. Vgl. für Tschechien und Ungarn den HRW-Report für Tschechien, Czech Republic. Roma in the Czech Republic. Foreigners in Their Own Land. Bd. 8, Nr. 11 (D), Juni 1996, online in: hrw.org, abgerufen am 23. Juli 2017, und für Ungarn, Rights denied. The Roma of Hungary. Helsinki, Juli 1996, ISBN 1-56432-168-1, online in: hrw.org. abgerufen am 23. Juli 2017.
  21. Europäische Kommission (Hrsg.): Diskriminierung in der Europäischen Union: Wahrnehmungen, Erfahrungen und Haltungen. Befragung: Februar–März 2008. Bericht (= Eurobarometer spezial. 296). Juli 2008, S. 12 und 45 ff. (PDF; 2,6 MB). In: ec.europa.eu, abgerufen am 27. Juli 2017.
  22. a b Václav Miko: Anticikanismus v Čechách [Antiziganismus in Böhmen]. Nová Forma, České Budějovice 2009, ISBN 978-80-87313-02-2; siehe auch die Online-Rezension des Buches von Karolína Ryvolová in iliteratura.cz vom 25. Mai 2009, aufgerufen am 4. September 2009 (tschechisch).
  23. Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler: Die stabilisierte Mitte. Rechtsextreme Einstellung in Deutschland 2014 (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive). In: uni-leipzig.de, abgerufen am 25. Juli 2017 (PDF; 776 kB), S. 51.
  24. D: Neuer Name für „Zigeunerseelsorge“. In: oecumene.radiovaticana.org. Radio Vatikan, 11. Mai 2010, archiviert vom Original am 3. Dezember 2012; abgerufen am 21. April 2018.
  25. Guido Becker: Ein „fahrender Geselle“ der Gottesmutter. In: Pfadfinder Mariens. 1. Tertial 2018, S. 8.
  26. Andrea Röpke: Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene. Christoph Links Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-615-4, S. 205, urn:nbn:de:101:1-201201188669 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  27. Barbara Hans, Christian Wiesel: Christlicher Fundamentalismus – Kirche der Extreme. In: Spiegel online. 5. Februar 2009.
  28. Petra Bleisch: Engelwerk. Evangelische Informationsstelle: Kirchen – Sekten – Religionen, 1998. In: relinfo.ch, abgerufen am 21. April 2018.
  29. John Schneider: Sex-Streit von Auerbach: Wird er unterschätzt? In: Abendzeitung. 9. November 2001.
  30. Erste Forschungsstelle Antiziganismus gegründet. Deutschlandfunkkultur.de, 28. Juli 2017, abgerufen am 28. Juli 2017.
  31. (fhe): Heftige Kritik an Roma-Vertreibung in Slowenien (Memento vom 15. September 2007 im Internet Archive). In: wieninternational.at. 22. November 2006, abgerufen am 27. Juli 2017.
  32. Michael Braun: Fremdenhass in Italien. Staatsfeind Handtaschendieb. In: WOZ. 45/2007, 8. November 2007 („Der Römer Bürgermeister Walter Veltroni ruft den «Rumänennotstand» aus. Das Land scheint nur noch ein Problem zu kennen.“).
  33. Atrocities against Gypsies (Memento vom 28. April 2009 im Internet Archive). In: esbalogh.typepad.com. 20. November 2008, abgerufen am 27. Juli 2017.
  34. Wolfram Schäfer: Wider den Vorwurf des Kinderraubes. In: Udo Engbring-Romang, Wilhelm Solms (Hrsg.): „Diebstahl im Blick“? Zur Kriminalisierung der „Zigeuner“ (= Beiträge zur Antiziganismusforschung. Bd. 3). I-Verb.de, Seeheim 2005, ISBN 3-9808800-6-0, S. 141–179. Wilhelm Solms: Die literarischen Quellen des Kinderraubvorwurfs. Ebenda, S. 180–195.
  35. Luisa Brandl: Italien: Flammende Wut gegen Immigranten. In: stern.de. o. D., abgerufen am 26. Juli 2017; Michael Braun: Behörden verteidigen Pogrome: Großeinsatz gegen Ausländer in Italien. In: taz. 15. Mai 2008, abgerufen am 26. Juli 2017.
  36. Lara Schultz, Robert Andreasch: Hass gegen Roma. Schulterschluss zwischen Bevölkerung und extremer Rechter in Tschechien. In: analyse & kritik. Nr. 565, 21. Oktober 2011; online in: akweb.de, abgerufen am 26. Juli 2017.
  37. Stefan Heinlein: Nur ein Funke fehlt zur Gewalt. Romafeindlichkeit in Tschechien wächst (Memento vom 20. September 2013 im Internet Archive). In: Tagesschau. 17. September 2013, abgerufen am 26. Juli 2017.
  38. Christian Rühmkorf: Das Geschäft mit der Roma-Armut. In: Zeit online. 12. Dezember 2013, abgerufen am 26. Juli 2017.
  39. Jana Wagner, Jan Tuczek: Wohnraum für alle. Roma wehren sich erfolgreich gegen rassistische Wohnungspolitik in Tschechien. In: analyse & kritik. Nr. 581, 15. März 2013; online in: akweb.de, abgerufen am 26. Juli 2017.
  40. Karin Koller: Tschechien: Mit Stehverbot gegen Roma. „Politisch korrekte“ Vorgangsweise. In: Mittwochsjournal. ORF, 18. November 2011, abgerufen am 26. Juli 2017.
  41. Sascha Mostyn: Roma in Tschechien. „Betet, dass sie sich nicht vermehren“. In: die tageszeitung. 26. September 2011, abgerufen am 26. Juli 2017.
  42. Susanne Glass: Rechtsextremismus in Ungarn. Illegale Bürgerwehren wollen Roma vertreiben (Memento vom 1. Juni 2011 im Internet Archive). In: tagesschau.de. 29. Mai 2011, abgerufen am 30. Mai 2011.
  43. Björn Hengst: Rechtsextremisten in Ungarn. „Kommt raus, Zigeuner, heute werdet ihr sterben!“ In: Spiegel Online. 29. April 2011, abgerufen am 30. Mai 2011.
  44. Bulgarien: Hunderte Festnahmen bei Krawallen gegen Roma. In: zeit.de. Zeit online, 28. September 2011, abgerufen am 26. Juli 2017 („Bulgarische Teenager gehen gegen die Minderheit der Roma auf die Straße. In 14 Städten gab es Krawall. Der Präsident fürchtet eine Ethnisierung des nahenden Wahlkampfes.“ Quelle: AFP, dpa).
  45. Wolfgang Wippermann: „Wie die Zigeuner“. Antisemitismus und Antiziganismus im Vergleich. Berlin 1997, S. 11 ff.
  46. Lorenz Aggermann, Eduard Freudmann, Can Gülcü: Beograd Gazela. Reiseführer in eine Elendssiedlung. Drava, Klagenfurt 2008, ISBN 978-3-85435-533-5, S. 200 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 13. Juli 2018]).
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Sinti und Roma in Berlin 28 Fragen und Antworten Zigeuner Antiziganismus RomaDay

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Unterrichtsideen Religion NEU Antiziganismus, Uwe Hauser

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Unterrichtsideen Religion NEU Antiziganismus | Andreas Hoffmann-Richter | NEU

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Wie die Zigeuner. Antisemitismus und Antiziganismus im Vergleich - Wippe ... /4

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Wie die Zigeuner. Antisemitismus und Antiziganismus im Vergleich - Wolfgang Wipp

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Uwe Hauser - Sonderband Antiziganismus

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Daniel Drescher - Der Gemeinschaftsbegriff als Grundlage des Antiziganismus i...

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Antiziganismus und Gesellschaft André Lohse

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Konstellationen des Antiziganismus Wolfram Stender

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Unterrichtsideen Religion NEU Antiziganismus Uwe Hauser

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Antiziganismus und Sozialarbeit Gernot Haupt Taschenbuch Deutsch 2006

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Antiziganismus und Sozialarbeit Elemente einer wissenschaftlichen Grundlegung, g

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Unterrichtsideen Religion NEU Antiziganismus Hauser, Uwe, Stefan Hermann und And

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Unterrichtsideen Religion neu; Teil. Sonderbd. Antiziganismus / erarb. von Andre

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