MOZ, Nummer 57
November
1990
Medienpolitik:

Tom und Jerry

In wenigen Wochen wird das Schicksal der „Arbeiter-Zeitung“ entschieden. Das vorläufig letzte Ergebnis keiner sozialistischen Medienpolitik.

Heute Hotel „Ananas“ statt AZ
Fotos: Vorwärts/Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung

„Ein kleiner Gassenladen“, beschreibt Max Winter im Arbeiterkalender des Jahres 1911 die ersten Redaktionsräume der „Arbeiter-Zeitung“ in der Wiener Gumpendorfer Straße, „neben der Tür ein schmales Fenster, darin hängend die jeweilig letzte Nummer der ‚Gleichheit‘. Drinnen im Laden ein Schalter, der den kleinen Vorraum abgrenzt, hinter diesem der Schreibtisch des Administrators, Expeditors und wenn’s not tut auch Kolporteurs, des Genossen August Bretschneider, später neben ihm Jakob Brod. Daneben noch ein Raum, ein Kabinett, ein Fenster auf die Gasse: die Redaktion, in der Victor Adler und Adolf Braun sitzen.“

An die hundert Jahre später, im Oktober 1990 und gar nicht weit entfernt, in der Windmühlgasse 26, sitzt der wahrscheinlich allerletzte Nachfolger des V. Adler in seinem nicht ganz so kleinen Zimmer, höher, im zweiten Stock, bescheiden eingerichtet und adrett. Peter Pelinka ist Chefredakteur einer „Neuen AZ“, wie sich die ehemalige „Arbeiter-Zeitung“ nunmehr verschämt nennt, und er bemüht sich redlich, das vormals sozialistische Blatt vor dem Untergang zu retten. Betriebsversammlungen, Langzeitdiskussionen und Überlegungen zur Konzeption gehören heute zum „AZ“-Alltag, wie rund hundert Jahre zuvor die zahlreichen Versuche von Exponenten einer ständig stärker werdenden Arbeiter/innenbewegung, ein geeignetes Medium zu kreieren.

Hier und weg

Geprägt vom ausgiebigen Richtungsstreit unter der Habsburger-Monarchie, schuf sich jede „Fraktion“ der ehemaligen Bewegung ihr eigenes Medium.
So wurde der „Volkswille“ erstmals im Jahre 1870 von Heinrich Scheu herausgegeben, um nach vier Jahren, heftigen Querelen und einer wöchentlichen Auflage von 6.000 Exemplaren wieder zu verschwinden. Nicht wesentlich anders erging es Titeln wie „Der Sozialist“, „Die Zukunft“ oder „Die Wahrheit“.

„All diese kurzlebigen Organe“, schreibt Peter Pelinka in seinem 1989 erschienenen Buch „100 Jahre AZ“, „hatten gemeinsamen Charakter: Agitationsblätter mit propagandistischem Anstrich, um die sich ein mehr oder weniger großer Organisationsansatz sammelte.“

Ab 15. Dezember 1886 jedoch sollte alles anders werden. Mit der „Gleichheit“ gründete Victor Adler die Vorläuferin der „Arbeiter-Zeitung“, ein Medium, das unter anderem mit seiner Berichterstattung über das Leben der Ziegelarbeiter/innen am Wienerberg aufhorchen ließ. Langsam gelang es den Redakteuren, das Monopol der bürgerlichen Presse zu durchbrechen. Autoren wie Hermann Bahr, Friedrich Engels, Klara Zetkin, August Bebel und Wilhelm Liebknecht sorgten für steigende Akzeptanz des Produkts — weit über das eigene Lager hinaus.

Doch mit dem zunehmenden Erfolg attackierte die Monarchie den politischen Gegner immer heftiger. In den ersten 30 Monaten ihres Bestehens wurde die „Gleichheit“ 45 Mal beschlagnahmt und rege zensuriert, Adler und Bretschneider mehrmals inhaftiert, bis schließlich, im Juni 1889, das endgültige Verbot der Wochenzeitung erfolgte.

Am 12. Juli 1889, knapp einen Monat später, liefen die ersten Exemplare der „Arbeiter-Zeitung“ durch die Druckmaschinen. Vorerst mal in vierzehntägiger Erscheinungsweise, an jedem zweiten und vierten Freitag des Monats. Ab 1. Jänner 1895 dann, bis zum 12. Februar 1934 ohne Unterbrechung, täglich.

Was Adler und Genoss/inn/en da vor so langer Zeit gegründet haben, wird, analysiert man den österreichischen Printmarkt des Jahres 1990, wahrscheinlich — und keineswegs zur Belebung der Meinungsvielfalt — in wenigen Monaten verschwunden sein. Was eine sozialdemokratische Arbeiter/innenbewegung hervorbrachte, hat — indirekt — eine medienpolitisch völlig konzeptlos agierende SPÖ ins mediale Out gedrängt. Daß sie mehr als hundert Jahre Zeit benötigte, mag angesichts der grotesken Ratlosigkeit verwundern, liegt jedoch nicht am sozialistischen Weitblick, sondern an der Dominanz der „Kronen Zeitung“ sowie an der relativen internationalen Bedeutungslosigkeit des österreichischen Medienmarktes. Die alpenrepublikanische EG-Provinz wird jetzt erst so richtig eingebettet in die Gemeinschaft der Fortentwickelten.

Denn das Sterben der „AZ“ ist nicht bloß der Tod eines Parteiorgans, für das die Partei kein Geld mehr aufzubringen gewillt ist. Der Tod der „AZ“ ist das Produkt von Marktbedingungen im Medienbereich, wo mit Informationen gehandelt wird, als ginge es um Socken oder sonst was. Ein Markt, dereguliert, ohne Kartellrecht und Fusionsüberwachung, mit steigender Tendenz zur Konzentration, mit völlig verzerrten Wettbewerbsbedingungen und praktisch unbeschränkten Möglichkeiten kapitalkräftiger Verlage, das eine oder andere dazuzukaufen.

Vranitzky statt AZ — in der Erhaltung billiger

Ein trauriges Bild

So bietet die aktuelle Situation ein recht trauriges Bild:

  • Im Marktsegment der sogenannten „Intelligenzblätter“ tummeln sich — noch — die „Salzburger Nachrichten“, die „Presse“, „Der Standard“, die „AZ“ sowie ein boulevardisierter „Kurier“. Alle, außer dem „Kurier“, mit eher geringen Reichweiten um die drei bis vier Prozent. Sowohl „Presse“ wie „AZ“ sind schwerst angeschlagen, die „SN“ überleben dank ihrer Salzburger Platzhirschenposition, „Der Standard“ dank seines mehr als generösen deutschen Kapitalgebers Springer, der, so meinen Insider, bereits an die 800 Millionen Schilling ins schwer defizitäre Rosarot-Projekt gesteckt hat. Dran glauben werden die, die sich so läppische Beträge nicht leisten können, um im Verkaufs- wie Inseratenpreis mitdumpen zu können. Zudem drohen Kurt Falk („Ganze Woche“) wie Hans Dichand fürs kommende Jahr mit der Gründung je einer Tageszeitung in bester Yellow-Press-Manier, was den Kampf um die lebensnotwendigen Inserate weiter verschärfen wird.
  • Im Bereich der Magazine noch weit Öderes: „Profil“, „Wochenpresse“, „Basta“ und „Rennbahn-Express“, alle haben sie, vereinfacht formuliert, mit der „Mediaprint“ dieselbe Eigentümerin. Und die wiederum gehört der deutschen Verlagsgruppe „WAZ“, der „Kronen Zeitung“ sowie der „Kurier AG“.
Einige Menschen lesen ausgehängte AZ

Aber dies ist ja längst bekannt und war in der Tendenz auch abzusehen.
Nicht allerdings für sozialistische Medienfunktionäre und diverse Vordenker in sozialdemokratischen Reihen. So fand sich zwar in der Regierungserklärung des Kabinetts Kreisky I noch etwas, das nach der gewünschten Etablierung einer Medienkommission klang, in der Folge aber reichte es nicht mal zur minimalsten Gesetzgebung in Richtung Erhaltung der Medienvielfalt. Im Koalitionsübereinkommen der soeben demissionierten Vranitzky-Regierung fanden sich dann noch ein paar Worte zur Liberalisierung im Hörfunkbereich. Und damit basta. Die parteieigene Medienkommission tagt seit Jahren nicht mehr, alles was der SP bzw. dem Renner Institut zu Medien einfällt, läßt sich in einer Anfang Oktober veröffentlichten, dümmlich-naiven Broschüre zusammenfassen.

Die SPÖ hat kein Medienprogramm. Seit geraumer Zeit braucht sie auch keines, denn sie hat Franz Vranitzky. Und der ist quasi eines. Ein Präsidentschaftswahlkampf, schlaue Werbestrategen und treue Österreicher/innen, die halt einen Führer so gerne mögen, lassen einem Josef Cap und Karl Krammer kein graues Haar wachsen, was die Medienpolitik betrifft. Die sollen die anderen machen bzw. die macht sich sowieso selbst, denn wo dereguliert wird, braucht es kein zusätzliches Denken motivierter Politiker. Zur Not hat man ja den ORF, wo man immer noch via Parteisekretär und Anruf am Küniglberg entweder Kamerateams samt Redakteur/in bestellen oder Beiträge zensurieren lassen kann. Cap und Vranitzky-Berater Krammer, verantwortlich für gestalterische Medienpolitik in der Partei, sind mit anderem beschäftigt, als Überlegungen anzustellen. Und wie’s ist, der Erfolg gibt ihnen recht, ihr Franzl weiß auch ohne Kartellrecht und Fusionskontrolle, wo es lang geht. Und überhaupt: Vranitzky statt „AZ“, der kostet auch weit weniger. Das flinke Duo weiß, was es tut. Eine gesellschaftspolitische Entwicklung gegen den Mainstream zu beeinflussen, braucht unter anderem politische Integrität und den Willen, zum Zwecke der Aufrichtigkeit Zeichen zu setzen. Wer aber in einem so engen Boot sitzt wie Josef, mag anderes vollbringen. Es ist ja bereits völlig wurscht, wer welches Medium besitzt, weil es unwichtig ist, linientreue Politik damit zu betreiben. Die betreibt sich immer mehr von selbst, wie wir ja wissen, und die Verlagsgruppen interessiert die Umsatzrendite und sonst nix. Die grandiose Nichtunterscheidbarkeit der Vranitzkyrieglerhaidervoggenhubers, nicht was ihr Aussehen betrifft, sondern ihre Programme, wenn sie überhaupt welche haben, entspricht einer immer durchgängigeren Verwarung von alledem, was wir uns nur vorstellen können, inklusive unserer Herzen und Sinne. Da braucht es keine Medien als Sprachrohre mehr, weil eh sowieso alle das gleiche meinen. Streng nach den Grundsätzen der Demokratie, die da wohl für alle gelten, die überhaupt noch mitreden können wollen dürfen im Gleichnis der kommentierten veröffentlichten Meinung. Da reicht das Politikergesicht als Medium, und die Konzepte schreiben die Werbeagenturen.

„Vorwärts“-Gebäude in der Rechten Wienzeile

Vor allem für die Sozialisten, die jetzt schon bald, weil gar so viele Vranitzky auf den Zettel geschrieben haben und dieser es sich so sehr wünscht, Sozialdemokraten heißen werden, vor allem für sie also, weil sie wieder mal die modernsten sind und die Zeichen erkennen. Und weil jetzt auch so viele Demokraten nach einem Kartellrecht schreien und erst recht nach Fusionskontrollen, weil alles schon passiert ist, was ihnen gelingen konnte, werden die Nochsozialisten alsbald zur Tat schreiten. Vor allem aber, weil für einen erfolgreichen Beitritt zur EG und der damit verbundenen Deregulierung total sowieso ein Kartellrecht nötig ist und die Baldnichtmehrsozialisten da eben zur Avantgarde zählen, was unsere künftige Integration betrifft. Vranitzky ist eben doch nicht Vorsitzender der falschen Partei, weil er Vorsitzender von Österreich ist, das eh keine Parteien mehr oder Kammern oder Gewerkschaften und so braucht, sondern alleine ihn.

Und so wird Vranitzky jetzt demnächst ein Gesetz für mehr Medienvielfalt bewilligen, weil ja auch er sehen muß, wie die „AZ“ leidet und stirbt und er das ja auch nicht mögen kann. So mag kommen, was die vergangenen hundert Jahre nicht kommen konnte, weil die Zeit nicht reif dazu gewesen ist.

Früher waren s’ mal besser

Victor Adler

Obwohl, vor 70 Jahren ist doch was passiert, und die Sozialisten haben damit was zu tun gehabt. Im Jahre 1920 schuf Friedrich Austerlitz, damaliger Chefredakteur der „Arbeiter-Zeitung“, das Presse- und Journalistengesetz, zu einer Zeit, als die „Arbeiter-Zeitung“ als Regierungsblatt galt. Er, den Ernst Fischer als „Zeus im Olymp“ der „AZ“ bezeichnete, definierte die Rechte der Journalisten, vom Arbeitsvertrag über die Altersversorgung bis zu Schutzbestimmungen im Falle des Zeitungsverkaufs. Zwei Jahre später, 1922, wurde gar mit einem neuen Pressegesetz das obrigkeitsstaatliche Einschreiten gegen die Presse eingeengt.

Doch dann, im Jahre 1927, gründeten die Sozialdemokraten mit dem „Kleinen Blatt“ die hausgemachte Konkurrenz zu ihrer „Arbeiter-Zeitung“, das nach kurzer Zeit bereits die 200.000er Auflage erreicht hatte — ebenso viele Exemplare wie die damals schon recht erfolgreiche „Kronen Zeitung“. Das Ur-Yellow-Press-Produkt knabberte kontinuierlich am Leser/innenanteil der „AZ“, deren Auflage in der Zeit von 1927-1932 von 96.000 auf 83.000 rutschte. Der medienpolitische Schlauschritt brachte Verdruß ins Haus, die beiden Redaktionen begannen, zum Leidwesen der Bewegung und Freude der Konkurrenz, Kleinkriege gegeneinander zu führen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte das „Kleine Blatt“ dann nur mehr als Wochenzeitung erscheinen, wofür der amtierende Chefredakteur Oscar Pollak gesorgt hatte. Zudem verhinderte er eine Reform der „AZ“, die dann erst etwas später von Nachfolger Franz Kreuzer durchgeführt werden konnte. Pollak zur Kreuzer-Tat in der „Zukunft“: Die Zeitungen würden heutzutage eben nicht mehr geschrieben, sondern gemacht, aufgemacht, mit Bildern aufgeputzt und herausgebracht. Eine Zeitung müsse heute das Publikum anziehen, anreizen, anschreien. Was drin steht, das zähle erst in zweiter Linie, viel wichtiger sei der Verkauf.

Wie recht Pollak schon so früh hatte. Doch auch damit wußten die Sozialisten nicht umzugehen. So wurde das Reformer-Experiment des Heinz Brantl mit der sozialistischen Wochenzeitschrift „Heute“ nach drei Jahren wieder eingestellt. Während die „AZ“ ständig Käufer/innen verlor, boulevardisierte sich der Printmarkt zunehmend. Im April 1959 setzte die SPÖ, vielmehr der ÖGB, erneut zur medienpolitischen Großtat an und gründete die „Neue Kronen Zeitung“ aus Mitteln der Gewerkschaft unter der Leitung von Hans Dichand. Franz Olah, der ÖGB-Präsident, stellte Dichand Kurt Falk als Vertrauensmann zur Seite. Dichand und Falk lieferten einander so was wie den Krieg der gegenseitig gekränkten Medienbrüder, die „Krone“ ist, wie wir längst wissen, der SPÖ entschlüpft und zum „Zentralorgan der Haider-FPÖ“ mutiert. Eine liberale Tageszeitung, hübsch formuliert.

Sitzungssaal im ehemaligen Vorwärts-Gebäude

Ebensowenig glückte den Glücklosen die Etablierung der „Neuen Zeitung“ als eine der „drei Kampfsäulen“, wie Manfred Scheuch schreibt, „die das Gleichgewicht zwischen der bürgerlichen und der sozialistischen Presse herstellen“ sollten: Die AZ gegen die „Presse“, der — ebenfalls sozialistische — „Express“ gegen den „Kurier“ sowie die „Neue Zeitung“ gegen die „Krone“. Doch die Verwirklichung des Traums vom sozialistischen Medienimperium wollte nicht so recht glücken; ein wenig später nur, im Jahre 1971, mußte die „Neue Zeitung“ als schlechtere „Kronen Zeitung“ wieder eingestellt werden und die Wiener SPÖ etliche Millionen abschreiben. Außerdem entzog die „NZ“, auch das nicht neu, der „AZ“ Inseratenaufträge und wichtige Subventionen. Und der „Express“ wurde, als Draufgabe, von Kurt Falk gekauft, um — als „Krone“-Konkurrent — bald liquidiert zu werden.

Bei so viel printmedienpolitischer Sensibilität blieb den Sozis nur mehr Spott und der ORF als Spielwiese, den sie heute — noch — benutzt, um ihre Mannen und Frauen ins rechte Licht zu rücken. Doch auch hier haben die alten Parteipolitiker nicht mehr allzu lange Zeit zur Intervention. Im kommenden Jahr soll der Hörfunkbereich liberalisiert werden, das heißt, auch in Österreich — als letztem europäischem Land mit Monopol — werden die Privaten via Äther dudeln. Nach welchem Verteilungsschlüssel die erwarteten Werbeeinnahmen unter den potentiellen Betreibern aufgeteilt werden, ist zur Zeit Gegenstand intensiver Verhandlungen. Fest steht jedenfalls: Der Einfluß und die Einnahmen des Staatsfunks werden reduziert und damit auch das Mitspracherecht der SPÖ.

Ähnliche Entwicklungen sind auch im Fernsehbereich zu erwarten. Gerd Bacher als neuer Chef am Küniglberg sowie eine immer lauter werdende Monopoldiskussion garantieren spannende Zeiten am Teich und eine Umstrukturierung der Monopolanstalt in ein konkurrenzfähiges Unternehmen. Wer dran glauben muß, weiß dies wohl schon selbst am besten. Fest steht allerdings erneut: Die Sozialisten werden mittelfristig an Einfluß verlieren und keine Berichterstattung mehr bestellen können.

Doch bis dahin dauert’s noch ein bißchen, und außerdem haben sie ja Vranitzky.

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Arbeiter-Zeitung, AZ/Tagblatt, Neue AZ

Beschreibung österreichische Parteizeitung (bis 1989);
unabhängiges Tagblatt (1989 bis zur Einstellung)
Fachgebiet „Organ“/„Zentralorgan“ der österreichischen Sozialdemokratie
Sprache Deutsch
Verlag zuletzt Druck- und Verlagsanstalt „Vorwärts“, Kommanditgesellschaft
Hauptsitz Wien (Österreich)
Erstausgabe 12. Juli 1889
Einstellung 31. Oktober 1991
Gründer Julius Popp,
L. A. Bretschneider,
Rudolf Pokorny
Erscheinungsweise wechselnd, zumeist als tägliches Tagblatt
Herausgeber zuletzt Sozialistischer Verlag Ges. m. b. H.
Artikelarchiv arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv

Die Arbeiter-Zeitung (AZ in der Kurzform), ab Anfang September 1970 AZ als Blatttitel (ab Jahresbeginn 1961 mit AZ vorerst nur als Zusatzlogo), war in fast ihrer gesamten Herausgabezeit das „Sprachrohr“ der österreichischen Sozialdemokratie und erschien – mit oftmals wechselnden Titelzusätzen – von 1889 bis 1938 sowie von 1945 bis 1991.

Nach dem diktaturbedingten Verbot durch den austrofaschistischen Ständestaat im Zusammenhang mit den Februarkämpfen erschien das Blatt nach der letzten regulären Ausgabe am 12. Februar 1934 (Nummer 41 im 47. Jahrgang[1]) bis zur letzten Ausgabe am 15. März 1938 als Exilzeitschrift. Erst nach der Wiedererrichtung der Republik Österreich konnte die Arbeiter-Zeitung ab August 1945 im 47. Jahrgang[1] als Nummer 1 wieder erscheinen. Die Zeitung stand seit ihrer Erstausgabe 1889 durchgängig bis in das Jahr 1989 (nach Verkauf von 90 Prozent der Anteile in private Hand) direkt oder indirekt im Eigentum der österreichischen Sozialdemokraten, anfangs im Eigentum der Gründer aus dem Umfeld der Partei, später unter dem jeweiligen, geschichtlich angepassten Parteinamen der heutigen Sozialdemokratischen Partei Österreichs. Die folgenden Restrukturierungsmaßnahmen konnten den Niedergang des Blattes dennoch nicht mehr aufhalten – am 31. Oktober 1991 wurde die Arbeiter-Zeitung nach über 100 Jahren wechselvoller Geschichte eingestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgängerpublikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Arbeiterzeitung aus dem Umfeld der österreichischen Sozialdemokratie war Das Wiener allgemeine Arbeiterblatt, die 1848 ihre Redaktionsitz am Wiener Kohlmarkt 260 (heute am Kohlmarkt 8 in der Inneren Stadt) hatte.[2]

Direkte Vorgängerin war die am 11. Dezember 1886 erstmals erschienene und 1889 verbotene Zeitschrift Gleichheit. Sozialdemokratisches Wochenblatt,[3] die von dem jungen Wiener Arzt Viktor Adler herausgegeben wurde und ihren Redaktionssitz in der Gumpendorfer Straße 73 im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf hatte.[2] Als verantwortlicher Redakteur zeichnete Ludwig August Bretschneider.[4]

Die Arbeiterschaft stand in den 1880er Jahren unter hartem Druck des Ausnahmezustandes, den die damalige klerikale k.k. Regierung unter Eduard Taaffe verhängt hatte: Taaffe baute ein polizeistaatliches Überwachungssystem auf, schränkte die Pressefreiheit massiv ein und führte im Jahr 1884 scharfe Gesetze gegen die Arbeiterbewegung ein; die Gewerkschaften wurden aufgelöst. Die Bewegung zersprengte sich in die zwei einander bekämpfenden Flügel der „Radikalen“ und der „Gemäßigten“. In diesem Umfeld gründete Adler das Wochenblatt Gleichheit und konnte alsbald die beiden Fraktionen um sein Blatt vereinen. Zwei Jahre nach der Blattgründung, Ende 1888 auf dem Hainfelder Parteitag, konnte er die Radikalen und die Gemäßigten in der neuen, geeinten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs (SDAP) vereinen und wurde zu deren erstem Vorsitzenden gewählt. Über die noch kleine Wochenzeitung Gleichheit, die für ihre sozial engagierten und aufrüttelnden Reportagen bekannt wurde,[5] drang der neue Aufbruch des Sozialismus auch zu den Massen der Arbeiterschaft.

Zum ersten Maifeiertag am 1. Mai 1890, die Arbeiter-Zeitung war bereits gegründet, „[sprengte] [d]ie gewaltige Massenerhebung der österreichischen Arbeiter […] den Ausnahmezustand“:[4]

„So begann die große Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung mit der Gründung der »Gleichheit«. Sie hat der österreichischen Arbeiterklasse den Weg gewiesen, der zu dem großen Wahlrechtskampfe, zu unzähligen erfolgreichen Gewerkschaftsgründungen und Gewerkschaftskämpfen, schließlich zur Republik und zum Roten Wien geführt hat.“

Arbeiter-Zeitung am 20. Dezember 1936[4]

Die Gleichheit, in der kurzen Zeit ihres Erscheinens insgesamt 45 Mal beschlagnahmt, erschien am 14. Juni 1889 zum letzten Mal und Viktor Adler wurde zu vier Monaten Arrest verurteilt.[6] In der Arbeiter-Zeitung vom 20. Dezember 1936 heißt es „… die »Gleichheit«, ist schon am 21. Juni 1889 von der Polizei eingestellt worden; …“[4] Wenige Wochen danach, im Juli desselben Jahres, wurde die Arbeiter-Zeitung als unmittelbare Nachfolgerin aus der Taufe gehoben.[3][4]

Monarchie, Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Arbeiter-Zeitung genannte Periodikum erschien erstmals am 12. Juli 1889, anfangs jeden zweiten und vierten Freitag im Monat und mit Blatttitel Arbeiterzeitung. – Organ der österreichischen Sozialdemokratie. (Mit abschließenden Punkten; Arbeiterzeitung noch ohne Bindestrich/Doppelbindestrich gesetzt.)[7] Gegründet wurde die in Wien ansässige Zeitung nach einhelliger Quellenlage von Viktor Adler. Die Gründungspersonen laut Impressum waren Julius Popp und Rudolf Pokorny als Herausgeber sowie Ludwig August Bretschneider als verantwortlicher Redakteur. Ab der ersten Nummer wurde in der Genossenschafts-Buchdruckerei in der Alserstraße 32 im 9. Bezirk, Alsergrund,[8] und dort bis Februar 1893 gedruckt. Der Redaktionssitz war, wie schon beim Vorgängerblatt Gleichheit, in der Gumpendorfer Straße 73. Von Februar 1893 bis 24. April 1900 erfolgte der Druck dann in der Universitätsstraße 6–8, Redaktion und Expedit waren an die Adresse Schwarzspanierstraße 10  / Ferstelgasse 6 übersiedelt. Die Zeitung hatte in dieser Zeit eine Auflage von etwa 24.000 Stück.[2]

Erstmals ab dem 18. Oktober 1889 wurde der Blatttitel auf Arbeiter⸗Zeitung. (erstmals mit Doppelbindestrich, im Blattinneren blieb vorerst noch Arbeiterzeitung erhalten) sowie auf wöchentliches Erscheinen an jedem Freitag umgestellt,[9] ab dem 31. Oktober 1893 folgte eine zusätzliche Dienstagsausgabe. Mit der Ausgabe vom 19. Dezember 1889 war der Punkt hinter Arbeiter-Zeitung weggefallen.[10]

Mit 1. Jänner 1895 – dieses Datum wurde für die nächsten Jahrzehnte zum Gründungsdatum der Zeitung erklärt, wobei dessen ungeachtet der Jahrgang ab 1889 weiter fortgezählt wurde – erfolgte unter den Eigentümern Julius Popp und Jakob Reumann und dem als Herausgeber fungierenden Viktor Adler die Umstellung zu täglicher Erscheinungsweise unter dem Blatttitel (weiterhin mit abschließendem Punkt) Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der österreichischen Sozialdemokratie.

Vor dem Ersten Weltkrieg galt die Arbeiter-Zeitung als klassenkämpferisches Organ. Nach der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien erschien am 5. August 1914 ein von Chefredakteur Friedrich Austerlitz verfasster Artikel, in dem er mit schwülstigen deutschnationalen Formulierungen seiner Kriegsbegeisterung Ausdruck verlieh.[11] Zwar kritisierte die Parteiführung die Sprache des vielbeachteten Beitrags, doch blieb Kriegsbejahung zunächst Parteilinie. Von 17. September 1914 bis 30. März 1918 erschien zusätzlich das verlegerisch erfolgreiche Abendblatt AZ am Abend.[12] Ab 1915 wich die Kriegsbegeisterung, Jubelmeldungen von der Front wurden weniger und ab 1917 erschienen zunehmend kritischen Berichte über Grausamkeiten der Kriegsjustiz und die schlechter werdende materielle Lage der Zivilbevölkerung und der Arbeiter. Während des Krieges war die Zeitung stark der Zensur unterworfen, was mit ein Grund für die Wandlung der sozialdemokratischen Haltung zum Krieg war. Beeinflusst wurde dieser Meinungsumschwung auch von der Ermordung des Ministerpräsidenten Karl Stürgkh durch Friedrich Adler 1916 und die Berichterstattung über den Prozess sowie die Russischen Revolutionen 1917.

In der Zwischenkriegszeit war die Arbeiter-Zeitung offizielles Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs. Durch ihre Kriegsablehung in den letzten Kriegsjahren und das Bedürfnis nach politischer Orientierung nach dem Umbruch entwickelte sich die Arbeiter-Zeitung zur politisch führenden Zeitung der Republik. Auch international wurde sie das meistbeachtete Blatt, einen Status, den im Habsburgerreich die Neue Freie Presse innegehabt hatte. In dieser Jahren wurde allmählich Otto Bauer neben Austerlitz zum politischen Kopf und Leitartikelverfasser der Zeitung, die nun einen Umfang von je acht bis zwölf Seiten hatte. Daneben erschienen der Partei nahestehende Regionalzeitungen und ab 1927 das populäre Kleinformat Das Kleine Blatt, das als sozialdemokratische Antwort auf die Boulevardpresse konzipiert war.

Austrofaschismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Weg der Regierung zum austrofaschistischen Ständestaat wurde mit der kriegswirtschaftlichen Notverordnung vom 7. März 1933 angeordnet, dass alle Zeitungen, die bis zu diesem Zeitpunkt bereits einmal konfisziert waren, durch eine Verfügung des Bundeskanzler verpflichtet werden konnten, die Pflichtstücke der Zeitung schon zwei Stunden vor der Verbreitung bei der Behörde abzuliefern. Ab 24. März wurde diese Maßnahme auf die Arbeiter-Zeitung angewandt. Wie in der Ausgabe vom 4. Juli 1933 zu lesen war, diente dies – als eingebürgerter Name „Vorzensur“ bezeichnet – der pressepolizeilichen, staatsanwaltlichen und gerichtlichen Prüfung um, von den Behörden so eingestanden, allenfalls die Beschlagnahme zu erleichtern. Diese Schikane betraf neben der Arbeiter-Zeitung auch Das Kleine Blatt.[13] Die Redaktion der Arbeiter-Zeitung löste die Sachlage in ihrer Art derart, dass sie in den Ausgaben ab dem 26. März[14] bis zum 3. Juli 1933[15] im Kopf des Titelblattes „Unter Vorzensur“ gesetzt hatte. Noch an diesem 3. Juli übermittelte die Polizei der Redaktion einen Bescheid, wonach es der Arbeiter-Zeitung verboten wurde, „weiterhin am Kopf des Blattes die Worte ‚Unter Vorzensur‘ erscheinen zu lassen.“ Deshalb wurde die Zeitung ab der nachfolgenden Ausgabe am 4. Juli 1933 mit verändertem Zusatz „Unter verschärfter Vorlagepflicht“ im Kopf des Titelblattes verbreitet.[13]

Am 9. Oktober 1933 folgte ein Kolportageverbot, der Verkauft der Zeitung auf den Straßen und in Verschleißstellen war untersagt, nur mehr der Postversand an Abonnenten war erlaubt. Die Zeitung hatte sich jedoch schon zuvor die Namen und Adressen fast aller Abnehmer verschafft und verschickte die Zeitung fortan per Post an knapp 90.000 Adressen.

Exilzeitung in der Illegalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 12. Februar 1934 die Februarkämpfe begannen, die Ausgabe der Arbeiter-Zeitung an diesem Tag noch wie gewohnt und ohne Hinweis darauf erschien,[16] war nach dem Verbot der Zeitung das Ende sowohl der täglichen Ausgabe wie auch der Redaktion in Wien besiegelt. Noch am selben Tag wurde der Verlagssitz im Vorwärts-Gebäude von der Heimwehr besetzt.

Den Redakteuren der Arbeiter-Zeitung und des Kleinen Blatts kam eine zentrale Rolle zu bei der Organisation der illegalen Parteitätigkeit. Die Redaktion produzierte die Arbeiter-Zeitung ab dem 25. Februar 1934 im Exil in Brünn, beginnend mit „Nr. 1“, Neuzählung als „1. Jahrgang“ und mit dem Zusatz „Erscheint wöchentlich.“[17] Als Herausgeber war Václav Kovanda und als verantwortlicher Redakteur Josef Schramek im Impressum ausgewiesen.[18] Geschrieben und redigiert wurde sie jedoch vom Auslandsbüro der österreichischen Sozialdemokraten (ALÖS), das Otto Bauer und Julius Deutsch nach ihrer Flucht in Brünn gegründet hatten, wobei die meisten Artikel aus der Feder Otto Bauers stammten. Zunächst wurde die Zeitung in der Tschechoslowakei hergestellt und nach Österreich geschmuggelt, zeitweise konnte der fertige Satz in illegalen Druckereien in Wien gedruckt werden. Die Auflagenhöhe in der Illegalität betrug etwa 25.000 Stück. Da der Versand per Post für die Empfänger zu gefährlich wurde, wurde der Vertrieb auf eine direkte Verbreitung an Depots in Wien und dort von Hand zu Hand umgestellt.

In der Brünner Ausgabe vom 22. November 1936 gab die Redaktion bekannt, dass die Tschechoslowakische Republik das weitere Erscheinen des Blattes auf Grund einer Änderung ihrer Außenpolitik nicht mehr gestatte und schrieb weiterhin, dass die Arbeiter-Zeitung weiter erscheinen solle.[19] Dessen ungeachtet wurde die Zeitung laut dem Impressum in den Folgeausgaben weiterhin in Brünn herausgegeben. Bis zur endgültigen Einstellung erschienen noch weitere Ausgaben am 25. November, am 12. und 20. Dezember 1936[20] sowie mehr als 20 Mal im Jahr 1937 in unregelmäßiger Erscheinungsweise.[21]

Mit der Ausgabe vom 3. März 1937 im 4. Jahrgang als Arbeiter-Zeitung, nunmehr ohne jeglichen Titelzusatz,[22] wurde die Herausgabe der Zeitung „offiziell“ nach Paris verlegt,[23] mit Ausgabe vom 31. März 1937 wurde der Ausgabeort auch auf die Titelseite gesetzt („Paris, [Datum]“) und der Ausgabepreis von zuvor 20 Groschen auf 50 französische centimes festgesetzt.[24] In Paris blieb die Zeitung, unter wechselnden Redaktionssitzen und zumeist vierzehntäglich als Mittwochsausgabe (vereinzelt als Samstagsausgabe),[21] bis zur allerletzten Ausgabe am 20. November 1937, auf der im Aufmacher getitelt wurde: „Die RS [= Revolutionäre Sozialisten Österreichs] an die Arbeiterklasse.“[25] Tatsächlich wurde in Paris aber nur die für das Ausland bestimmte Auflage hergestellt, jene für Österreich wurde nunmehr illegal in Böhmisch-Trübau (Tschechoslowakei) gedruckt, bzw. ab Herbst 1937 wieder illegal in Wien.

Endgültig beendet wurde der sozialistische Widerstand und das Erscheinen der Arbeiter-Zeitung nicht durch das Regime des Austrofaschismus, sondern durch jenes der Nationalsozialisten. Die letzte Nummer, noch vor dem „Anschluss“ fertiggestellt, trägt das Datum 15. März 1938.

Neugründung in der Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in der wiedererstandenen Republik Österreich, erschien die Tageszeitung mit Nummer 1 im (laut Titelseite) 47. Jahrgang[1] und vorerst noch – wie vormals seit 1895 das „Zentralorgan“ – als Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs erstmals wieder am 5. August 1945.[26] In dieser war ein offener Brief des damaligen Vorsitzenden der Sozialistischen Partei ÖsterreichsKarl Seitz an unsere Leser“ abgedruckt:

„Es erfüllt mich mit tiefer Freude und innerer Genugtuung, daß heute zum erstenmal nach elf Jahren aufgezwungenen Schweigens die Arbeiter - Zeitung wieder erscheint. Das ist für uns Sozialdemokraten nicht nur ein politisches, sondern auch ein symbolisches Ereignis. Es beweist den Sieg des demokratischen Sozialismus über die faschistische Tyrannei, es bedeutet die Wiedergeburt unserer Gedanken- und Redefreiheit.

In diesem Sinne begrüße ich die neuen und alten Leser der Arbeiter - Zeitung als einer von denen, die im Jahre 1895 dieses Blatt gegründet haben, und verspreche ihnen gleichzeitig, daß das wiedererstandene Zentralorgan der Partei wie einst unter Viktor Adler ein mutiger Anwalt und treuer Freund des arbeitenden Volkes Österreichs sein wird.

Wien, am 4. August 1945.“

Karl Seitz: In: Arbeiter-Zeitung, Nr. 1/1945, 47. Jahrgang[27]

Eigentümerin war die Sozialistische Partei Österreichs, als SPÖ-eigene Unternehmen waren die Sozialistischer Verlag Ges. m. b. H. als Verlegerin und Herausgeberin und der Vorwärts-Verlag (Druck- und Verlagsanstalt „Vorwärts“, Kommanditgesellschaft) als Druckerei mit der Produktion befasst.

Unter dem aus dem Exil zurückgekehrten Chefredakteur Oscar Pollak durfte sich die Zeitung im besetzten Nachkriegsösterreich gelegentliche Seitenhiebe gegen die US-Medienpolitik (wie etwa die Bevorzugung des Wiener Kuriers) erlauben, da ihre Berichterstattung zugleich permanent antikommunistisch und antisowjetisch war.[28] Durch energisches Anschreiben gegen gewalttätige Übergriffe von Besatzungssoldaten, die in Anlehnung an Polizeiberichte über die Taten („unbekannte Täter“) die „Unbekannten“ genannt wurden, erwarb sich die Zeitung einen guten Ruf. Ihre Auflage stieg auf bis zu 300.000 Stück, womit sie als führende Parteizeitung auch die auflagenstärkste Tageszeitung Österreichs wurde.

Nach Abschluss des Staatsvertrages 1955 und dem Wechsel der Zeitungen der Besatzungsmächte in österreichische Hände begannen unabhängige Zeitungsmacher Erfolge zu feiern und es entstand eine erste Boulevardpresse. Bei den Führungsgremien der SPÖ löste diese Entwicklung Sorge aus, die Arbeiter-Zeitung könne an Einfluss verlieren. Sinkende Auflagenzahlen und der Wunsch nach Reformen führten schließlich am Jahresende 1961 zum Wechsel in der Chefredaktion. Unter Franz Kreuzer wurden Modernisierungen angegangen, der in Frakturschrift gehaltene Titel Arbeiter-Zeitung wurde verkleinert und daneben die Initialen AZ gestellt. Später wurde der Blatttitel auf AZ – Tagblatt für Österreich geändert (häufig auch als A.Z. oder A. Z. zitiert), das Zentralorgan und der Parteiname als Titelzusatz verschwanden.

Niedergang und Restrukturierungsversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der generelle Niedergang der Parteizeitungen im Allgemeinen und der Bedeutungsverlust ihres eigenen Parteiorgans für die Sozialistische Partei im Besonderen führte in den 1960er und 1970er Jahren die AZ in finanzielle Probleme.[29] Es kam zu einem langsamen Schrumpfen der Auflage und zu einer Überalterung der Leserschaft, vor allem der Abonnenten. Alternative Presseexperimente der SPÖ, wie die von 1967 bis 1971 erschienene Neue Zeitung, scheiterten. Die 1974 etablierte staatliche Presseförderung, die der AZ besonders zugutekam, konnte nur mehr eine Linderung und den Aufschub der Finanzkrise bringen. 1980 mussten aus Kostengründen die Sonn- und Feiertagsausgaben eingestellt werden. 1984 wurde das Salzburger Tagblatt bzw. später Neues Salzburger Tagblatt zur regionalen Mutation der AZ, 1987 wurde eine gleichartige Lösung betreffend Oberösterreichisches Tagblatt bzw. später Neues Oberösterreichisches Tagblatt getroffen.

Zwischen 20.[30] und 31. August 1985[31] zogen sukzessive Verwaltung, Direktion und Redaktion der AZ sowie zuletzt die Vorwärts-Druckerei aus dem Vorwärts-Gebäude aus und in das ehemalige Wiener Schlachthofgelände, Viehmarktgasse 4 im 3. Bezirk, Landstraße, um.[30] Mit der Ausgabe vom 16. Oktober 1985[32] wurde, unter Aufgabe des jahrzehntelang verwendeten Zusatzes „Gegründet 1889 als [in Fraktur wie zur Gründung:] Arbeiter-Zeitung“,[33] der bisherigen Blatttitel auf Neue AZ – Tagblatt für Österreich erweitert und das Schriftlogo dem Zeitgeist angepasst moderner gestaltet.[32] Zur weiteren Neuerung gehörte die Umstellung auf Kleinformat,[29] ähnlich dem der Kronen Zeitung, die zu dieser Zeit längst die AZ als „Arbeiterzeitung“ deklassiert hatte, umgestellt. Mit Anfang Juni 1987 wurde, parallel zu den Bundesländerausgaben Salzburger und Oberösterreichisches Tagblatt[34] (siehe oben) auf Neue AZ – Wiener Tagblatt umgetitelt.[35]

Verkauf: Vom Parteiorgan zur parteinahen Zeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Bundeskanzler und Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, Franz Vranitzky, kündigte im Jahr 1988 den Verkauf der AZ an, da sich die Partei das ständige Defizit bzw. die notwendigen Investitionen nicht mehr leisten könnte. Dementsprechend hatte, wie von Neue-AZ-Chefredakteur Manfred Scheuch in der Ausgabe vom 30. März 1989 unter dem Titel „In eigener Sache“ dargestellt wurde,[36] der Geschäftsführer der Neuen AZ, Hubert Peterschelka, Ende 1988 Initiativen zur möglichen Beteiligung von Investoren angekündigt. Den Entwicklungen am internationalen Zeitungsmarkt folgend, sollte es damit ermöglicht werden, weg vom Zentralorgan der Partei zu einem, der Sozialdemokratie zwar nahestehenden, jedoch unabhängigen Blatt zu kommen. Weitere Ziele waren Investitionen und eine Auflagensteigerung zu ermöglichen. Ende März 1989 habe es sechs Optionen für eine Beteiligung von Investoren gegeben. Dem SPÖ-Zentralsekretär Peter Marizzi zufolge seien über vier der Angebote bereits detaillierte Verhandlungen geführt worden und ausländische Investoren wären dabei nicht ausgeschlossen gewesen. Nach eingehender Prüfung aller ernstzunehmenden Angebote sollte das SPÖ-Präsidium in der ersten Jahreshälfte 1989 zu einer Entscheidung kommen können. Die Redaktion habe sich mit den Zielen einverstanden erklärt und von der Redaktionsvertretung seien die Informationen des Zentralsekretärs positive bewertet worden, es wurden aber konkrete Möglichkeiten der Mitentscheidung erwartet. Für die Redaktion sei, unabhängig von den künftigen Eigentumsverhältnissen, ausschlaggebend gewesen, dass „auch im 100. Jahr der AZ […] Österreich ein Blatt mit aufrecht sozialdemokratischer Gesinnung erhalten bleibt.“[36]

Im Lauf des Jahres 1989 wurden dann 90 Prozent der AZ an den Werbeunternehmer Hans Schmid und seine Birko-Holding verkauft, die SPÖ behielt 10 Prozent als Minderheitsanteil. Ungeachtet des Engagements der Redakteure in der letzten Phase vor der Einstellung, ermöglichten die zunehmenden weiteren wirtschaftlichen Probleme dennoch keinen erfolgreichen Neustart mehr, der Vorwärts-Verlag und die Neue AZ, nunmehr keine Parteizeitung mehr, blieben dennoch defizitär. Ab September 1989 erschien sie bis zu ihrer Einstellung mit der letzten Ausgabe am 31. Oktober 1991 als parteiunabhängige Zeitung.[29] Am 24. Jänner 1992 stimmten die Gläubiger dem 40-prozentigen Liquidationsausgleich zu.

Vor der Einstellung betrug die Auflage etwa 100.000 Stück (zum Vergleich: 1948 betrug sie bis zu 245.000 Stück, vor dem Ersten Weltkrieg bis zu 54.000 Stück).

Gründungsjahre 1889 – 1895 – 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Artikel „In eigener Sache“ am 30. März 1989 schrieb der Neue-AZ-Chefredakteur Manfred Scheuch in einem Nebensatz vom 100. Jahr der AZ,[36] was Tags zuvor, am 29. März, im Rahmen einer Veranstaltung zu einer „Ausstellung zum Jubiläum“ auch gefeiert wurde. Der damalige AZ-Geschäftsführer Hubert Peterschelka wird im Bericht über die Veranstaltung zitiert mit: „Nicht viele Zeitungen können auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken. Ungebrochen ist die sozialdemokratische Tradition und soll auch in die Zukunft getragen werden.“ (AZ, 31. März 1989, S. 4.; vgl. auch Pelinka/Scheuch: 100 Jahre AZ. Die Geschichte der Arbeiter-Zeitung, 1989, siehe Abschnitt Literatur).

Dies ist deshalb bemerkenswert, da mit der 100-Jahre-Zählung im Jahr 1989 auf das ursprüngliche Gründungsjahr mit der Erstausgabe am 12. Juli 1889 (Nummer 1, 1. Jahrgang) zurückgegriffen wurde: Dem entgegen wurde in der gesamten Bestehenszeit der „ersten“ Arbeiter-Zeitung, auch in den nach dem Verbot im Jahr 1934 und bis 1938 als illegale Exilzeitung weiter herausgegebenen Ausgaben, für Gründungsjubiläen das Datum der Umstellung (1. Jänner 1895) auf tägliche Erscheinungsweise, zum Gründungsdatum der Zeitung erklärt, wobei dessen ungeachtet der Jahrgang ab 1889 weiter fortgezählt wurde (mit Hochzählung der Jahrgangszahl von 37 auf 38 mitten im Kalenderjahr 1925, wodurch es mit den Jahren 1935 und 1945 zwei 47. Jahrgänge gegeben hat[1]). Jeweils zum 1. Jänner wurden in den Jahren 1905 (10 Jahre; XVII. Jahrgang),[37] 1920 (25 Jahre; XXXII. Jahrgang)[38] und 1925 (30 Jahre; XXXVII. Jahrgang)[39] Jubiläumsausgaben herausgegeben.

Gebäude der Druck- & Verlagsanstalt „Vorwärts“ um 1912

Druck- und Verlagshaus „Vorwärts“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung wurde im Laufe ihrer unterschiedlichen Blatttitel von 1910 bis zum 12. Februar 1934 als Arbeiter-Zeitung sowie nach der Wiedergründung vom 5. August 1945 bis 1986 als Arbeiter-Zeitung und später als AZ und Neue AZ in dem im Jahre 1910 bezogenen und später traditionsreichen Verlags- und Parteigebäude des Vorwärts-Verlages an der Rechten Wienzeile 97 im 5. Wiener Gemeindebezirk, Margareten, gedruckt, wo sich bis 1934 auch das Büro des Parteivorstandes (Zentralsekretariat) befand. Mit dem Ankauf der Liegenschaft an der Adresse Wienstraße 89a, seit September 1911 Rechte Wienzeile 97, mit dem bereits bestehenden Haus und der im Hinterhof schon vorhandenen Druckerei des zu der Zeit gerade in Insolvenz geratenen Wiener Verlags wurde für die sozialdemokratischen Organisationen (neben der Arbeiter-Zeitung und dem Verlag waren dies auch die Organisationen der Partei und der roten Gewerkschaft) genügend Platz geschaffen; für die Arbeiter-Zeitung bedeutete dies einen Modernisierungsschub. Vor dem Einzug wurde Hubert Gessner, mit Viktor Adler befreundet und Absolvent von Otto Wagners „Schule für Architektur“, mit dem Umbau beauftragt, mit dem das Vorwärts-Haus das bis heute prägende Erscheinungsbild bekommen hat.[40]

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Redakteure und Autoren (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Digitalisate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Anm.: Während die Ausgabe am 9. Juli 1925, Nummer 186, noch in der richtigen Zählung im 37. Jahrgang herausgegeben wurde (vgl. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs., Morgenblatt., 9. Juli 1925, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze), erfolgte mit der nächsten Ausgabe am 10. Juli 1925, Nummer 187, unvermittelt eine kommentarlose Erhöhung auf den 38. Jahrgang (vgl. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs., Morgenblatt., 10. Juli 1925, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze). Diese neue Jahrgangszählung wurde bis zur letzten regulären Ausgabe am 12. Februar 1934 – dann der 47. Jahrgang – beibehalten (vgl. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs, 12. Februar 1934, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze). Daraus erklärt sich, dass die erste Ausgabe nach der Wiedergründung der Arbeiter-Zeitung im August 1945 nicht als Nummer 1 des 48., sondern, nach dann wieder richtiger Jahrgangszählung, als 47. Jahrgang erschienen ist (vgl.: Der Parteivorstand der Sozialistischen Partei Österreichs. Die Redaktion der Arbeiter-Zeitung: Arbeitendes Volk in Stadt und Land! In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs, Nr. 1, 47. Jahrgang, 5. August 1945. (Digitalisat in: arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv): „Die Arbeiter-Zeitung erscheint wieder! …“)
  2. a b c Arbeiter-Zeitung (AZ). In: dasrotewien.at – Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie. SPÖ Wien (Hrsg.); abgerufen am 3. Juli 2018.
  3. a b Wochenblatt Gleichheit. In: dasrotewien.at – Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie. SPÖ Wien (Hrsg.); abgerufen am 3. Juli 2018.
  4. a b c d e Aus der Partei. – Vor fünfzig Jahren. In: Arbeiter-Zeitung – Organ der österreichischen Sozialisten, 20. Dezember 1936, S. 12 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  5. Arbeiter-Zeitung im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  6. Peter Pelinka, Manfred Scheuch: 100 Jahre AZ. Die Geschichte der Arbeiter-Zeitung. Europaverlag, Wien / Zürich 1989, ISBN 3-203-51080-4, S. 13.
  7. Titelblatt. In: Arbeiterzeitung. – Organ der österreichischen Sozialdemokratie., 12. Juli 1889, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  8. Impressum. In: Arbeiterzeitung. – Organ der österreichischen Sozialdemokratie., 12. Juli 1889, S. 8 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  9. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung. – Organ der österreichischen Sozialdemokratie., 18. Oktober 1889, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  10. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung – Organ der österreichischen Sozialdemokratie., 19. Dezember 1889, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  11. Der Tag der deutschen Nation. In: Arbeiter-Zeitung, 5. August 1914, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  12. Im Online-Archiv ANNO der Nationalbibliothek noch nicht als digitalisierte Ausgabe verfügbar (Stand Sept. 2020).
  13. a b (Im Kopf des Titelblattes) Unter verschärfter Vorlagepflicht. / Die Polizei verbietet das Wort Vorzensur. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs, 4. Juli 1933, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze. Der Artikel endet mit: „Daß sie [die Behörde] durch ihre neue Verfügung die Oeffentlichkeit, die sich schon fast an das Wort gewöhnt hatte, nun erst recht wieder auf die Sache aufmerksam macht, scheint ihrer Ueberlegung entgangen zu sein. / Denn der Endeffekt der neuesten Polizeimaßnahme ist: das Wort verschwindet, die Sache bleibt bestehen. Es ist nur verboten, sie beim Namen zu nennen.“ (Vgl. hierzu: Streisand-Effekt.)
  14. (Im Kopf des Titelblattes) Unter Vorzensur. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs, 26. März 1933, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  15. (Am Kopf des Titelblattes) Unter Vorzensur. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs, 3. Juli 1933, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  16. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs, 26. März 1933, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  17. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung – Organ der österreichischen Sozialdemokratie, 25. Februar 1934, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  18. Impressum. In: Arbeiter-Zeitung – Organ der österreichischen Sozialdemokratie, 25. Februar 1934, S. 4 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze, ganz unten.
  19. Abschied. In: Arbeiter-Zeitung – Organ der österreichischen Sozialisten, 22. November 1936, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze: „Wir sind gezwungen, die wöchentliche Ausgabe der »Arbeiter-Zeitung« auf dem Boden der der Tschechoslowakischen Republik einzustellen. Zum letzten Male erscheint heute unser Wochenblatt in Brünn.“
  20. Jahresübersicht der Ausgaben im Jahr 1936. In: Arbeiter-Zeitung, 3. Jahrgang, 1936 (Online in ANNO).
  21. a b Jahresübersicht der Ausgaben im Jahr 1937. In: Arbeiter-Zeitung, 4. Jahrgang, 1937 (Online in ANNO).
  22. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung, 3. März 1937, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  23. Impressum. In: Arbeiter-Zeitung, 3. März 1937, S. 12 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze, ganz unten.
  24. Titelblatt. In: Arbeiter-Zeitung, 31. März 1937, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  25. Die RS an die Arbeiterklasse. In: Arbeiter-Zeitung, 20. November 1937, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze: „Im September 1934 hat die Wiener Konferenz der RS den Grund zum Aufbau der neuen Partei gelegt, die die ‚Erbin und Nachfolgerin‘ der alten österreichischen Sozialdemokratie ist. […] Erst im Oktober konnte, diesmal auf österreichischem Boden, eine Parteikonferenz zusammentreten. / Die Parteikonferenz hat beschlossen, folgende Botschaft an die österreichische Arbeiterklasse zu richten: […]“
  26. Titelblatt: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 5. August 1945, S. 1 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  27. Karl Seitz an unsere Leser. Der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Österreichs. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 5. August 1945, S. 2 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  28. Oliver Rathkolb: US-Medienpolitik und die „neue“ österreichische Journalistenelite. In: Hans-Heinz Fabris, Fritz Hausjell (Hrsg.): Die Vierte Macht. Zur Geschichte und Kultur des Journalismus in Österreich seit 1945. (= Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik. Band 53). Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1991, ISBN 3-85115-134-8, S. 65.
  29. a b c Arbeiter Zeitung. In: Wissenslexikon (Quelle: Pelinka, Peter / Scheuch, Manfred, 100 Jahre AZ, Europa Verlag, Wien 1989; www.aeiou.at, 4. April 2003). Rubrik Neue AZ, 1989. In: Rubrik Bilder. Beide Einträge in: Das virtuelle Wissenszentrum. Demokratiezentrum Wien (Hrsg.), ohne Datum, abgerufen am 4. Juli 2018.
  30. a b Die AZ übersiedelt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 23. August 1985, S. 13, Kasten links unten (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  31. Impressum. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 31. August 1985, S. 22, Kasten ganz rechts (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  32. a b Titelblatt: Neue AZ – Tagblatt für Österreich. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 16. Oktober 1985, S. 1 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  33. Titelblatt: AZ – Tagblatt für Österreich. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 15. Oktober 1985, S. 1 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  34. Titelblatt: Oberösterreichisches Tagblatt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 2. Juni 1987, S. 1 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  35. Titelblatt: Neue AZ – Wiener Tagblatt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 3. Juni 1987, S. 1 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  36. a b c M. Scheuch: In eigener Sache. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 30. März 1989, S. 3, Kasten unten (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  37. Viktor AdlerZehn Jahre. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der österreichischen Sozialdemokratie., 1. Jänner 1905, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  38. Fünfundzwanzig Jahre. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs., 1. Jänner 1920, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  39. Friedrich AusterlitzDreißig Jahre. In: Arbeiter-Zeitung – Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs., 1. Jänner 1925, S. 1 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  40. Das Vorwärts-Haus und seine Geschichte. In: VGA – Geschichte der ArbeiterInnenbewegung, Hrsg. vom Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung, ohne Datum, abgerufen am 5. Juli 2018.
  41. Dr. Ilse Brandner-Radinger. Kurzbiografie in: der.ORF.at, Mitglieder des ORF-Publikumsrats, ohne Datum, abgerufen am 5. Juli 2018: „… langjährige Redakteurin bei der Tageszeitung ‚AZ‘ …“
  42. Gluthammer ist tot. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 12. Jänner 1983, S. 1 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  43. Das war unser Herbert Löwy. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 12. Jänner 1983, S. 4 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  44. Friedrich Scheu im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien