radiX, Aussendungen
September
2004

Sozialdemokratische Unterstützung für militante AbtreibungsgegnerInnen?

Eine Fahrradtour unter dem Titel „Europe4Family“ der militanten AbtreibungsgegnerInnenorganisation „World Youth Alliance - Europe“ erhielt nicht nur diverse Grußbotschaften von Bischöfen und konservativen PolitikerInnen, sondern auch von sozialdemokratischer Prominenz wie Tony Blair und Alfred Gusenbauer. Die Organisation veröffentlichte folgende Grußbotschaft des SPÖ-Parteichefs auf ihrer Website:

Mit Eurer sternförmigen Radtour durch das neue Europa seid ihr nicht nur Familien-Botschafter dieses beeindruckenden historischen Friedens- und Wohlstandsprojekts, ihr zeigt damit auch große und beachtenswerte sportliche Ambition. Auf diesem weiten Weg darf ich Euch gute Fahrt und einen möglichst beschwernisfreien Weg in das Herz Europas wünschen!

Die gesamte Liste an Grußbotschaften ist auf der Website der Organisation unter http://www.europe4family.net/europe4family/update/greeting.php zu finden.

In der Charta der „World Youth Alliance“ heißt es u.a.: „We affirm that the fundamental unit of human society is the family, where men and women learn to live in genuine freedom and solidarity, and where individuals are equipped to fulfill their social obligations. We believe that the political community at the local, national and international level is obliged to protect and nurture the family.“

Vom 5. bis 7. November 2004 plant die Organisation unter dem Titel „Human Dignity and the Failure of Communism“ eine Konferenz in Neuwaldegg bei Wien. In der Ankündigung der Konferenz heißt es: „The twentieth century witnessed unprecedented bloodshed, and importantly, unprecedented bloodshed at the hands of highly organized totalitarian regimes. None of these were more pernicious than those described as communist.“ Die „jungen Christen“ stellen damit klar, dass sie die Sowjetunion oder die realsozialistischen Regime in Polen oder Ungarn für „verderblicher“, „schädlicher“ oder „bösartiger“ als den Nationalsozialismus halten. Dass sie als Austragungsort einer solchen Konferenz ausgerechnet das Land des doppelten Postfaschismus — Österreich — aussuchen, zeigt die historische Treffsicherheit der jungen AbtreibungsgegnerInnen und AntikommunistInnen. Als Referenten sind u.a. Otto Habsburg (die Veranstalter schreiben selbstverständlich entgegen des österreichischen Verbots von Adelstiteln Dr. Otto von Habsburg), Dr. Gudrun Lang und Damian von Stauffenberg, wie die Freunde des Adels schreiben,
angekündigt.

Nieder mit reaktionären AbtreibungsgegnerInnen, AntikommunistInnen und VerharmoserInnen des Nationalsozialismus!
Für eine umfassende Befreiung im herrschaftslosen Kommunismus!

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World Youth Alliance (WYA) (engl. für Weltjugendallianz) ist eine internationale non-profit Nichtregierungsorganisation der Lebensrechtsbewegung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Weltjugendallianz (engl. World Youth Alliance; WYA) ist eine internationale, nicht-staatliche, gemeinnützige Jugendorganisation, deren erklärtes Ziel es ist, die Achtung der Menschenwürde international zu fördern. Zudem engagiert sich die Weltjugendallianz für mehr Solidarität zwischen entwickelten und sich entwickelnden Ländern. Die Weltjugendallianz wurde 1999 während der United Nations Conference on Population and Development +5 (Weltbevölkerungskonferenz der Vereinten Nationen) konstituiert.[1] Die Gründung erfolgte als Reaktion auf die Agenda der Konferenz, welche einberufen worden war, um die Bedürfnisse der Weltbevölkerung zu behandeln. Aus Sicht der Weltjugendallianz wurden hierbei jedoch Themen wie die Versorgung mit sauberem Wasser, Sanitäranlagen, Bildung, Ernährung, sowie medizinischer Versorgung und Arbeit nicht ausreichend behandelt.

Die Weltjugendallianz versteht die innewohnende Würde des Menschen als Grundlage jedes Menschenrechts. Sie erkennt an, dass die Menschenwürde unabhängig von den individuellen Umständen existiert und daher weder von einer menschlichen Gemeinschaft erteilt, noch außer Kraft gesetzt werden kann.

Die Charta der World Youth Alliance stellt fest, dass „die authentische Entwicklung der Gesellschaft sich nur in einer Kultur vollziehen kann, die die ganzheitliche Entwicklung des Menschen pflegt, welche durch körperliches, seelisches, geistiges und emotionales Wachstum charakterisiert wird, in einem Klima des Respekts vor der menschlichen Person und der Familie.“

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitgliederzahl von einer Million Mitgliedern in 100 Nationen[2] wird differenziert betrachtet. Zu Mitgliedern werden nicht nur Menschen gezählt, die die Charta von WYA unterzeichnen, sondern jedes Mitglied jeder Gruppe, die diese Charta signiert.

WYA bei internationalen Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WYA operiert bei den Vereinten Nationen[3], der Europäischen Union und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS).[4][5] Allein durch die EU wurde die WYA im Jahre 2010 mit 35.000 € gefördert.[6] Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) würdigte das Statement der WYA und zweier anderer Organisationen besonders.[7]

Publikationen der WYA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptsitz und die Sektion Nordamerika befinden sich in New York, New York. Die Niederlassung Afrika ist in Nairobi, Kenia. Die World Youth Alliance Asia Pacific ist in Quezon, Philippinen. Die World Youth Alliance Europe hat ihren Sitz in Brüssel, Belgien. Die Sektion World Youth Alliance Latin America ist in Naucalpan, Mexiko angesiedelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.wya.net/about-wya/history/
  2. Beispielsweise bei Ian Skoggard, Yale Divinity School: Anna Halpine '09 M.A.R.: Crusading for human dignity (Memento vom 6. April 2010 im Internet Archive), gesehen 11. Mai 2010.
  3. UNO: Liste der Jugend-NGOs, gesehen 11. Mai 2010.
  4. Archivlink (Memento vom 25. März 2010 im Internet Archive)
  5. Beispielsweise beim United Nations Economic and Social Council (ECOSOC): Despite Drops in Mortality, Rise in Life Expectancy, Efforts to Combat HIV/AIDS Have Not Profoundly Altered Course of Epidemic, Population Commission Told (Memento vom 29. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
  6. EU; Youth in Action: - Support for bodies active at European level in the field of youth (Memento vom 28. Januar 2011 im Internet Archive) (PDF; 14 kB).
  7. http://www.unfpa.org/public/News/pid/1115