FŒHN, Heft 16
 
1992

Johann Trojer

Foto: Michaela Seidler

4.11.1935 — 24.9.1991
Schriftsteller und mehr

Von meinem Vater, einem unendlich fleißigen Weber, der sich zu Tode „ge­wirkt“ hat, habe ich das Denken nach den textilen Begriffen von Zettel und Eintrag. Die abzuspulenden Werktage sind der grobe Eintrag in den baum­wollenen Zettel. Aus solchem Garn ist die Tuchent gewirkt, nach der ich mich strecke.

J. Trojer 1981 im alten „Föhn“ (1978-1981),
den er wesentlich mitgestaltet hat

ich habe die lust umzuhauen, und in der nächsten wendung möchte ich das zarteste zwischen den ballen fassen, aber ich bin steif vom widerstand und fausten, mir fällt schon jeder vogel vom wipfel, ich denke, ich sollte ihn nicht anrühren, meine spräche ver­schreckt mich wie ihn

ich halte halt verdammt auf das wort, ein eigentlicher satz, der bleibt, ist mir das leben wert, soviel kann ich sagen

J. T. in einem Brief
an M.W., 29.4.1981

 
 
 
 
 

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