Streifzüge, Jahrgang 2016
August
2016

Der Messias aus dem Musterknabenkatalog

Stimmung und Lage weisen zusehends enorme Diskrepanzen auf.

Schnell kann das gehen. Plötzlich schaut alles ganz anders aus, obwohl sich gar nichts verändert hat. Mit dem Vorsitzenden- und Kanzlerwechsel hat die SPÖ ein Bravourstück an medialem Regietheater abgeliefert. Nicht ganz geplant, aber doch gelungen. Da mag der Status noch so schlecht sein, die Befindlichkeit ist in den Tagen seit Pfingsten in unabsehbare Höhen geklettert.

Tatsächlich erwecken die letzten Wochen den Eindruck, als sei die Krise, bisher groß aufgeblasen, auf einmal regelrecht weggeblasen. Kerns erste Auftritte waren zweifellos professionell, auch wenn er mit Abkanzelung seines Vorgängers es sich recht billig gemacht hat. Taktisch war das klug, dieses „Ich bin einer von Euch“, es soll den Angefressenen die Wut nehmen. Seit der Quereinsteiger Republik und Partei führt, tut die SPÖ geradewegs so, als sei sie nicht wiederzuerkennen. Dieses Kunststück hat Christian Kern, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) binnen weniger Tage durchgezogen.

Mister Hype

„Zukunftsfit“ sollen Partei und Gesellschaft werden. Eine „Trendwende“ sei notwendig, der „Stil“ müsse sich ändern, „ein Neustart“ stehe an. Kern wird nicht müde zu betonen, dass mit „Machtversessenheit“, „Zukunftsvergessenheit“ und „Ideenlosigkeit“ Schluss sei. Selbstverständlich gehe es darum, „die Fenster zu öffnen“ und „frische Luft“ zu atmen. Es gelte „die SPÖ nicht in die Mitte, sondern in die Breite zu führen“. Last but not least: „Die Politik muss raus zu den Menschen.“ Investitionen sind anzukurbeln, das Wachstum zu fördern u.v.m. Wem das alles bekannt vorkommt, irrt nicht. Alles, woran man zu glauben hat, wird neu serviert. Der Verkäufer ist nicht nur tüchtig, er ist flott und adrett, ja mondän. Die alten Hülsenfrüchte sind wieder auf dem Markt, werden gehandelt und gekauft. Auf einmal sehen sie ganz frisch aus.

Auch John Maynard Keynes und Karl Schiller erleben eine Renaissance: „So viel Markt wie möglich, so viel Staat wie nötig“, lautet die ultraneue Devise. Da kann niemand dagegen sein. Endlich sagt es einer. Wir sind baff. An die Stammbelegschaft gewandt, heißt es: „Wir sind die Partei der hart arbeitenden Menschen, die sich an die Regeln halten.“ Aber auch an die bescheiden gewordene Linke sendet Kern Signale, da ist von „Grundsätzen“ die Rede, „für die die Menschen brennen“, von einer „progressiveren Handschrift“ oder gar vom „Systemwechsel“, wobei natürlich bloß das Steuersystem gemeint ist. Der Code wirkt Wunder. „Es geht um die Lufthoheit an den Stammtischen, um Hegemonie.“ Gramsci kennt er also auch. Ein richtiger Hype geht da ab, man verfolge nur einschlägige Zeitschriften des rot-grünen Spektrums.

Etwa den Falter. „Christian Kern wurde vergangene Woche nach seiner ersten Rede wie der Messias empfangen“, lesen wir da. Anhimmeln ist angesagt. „Gemeinsam mit dem neuen Bundeskanzler Christian Kern sieht Österreichs Staatsspitze plötzlich so aus, als hätte man sie in einem europäischen Musterknabenkatalog bestellt. Kern und Van der Bellen, das steht für weltoffen und proeuropäisch, für ein Selbstverständnis jenseits altmodischen Österreichertums, für ökosoziale Marktwirtschaft und Start-up-Mentalität, am Ende vielleicht auch für eine bessere Dritte Republik jenseits der Blockade innerhalb der Großen Koalition. Vieles scheint über Nacht möglich geworden in Österreich.“ Alles wird gut. Dieser New Political Business Slang scheint Furore machen zu wollen.

„Die größte Wachstumsbremse ist die schlechte Laune“, sagt der Neue. Folglich gilt es diese zu heben, sie zum treibenden Faktor zu machen. Was ist schon die Lage gegen die Laune? Und so steigen, weil die Stimmung sich bessert, die Umfragewerte wieder an. Man glaubt es kaum, aber man kann es messen. Es ist dieses Gieren nach dem Schein, die Kraft der Simulation und Illusion, die sich hier inszeniert. Und ankommt. Definitiv. Es ist die große mediale Retorte, aus der solche Produkte entstehen. Mit dem neuen Chef sind die Genossen glücklich. Die Politik bleibt zwar grosso modo gleich, aber sie kommt nun ganz anders rüber. Parteivorsitzende haben Vorstandvorsitzenden zu gleichen. Der Mann, der sogar beim Joggen Telefonate führt, erfüllt dieses Kriterium. Macher sind heute das Nonplusultra.

Kann es sein, dass man einen schwachen Text zur Blüte bringt, sofern der Kontext stimmt? Das kann nicht nur sein, das ist geradezu der Fall. Der Kommerz lebt davon, Banalitäten und Phrasen als etwas Besonderes erscheinen zu lassen. Sagen es viele, sagt es schon viel. Noch dazu, wenn man es gut sagt. Dann klingt überzeugend, was eigentlich platt ist. Rhetorik ist nicht die Kunst der Aussage, sondern die der Ansage. Christian Kern weiß, was zu tun ist. Aber weiß er, was er tut?

Freilich versteht Kern sein Handwerk. Auch auf seine eigenen Fotostrecken legt er großen Wert. Aber spricht das für ihn? Oder eher durch ihn? Und welches Können ist dieses Können? Welche Kunst wird uns hier nahe gebracht? Und führt sie wohin oder verführt sie bloß? Besteht unsere Lenkung in der Ablenkung? Kern stürzt, wenn nicht ein Land, so doch eine Partei in die Euphorie. Glauben müssen sie daran, denn was sonst können sie noch glauben. Der Manazu tunger wird es schon richten. Mühelos versetzte der Parteichef den Landesparteitag in Klagenfurt in eine regelrechte Kern-Mania. Die Funktionäre fürchten sich nicht vor ihm, sondern ohne ihn.

To pop

Populismus kommt heute nicht nur vom lateinischen populus, er kommt auch vom englischen to pop, was meint: knallen, platzen. Immer ist und geht was los. Rausplatzen und durchknallen, gibt es bessere Verben, um die Aufmerksamkeitsökonomie der Kulturindustrie zu beschreiben? Es herrscht eine Politik der Plötzlichkeiten. Stets wird scharf geschossen. In immensem Eifer werden Fixierungen produziert, denen sich kaum jemand entziehen kann. In allen Ecken und Winkeln und Netzen lauern sie, via Gerätschaften sind wir angeschlossen, ja ausgeliefert. Was wir sehen, hören, spüren, da haben wir ganz wenig zu entscheiden. Das ist vorgegeben, da machen wir mit, egal ob es uns passt oder nicht. Stimmungen entwickeln sich kaum merklich, sie treten vielmehr abrupt auf. Geradezu sprunghaft fluktuieren sie. Die Prognostik hat es schwer, zumindest wenn sie konkret werden will. Diskrepanzen zwischen Lage und Stimmung werden größer, sie zoomen in alle Richtungen, lassen kaum ahnen, was morgen reüssieren kann.

Wenn Eloquenz alles schlägt, dann muss beim Publikum allerdings ein großes Maß an Verzauberung vorgegeben sein um dieses Theater so und nicht anderes auffassen zu können. Das Geschehen ist nicht Gegenstand, es muss sich erst zu Ereignissen verdichten, die als markante Versatzstücke mediale Beachtung erheischen und sodann vom Publikum wahrgenommen werden. Wahrgenommen wird nicht, was wirklich wahr ist, sondern was einen real anmacht und bedrängt, also die Belästigung, die aber aufgrund ihrer Häufung gar nicht mehr als solche begriffen wird. Wir fühlen weniger was ist, als das, was sticht. Und das, was sticht, empfinden wir als bestechend.

Kern ist einer, der die mediale Klaviatur souverän beherrscht. Die frei gesprochene Regierungserklärung imponierte. Stil, Performance, Ambiente, Habitus, Ritus, Code werden immer bestimmender. Wir haben ein formatiertes Publikum, das gut abgerichtet, in Serie reinfällt. Was im akuten Fall aber auch bedeutet: Eine kleine Erschütterung und dieselben Leute sind wieder bei Strache und Hofer. Und das zeichnet sich auch schon ab, zumindest atmosphärisch.

Die aktuelle Anfechtung des Ergebnisses der Bundespräsidentschaftswahl durch die Freiheitlichen vor dem Verfassungsgerichtshof hat zwar kaum Aussicht auf Erfolg, aber sie schürt Latrinengerüchte und Verschwörungstheorien, vor allem führt sie dazu, dass die FPÖ die nächsten Wochen wieder mühelos und penetrant die Öffentlichkeit dominiert. Dass Unregelmäßigkeiten bei Wahlen auftreten, ist normal, dass die Briefwahlstimmen bereits am Sonntag und nicht am Montag gezählt werden, in vielen Gemeinden Usus. Das ist zwar gesetzlich nicht erlaubt, war aber bis jetzt immer toleriert, schließlich haben am Montag weniger Leute Zeit als am Wahlsonntag. Es ist auch kein Zufall, dass die Wahlbeisitzer der FPÖ die allermeisten Protokolle unterschrieben haben und diese Unregelmäßigkeiten nicht gleich urgierten. Aber Strache geht es um den Wirbel. Den braucht er. Exzessiv halluziniert sich die FPÖ als Opfer dunkler Mächte.

Auch die erste relevante Personalentscheidung der von Kern geführten Regierung, ließ keinen neuen Stil erkennen. Im Gegenteil: Einmal mehr hat die ÖVP beim Rechnungshof ihre Kandidatin schamlos durchgepresst. Die Kanzlerpartei sah dabei gar nicht „machtbesessen“ aus, eher völlig ohnmächtig. Abermals ließ man sich von der Volkspartei vorführen. Droht die ÖVP trotz aufrechter Koalitionsvereinbarung mit der FPÖ zu stimmen, bricht die Sozialdemokratie ein. Vorerst werden diese taktischen Spielchen weiterlaufen. Der entfachte Erwartungsdruck freilich ist enorm: Entweder liefert er schnell, oder er ist schnell geliefert, der Christian Kern.

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Christian Kern (2016)

Christian Kern (* 4. Jänner 1966 in Wien) ist ein österreichischer Manager und ehemaliger Politiker (SPÖ).

Von Mai 2016 bis Dezember 2017 war er Bundeskanzler der Republik Österreich. Von Mai 2016 bis September 2018 war er Bundesparteivorsitzender der SPÖ und ab Dezember 2017 auch Oppositionsführer im österreichischen Nationalrat. Im Oktober 2018 zog er sich aus der Politik zurück und kündigte an, in die Privatwirtschaft zu gehen.[1]

Seine berufliche Laufbahn begann nach Studienabschluss (1997) und postgradualer Ausbildung sowie ersten Schritten als Wirtschaftsjournalist zunächst als Angestellter im Bundeskanzleramt und beim SPÖ-Parlamentsklub. Darauf folgten Beschäftigungen in verschiedenen öffentlichen Unternehmen. Von 2007 bis 2010 war er Vorstandsmitglied der Verbund AG, danach wechselte er zu den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und war zwischen 2010 und 2016 Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Kern wuchs als Sohn einer Sekretärin und eines Elektroinstallateurs in der Kaiser-Ebersdorfer Straße im Wiener Bezirk Simmering auf. Die Eltern betrieben dann auch ein Milchgeschäft in Favoriten. Später erwarb der Vater eine Taxilizenz und fuhr Taxi. Die Mutter kümmerte sich um die Kinder.[2][3] Christian Kern maturierte im Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Gottschalkgasse 21 in Simmering.[4] Anschließend studierte er Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien und schloss das Studium 1997 ab (Mag. phil.).[5][6] Danach absolvierte er eine postgraduale Ausbildung am Management-Zentrum St. Gallen von Fredmund Malik.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1989 begann er seine Karriere als Wirtschaftsjournalist, unter anderem im Wirtschaftspressedienst und bei Option – österreichisches Wirtschaftsmagazin der Wirtschafts-Printmedien GmbH.[7]

Im Jahr 1991 wurde er in der Bundesregierung Vranitzky III Assistent des Staatssekretärs Peter Kostelka im öffentlichen Dienst im Bundeskanzleramt. 1994 wurde Kern Büroleiter und Pressesprecher des Klubobmannes des SPÖ-Parlamentsklubs im Nationalrat. Zwischen 1996 und 2000 war er Mitglied im ORF-Kuratorium. Auch Verbund AG-Vorstand Hannes Sereinig war Mitglied des Kuratoriums und suchte einen Assistenten. Kern bot sich selbst an und so wechselte er 1997 zum Verbund.[8] Ab 1999 war er Bereichsleiter für strategisches Marketing und Verkaufssteuerung. Im Jahr 2000 stieg er zum Geschäftsführer der Verbund Stromvertriebsgesellschaft mbH auf und hatte diese Position bis Dezember 2002 inne. Von Oktober 2002 bis Mai 2007 war er Vorstandsmitglied der Verbund Trading GmbH und seit 2001 Prokurist der Verbund AG. Danach wurde er ab Juni 2007 Vorstandsmitglied der Verbund AG und für die Bereiche Mergers & Acquisitions Ausland, Beteilungsmanagement und -entwicklung sowie für das Hochspannungsnetz zuständig.

Kern bei der Eröffnung der BahnhofCity Wien West (2011)

Ab dem 7. Juni 2010 war Kern Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG und für die Bereiche Strategie, Kommunikation, Personal und den Güter- bzw. Personenverkehrsbereich zuständig. In dieser Position berief er Niko Pelinka in „die neue Abteilung Public Affairs“.[9] Von Februar 2011 bis Mai 2016 war er auch Aufsichtsratsvorsitzender der Tochtergesellschaft Rail Cargo Austria (RCA). 2014 wurde seine Vertragslaufzeit bei der ÖBB vorzeitig bis 2019 verlängert.

Am 1. Jänner 2014 wurde Kern für zwei Jahre zum Vorsitzenden der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen gewählt.[10] In diesem Amt wurde er am 24. September 2015 für weitere zwei Jahre bestätigt.[11]

Nach erfolgreichen Verhandlungen um das Amt des Vorstandsvorsitzenden der RHI AG wechselte Kern aber als Bundeskanzler in die Politik.[12] Mit seinem Antritt als Bundeskanzler wurden alle seine Funktionen im Bahnbereich obsolet, da er als Kanzler keine weiteren Berufstätigkeiten und Ämter ausüben durfte.

Nach seiner Verabschiedung beim SPÖ-Bundesparteitag im September 2018 gab Kern bekannt, in die Blue-Minds-Gruppe seiner Ehefrau Eveline Steinberger-Kern einzusteigen und als Tech-Unternehmer zu arbeiten.[13]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kern bei seiner Vorstellung des SPÖ-Grundsatzprogramms „Plan A“ in Wels (Jänner 2017)

Schon als Schüler war er einmal Klassensprecher und später auch Schulsprecher. Kern war als Gymnasiast Mitbegründer der Alternativen Liste Simmering, einer Bezirksliste der Vorgängerorganisationen der Grünen, und war bei der Gründung der Grünalternativen – Demokratische Liste (GAL) dabei. Ein Buch von Günther Nenning soll ihn dann aber zum Sozialdemokraten gemacht haben.[14][3] Während seines Studiums engagierte er sich auch im Verband Sozialistischer Student innen in Österreich (VSStÖ) und war Chefredakteur des VSStÖ-Magazins Rotpress – Zeitschrift für Hochschule, Politik und Kultur. Bei der Hochschülerschaftswahl 1989 war er Spitzenkandidat für den Wiener VSStÖ. Er war Schulungsreferent, wobei er auch Gramsci-Schulungen organisierte und etwa über sein Konzept der Hegemonie debattiert wurde.[15]

Parteivorsitzender und Kanzler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Kern bereits früher mehrfach als möglicher Nachfolger Werner Faymanns als österreichischer Bundeskanzler genannt worden war,[16][17] war er nach dessen Rücktritt am 9. Mai 2016 neben Gerhard Zeiler und Brigitte Ederer erneut als Kandidat für die Nachfolge im Gespräch. Nachdem sich, bis auf die Wiener SPÖ, alle Landesorganisationen für ihn ausgesprochen hatten, einigte sich der Bundesparteivorstand am 12. Mai 2016 auf Kern als Nachfolger Faymanns für das Amt des Bundeskanzlers und in der Funktion des Parteivorsitzenden.[18]

Am Vormittag des 17. Mai 2016 wurde Kern im zuständigen Bundesparteigremium für die neuen Ämter bestätigt. Am Nachmittag wurde er von Bundespräsident Heinz Fischer als Bundeskanzler angelobt. Mit der Regierungsumbildung vom 18. Mai, in welcher der sozialdemokratische Teil der Bundesregierung maßgeblich umgebaut worden war, ging die Bundesregierung Faymann II in die Bundesregierung Kern über.[19]

Beim außerordentlichen Parteitag der SPÖ am 25. Juni 2016 wurde Kern mit rund 96,8 Prozent der Delegiertenstimmen zum Parteivorsitzenden gewählt und löste damit den geschäftsführenden Parteichef Michael Häupl ab.[20] Als Schwerpunkt für seine beabsichtigte Regierungsarbeit skizzierte Kern eine Reihe von Maßnahmen, die zu Vollbeschäftigung bis zum Jahr 2020 führen sollten und die er in Anlehnung an das Programm des vormaligen US-Präsidenten Roosevelt New Deal nannte.[21]

Am 3. September 2016 kritisierte Kern angesichts der durch die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ausgesprochenen milliardenschwerden Steuernachforderung an das Unternehmen Apple in einem Interview mit dem „Standard“ den Umstand, dass in Österreich „jedes Wiener Kaffeehaus, jeder Würstelstand […] mehr Steuern als ein globaler Konzern“ zahle. In Hinblick auf Steueroasen in der EU sagte er: „Was Irland, die Niederlande, Luxemburg oder Malta hier tun, ist unsolidarisch gegenüber der restlichen europäischen Volkswirtschaft.“[22]

Zum kurz vor dem Abschluss stehenden Freihandelsabkommen der EU mit Kanada, CETA, ließ Christian Kern im September 2016 SPÖ-Mitglieder per Online-Voting abstimmen. Die Abstimmung stand auch Nicht-Parteimitgliedern offen und erbrachte bei ca. 23.000 Teilnehmern eine Ablehnung von 88 %.[23] Auf Drängen Christian Kerns reagierte die EU-Kommission darauf, indem sie eine neunseitige Erklärung ausarbeitete, die unter dem Namen „Beipackzettel“ bekannt wurde und umstrittene CETA-Kapitel präzisierte. Die SPÖ stimmte daraufhin entgegen dem Ausgang der Parteibasisbefragung der vorläufigen Anwendung des Freihandelsabkommens zu.[24]

Am 11. Jänner 2017 stellte Kern in Wels sein Grundsatzprogramm („Plan A“) vor,[25] was auch als Wahlprogramm für eine allfällige vorgezogene Nationalratswahl im Jahr 2017 interpretiert wurde.[26][27] Zwei Wochen später richtete Kern ein Ultimatum an den Koalitionspartner, um wesentliche Punkte des Plan A in das Regierungsprogramm aufzunehmen.[28] Die Koalition einigte sich schließlich nach Verhandlungen auf ein neues Regierungsprogramm. Ein Schwerpunkt dabei war die beabsichtigte Reduzierung der Arbeitslosigkeit für die Altersklasse 50+ mit der Aktion 20.000.[29]

Wahlkampf 2017 und die Silberstein-Affäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Mai 2017 erklärte Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner überraschend seinen Rücktritt. Sein Nachfolger an der Parteispitze wurde Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz. Dieser beendete kurze Zeit später die Koalition und rief vorgezogene Neuwahlen aus.

Ein Thema im Wahlkampf war die Migration, da im Sommer 2017 die Bootsüberfahrten von Libyen über das zentrale Mittelmeer einen Höhepunkt erreichten. Kern nannte hierbei die Forderungen des ÖVP-Spitzenkandidaten Kurz zur Schließung dieser Mittelmeerroute populistischen Vollholler (im Sinne von „großer Blödsinn“; Holler = Holunder[30]). Obwohl diese umgangssprachliche Wortwahl nur in einem Hintergrundgespräch mit Journalisten fiel, wurde sie zum geflügelten Wort, da die Wortwahl von Medienhäusern aufgegriffen wurde.[31] Vollholler wurde zum Wort des Jahres 2017 gekürt.

Präsentation Plakatsujets (2017)

Kern und die SPÖ orientierten sich beim Wahlkampf am „Plan A“ und setzten auf traditionell sozialdemokratische Themen wie die Forderungen nach einer Erbschaftssteuer oder einem Mindestlohn. Der Wahlkampf war auch durch Pannen der SPÖ gekennzeichnet, so kam es in Kerns Wahlkampfteam sogar zu Handgreiflichkeiten[32] und dem Rücktritt des bisherigen Kampagnenleiters Stefan Sengl. Das Ende des Wahlkampfes war durch die Silberstein-Affäre geprägt, nachdem bekannt wurde, dass der von Kern engagierte Wahlkampfberater Tal Silberstein gemeinsam mit einem Team in einem Wiener Büro Facebook-Seiten betrieb, die von der ÖVP als Versuch des Dirty-Campaigning bezeichnet wurden.[33][34] Daraufhin trat zwei Wochen vor der Wahl der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler zurück, bestritt aber jede direkte Beteiligung.

Bei der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 überholte die ÖVP die SPÖ mit deutlichem Abstand und wurde stimmenstärkste Partei. Die SPÖ konnte leicht hinzugewinnen, hielt ihren Stimmenanteil aus der Nationalratswahl 2013 und landete als Zweite knapp vor der FPÖ, die ebenfalls deutlich zulegte. Durch Abwanderung von Stimmen, unter anderem zur SPÖ, schieden die Grünen nach 31 Jahren aus dem Nationalrat aus.

Christian Kern ist der Bundeskanzler mit der drittkürzesten Amtszeit in der Zweiten Republik nach Hartwig Löger und Sebastian Kurz – die am kürzesten amtierenden Kanzler Österreichs überhaupt waren Walter Breisky (ein Tag) und Arthur Seyß-Inquart (zwei Tage) in der Ersten Republik.[35]

Opposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl bildeten die ÖVP und FPÖ die Bundesregierung Kurz I. Kern wurde als SPÖ-Klubobmann Oppositionsführer im Nationalrat. Aufsehen erregte seine Umschreibung der türkis-blauen Bundesregierung als Moskauer Pyramide. Zwei B‘soffene, die sich gegenseitig abstützen.[36] Insgesamt wurde von Kommentatoren die Oppositionsarbeit der SPÖ unter Kern als „nicht spürbar“ bewertet.[37] In dieser Zeit wurde unter der Federführung von Kern ein neues SPÖ-Parteiprogramm ausgearbeitet und zudem eine verstärkte Mitwirkung der SPÖ-Mitglieder an der Parteipolitik angestrebt.[38][39] Nach Kerns Rücktritt wurde diese Reform hingegen vorerst fallen gelassen.[40]

Rücktritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte September 2018 gab Kern bekannt, als Spitzenkandidat der SPÖ bei der Wahl zum EU-Parlament im Mai 2019 anzutreten und den Parteivorsitz spätestens nach der Wahl zurückzulegen.[41] Da die SPÖ nicht auf einen Rückzug Kerns vorbereitet war, verlief die Suche nach einem neuen Vorsitzenden sehr chaotisch.[42] Schließlich wurde Pamela Rendi-Wagner als erste Frau an der Spitze der SPÖ zu Kerns Nachfolgerin bestellt.[43] Kern gab – aufgrund von Unmut der Parteimitglieder und -funktionäre über seine Vorgehensweise, sich selbst als Spitzenkandidat für die EU-Wahl aufzustellen sowie seinen raschen, unabgesprochenen Rücktritt und laut eigenen Aussagen seiner Einbindung in das „innenpolitische Klein-Klein“ – Anfang Oktober schlussendlich seinen vollständigen Rücktritt aus der Politik bekannt. Kern will sich laut eigenen Angaben künftig „Wirtschaft und Unternehmertum“ widmen.

Als Kerns Nachfolger als Klubobmann im Nationalrat wurde ebenfalls Pamela Rendi-Wagner gewählt. Spitzenkandidat für die EU-Wahl wurde Andreas Schieder, der zuvor geschäftsführender Klubobmann war. Sein Nationalratsmandat übernahm im November 2018 Katharina Kucharowits.

Nach der Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Juli 2019 ist Kern Mitglied des Aufsichtsrats der russischen Staatsbahn RŽD.[44] Im Frühjahr 2019 war als Begründung die gute Vernetzung Kerns in Moskau angeführt worden. So soll er beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg als Stargast von Präsident Wladimir Putin gegen die internationalen Sanktionen gegen Russland aufgetreten sein.[45][46] 2019 wurde er außerdem Präsident des vom Unternehmerverband CEATEC (China Europe Association for Technology and Economic Cooperation) ins Leben gerufenen European China Business Councils.[47][48]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kern wurde erstmals im Alter von 22 Jahren Vater und zog seinen ersten Sohn einige Jahre alleine auf.[49][3] Heute hat er drei Söhne und eine Tochter aus zwei Ehen.[50] Er war mit Karin Wessely, einer Scheidungsanwältin[51] und ehemaligen Kommunalpolitikerin in Mödling, von 1985 bis 1988 verheiratet;[52] mit ihr hat er drei Söhne. Mit Eveline Steinberger-Kern hat er eine Tochter.[52][53] Kern ist konfessionslos[54], war vom Bundesheer befreit und ist passionierter Jäger.[55][56]

Kerns Sohn Nikolaus und Eveline Steinberger-Kern waren auch im Wahlkampf 2017 aktiv. Nikolaus Kern sorgte für mediale Aufregung, als er auf Twitter das Vorgehen von Sebastian Kurz bei seiner Übernahme des ÖVP-Chefsessels mit derjenigen des ugandischen Diktators Idi Amin verglich.[57] Nikolaus Kern trat 2019 aus der SPÖ aus.[58] Kerns zweite Ehefrau war wiederum zusammen mit Hans Peter Haselsteiner und Brigitte Ederer an der Gründung einer Plattform namens „Weil’s um was geht“ beteiligt, die auf die Verhinderung einer Regierungsbeteiligung der FPÖ abzielte.[59]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2013 erhielt Kern von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) die Marietta und Friedrich Torberg-Medaille für die von ihm initiierte Aufarbeitung der Rolle der Bahn während der NS-Zeit, deren Ergebnisse in der ÖBB-Ausstellung „Verdrängte Jahre“ präsentiert wurden.[60]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kern verfasste mehrere analytische und programmatische Texte. Zu diesen Arbeiten zählen Texte zur Medienpolitik in Österreich, zur Rolle der ÖBB, aber auch zur Politik der FPÖ unter Jörg Haider.[61] Zu seinen Herausgebern zählten u. a. auch die ÖVP-Politiker Erhard Busek und Andreas Khol.[62]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Christian Kern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nächster Knalleffekt: Kern zieht sich aus Politik zurück. In: news.ORF.at. 6. Oktober 2018 (orf.at [abgerufen am 6. Oktober 2018]).
  2. (Misik 2017), 2. Kapitel, Als Arbeiterkind im Simmering [Kindle-Edition]
  3. a b c Oliver Pink: Christian Kern, der Calvinist. In: Die Presse. 19. Mai 2017, abgerufen am 18. Juni 2017.
  4. Neu am Zug: Der künftige Bundesbahnen-Chef Christian Kern im FORMAT-Porträt. In: trend. 12. März 2010, abgerufen am 20. September 2017.
  5. Media Monitoring. Die innenpolitische Berichterstattung der österreichischen Tages- und Wochenzeitungen 1993. Wien 1997, Österreichische Nationalbibliothek (Univ. Diplomarbeit; Signatur 1491775-C).
  6. Christian Kern auf meineabgeordneten.at
  7. Christian Kern: Zug nach oben, Der Standard, 17. Jänner 2015
  8. Rosemarie Schwaiger: ÖBB-Chef Christian Kern hat Chancen, Nachfolger von Kanzler Faymann zu werden. profil.at, 2. August 2014, abgerufen am 9. Februar 2018.
  9. Elisabeth Horvath: Die Pelinkas. In: Der Österreichische Journalist. Nr. 10+11, 2010, S. 56–59 (journalist.at [abgerufen am 2. Oktober 2017]).
  10. Kern wird Präsident der Europäischen Bahnen, Kurier, 27. September 2013
  11. The Voice of European Railways, auf cer.be. Veröffentlicht am 24. September 2015; abgerufen am 29. September 2015
  12. Kern ließ Millionen sausen. In: Kurier. 24. September 2017, S. 9 (Online [abgerufen am 24. Oktober 2017]).
  13. Ex-Kanzler Christian Kern wird Tech-Unternehmer. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 1. Dezember 2018]).
  14. (Misik 2017), 2. Kapitel, Die Siebziger – Jahre des Aufbruchs [Kindle-Edition]
  15. (Misik 2017), 4. Kapitel, Christian Kern – Mehr Solist als Teamspieler? [Kindle-Edition]
  16. ÖBB-Chef Christian Kern hat Chancen, Nachfolger von Kanzler Faymann zu werden, profil, 2. August 2014
  17. Christian Kern: Kanzler der Herzen, profil, 16. September 2015
  18. Würfel gefallen: Kern als SPÖ-Chef so gut wie fix. In: news.ORF.at. 12. Mai 2016, abgerufen am 12. Mai 2016.
  19. SPÖ: Kern holt vier neue Regierungsmitglieder. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 16. Februar 2017]).
  20. Delegierte wählen Kern mit 96,8 Prozent zum SPÖ-Parteichef. In: derStandard.at. 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  21. Vollbeschäftigung bis 2020 ist das Ziel, SPÖ-Homepage, 6. September 2016
  22. Michael Völker: „Ich will nicht auf einen Einzeiler reduziert werden“ Interview mit Video. derstandard.at, 2. September 2016, abgerufen am 3. September 2016.
  23. 88% der SPÖ-Mitglieder gegen vorläufige CETA-Anwendung, Der Standard, 20. September 2016
  24. Österreich und CETA. Ein Ja mit Bedingungen, Deutschlandfunk, 18. Oktober 2016
  25. Christian Geinitz, Stephan Löwenstein: Eine Agenda 2020 für Österreich. In: FAZ. 11. Januar 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
  26. „New Deal“ oder „Plan A“? Christian Kern hält Grundsatzrede. In: Kurier. 11. Januar 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
  27. Michael Völker: Christian Kern: Wenn er sich nur traut. In: Der Standard. 29. Januar 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
  28. Neuwahlen: SPÖ stellt Ultimatum, Die Presse, 24. Jänner 2017
  29. Kerns Aktion 20.000: Bund könnte Leute aufnehmen, Kurier, 5. April 2017
  30. Martin Zips: Vollholler, der. In: sz.de. 7. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  31. Kerns Vollholler Zitat über Kurz sorgt für Aufregung, Kurier, 17. Juni 2017
  32. Beschimpfungen und Rempeleien unter Genossen im Bundeskanzleramt, Die Presse, 6. Juni 2017
  33. SPÖ-Programm: "Ich hol' mir, was mir zusteht". In: Kurier.at. 2. August 2017, abgerufen am 8. Februar 2018.
  34. Wahlkampf: Inhalte und Schlammschlachten - Ein Rückblick. In: Nachrichten.at. 14. Oktober 2017, abgerufen am 8. Februar 2018.
  35. Übergabe im Kanzleramt: eine Sache von 50 Sekunden. In: Oberösterreichische Nachrichten. 19. Dezember 2017, S. 1.
  36. Kern zu Regierung: „B‘soffene, die sich abstützen“. In: krone.at. 15. April 2018, abgerufen am 19. September 2018.
  37. Daniela Kittner: Dilemma für die SPÖ: „Derzeit kein Oppositionsbonus“. In: kurier.at. 23. April 2018, abgerufen am 19. September 2018.
  38. Das neue SPÖ-Parteiprogramm im Detail. In: kurier.at. 25. Mai 2018, abgerufen am 19. September 2018.
  39. SPÖ einigte sich auf Maßnahmen zu Öffnung der Partei. In: orf.at. Österreichischer Rundfunk, 6. September 2018, abgerufen am 19. September 2018.
  40. SPÖ will sich vorerst nicht reformieren. In: derstandard.at. 8. Oktober 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018.
  41. Lucian Mayringer und Annette Gantner: Christian Kern überrascht die SPÖ mit Rückzug auf Raten. In: nachrichten.at. 18. September 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018.
  42. Katharina Mittelstaedt und Günther Oswald: Neue SPÖ-Spitze: Kern sucht nun seine Nachfolgerin. In: derstandard.at. 20. September 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018.
  43. Pamela Rendi-Wagner: Eloquent, modern, beruflich erfolgreich. In: tt.com. 23. September 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018.
  44. Christian Kern im Aufsichtsrat der russischen Bahn. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Juli 2019, S. 20.
  45. Christian Kern soll Aufsichtsrat bei russischer Bahn werden. In: derStandard.at. 30. April 2019, abgerufen am 6. Mai 2019 (österreichisches Deutsch).
  46. Ex-Kanzler Kern nun im Aufsichtsrat der russischen Bahn. 16. Juli 2019, abgerufen am 16. Juli 2019.
  47. Ex-Kanzler Kern nun Europa-Präsident von China-Unternehmerverein. In: Kurier.at. 20. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
  48. Neuer Job für Ex-Kanzler: Kern ist neuer Europa-Präsident bei chinesischem Verein. In: Kleine Zeitung. 20. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
  49. Robert Misik: Christian Kern. Ein politisches Porträt. Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2017, ISBN 978-3-7017-4547-0, 2. Kapitel Junger Vater – und die Jahre als Alleinerzieher.
  50. Kopf des Tages: Christian Kern, Der Standard, 9. März 2010
  51. Dr. Karin Wessely: Lebenslauf RA Dr. Karin Wessely. Abgerufen am 6. September 2017.
  52. a b Ex-Frau hofft auf Christian Kern. NÖN, 11. Mai 2016, abgerufen am 6. September 2017.
  53. Der erste große Talk mit Eveline Steinberger-Kern, Woman, 1. Juni 2016
  54. „Ich glaube“ - oder auch nicht. In: Oberösterreichische Nachrichten. 12. April 2017, abgerufen am 29. September 2017.
  55. Everybody's Darling: Der Rote aus dem Bobo-Bezirk. In: Kurier. 15. Mai 2016, S. 4.
  56. Alfred Pfeiffenberger, Monika Graf: Das ist der neue Kanzler. In: Salzburger Nachrichten. Nr. 111, 13. Mai 2016, S. 3 (Online [abgerufen am 3. Oktober 2019]).
  57. Kanzler-Sohn vergleicht Sebastian Kurz mit Diktator Idi Amin Die Presse, 10. Mai 2017
  58. Karin Leitner: Orts-und Bezirkschefs sind auf 180. In: Tiroler Tageszeitung. 3. Oktober 2019, S. 3 (Paywall [abgerufen am 3. Oktober 2019]).
  59. Eine Plattform hauptsächlich gegen die FPÖ Die Presse, 6. Juli 2017
  60. Torberg-Medaille für Christian Kern (Memento vom 16. September 2013 im Internet Archive)
  61. Literatur von Christian Kern im Österreichischen Verbundkatalog
  62. „Haiders Kulturkampf“ (Wien: Sozialdemokratische Parlamentsfraktion, 1995); „INFRASTRUCTURE FINANCING IN EUROPE“ (Cross Alpine corridors / European Commission in cooperation with BBT SE, Transport; Innsbruck, 2015); „Zukunft mit Geschichte“ In: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft / [Österreichisches Staatsarchiv]. Hrsg.: Gerhard Artl ; Gerhard H. Gütlich ; Hubert Zenz. - Wien, 2012; „Wirtschaftsmotor Bahn – Standortfaktor Infrastruktur“ In: Europäische Wirtschaftspolitik der Zukunft / Patrick Horvath ... (Hrsg.). - Wien, 2014; „Papier ist geduldig! : Struktur und Tendenzen des politischen Zeitungsjournalismus in Österreich“ In: Politik am Gängelband der Medien / Erhard Busek ... Mit Beitr. von Thomas A. Bauer .... - Wien, 1998; „Unternehmen ÖBB - Zukunft Bahn“ In: Österreichisches Jahrbuch für Politik 2010 / Andreas Khol; Ofner, Günther ; Karner, Stefan ; Halper, Dietmar, Verlag: Wien, Köln, Weimar : Böhlau, 2011
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Das politische System Österreichs. Fischer, Heinz (Hrsg.):

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Das politische System Österreichs und die EU. Ucakar, Karl und Stefan Gschiegl:

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Handbuch des politischen Systems Österreich Die zweite Republik 1997 Dachs...

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Das politische System Österreichs und die EU Ucakar, Karl|Gschiegl, Stefan|Jenn

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Das politische System Österreichs Heinz Fischer

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Ucakar, Karl: Das politische System Österreichs und die EU

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Das politische System Österreichs und die EU - Karl Ucakar

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Deutschland, Österreich Und Die Schweiz: Die Politischen Systeme Im Vergleich

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Karl Ucakar Das politische System Österreichs und die EU

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Das politische System Österreichs und die EU Karl Ucakar

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Das politische System Österreichs und die EU | Karl Ucakar | Taschenbuch | 2017

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Das politische System Österreichs und die EU, Karl Ucakar

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Karl Ucakar - Das politische System Österreichs und die EU

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Das politische System Österreichs und die EU, Karl Ucakar

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Das politische System Österreichs und die EU

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Das politische System Österreichs und die EU BC ger

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