Leopold Spira

Geboren am: 2. Mai 1913

Gestorben am: 20. Dezember 1997

Geboren 1913 in Wien, gestorben 1997 ebenda. Journalist und Schriftsteller, ab 1935 im Widerstand tätig, 1938 Anschluß an die Internationalen Brigaden in Spanien, Internierung in Frankreich und England, 1971 Ausschluß aus der KPÖ, veröffentlichte zahlreiche Bücher — u.a. Ein gescheiterter Versuch. Der Austro-Eurokommunismus, Wien 1979.

Beiträge von Leopold Spira
Wiener Tagebuch, Heft 11/1970

Probleme der Revolution in Südamerika

November
1970

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Wiener Tagebuch, Heft 11/1970

Entwicklungshilfe für die Metropolen

November
1970

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Wiener Tagebuch, Heft 10/1976

Welthunger und US-Interessen

Oktober
1976

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Wiener Tagebuch, Heft 10/1976

Der weltweite Terrorismus

Oktober
1976

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Wiener Tagebuch, Heft 10/1989

Erinnerungen an Bucharin

Oktober
1989

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Wiener Tagebuch, Heft 10/1989

Ideologische Monatsschau

Oktober
1989

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Wiener Tagebuch, Heft 12/1989

Ein schweres Erbe

Dezember
1989

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Wiener Tagebuch, Heft 12/1989

Ideologie zum Jahresende

Dezember
1989

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Wiener Tagebuch

Zur Geschichte des „Wiener Tagebuch“

Mai
1992

Bald nach Kriegsende gab die KPÖ eine zweiwöchig erscheinende Zeitschrift zur Beeinflussung und Gewinnung von Intellektuellen und Künstlern heraus, das „Tagebuch“. Als Herausgeber zeichneten Ernst Fischer, Bruno Frei und Victor Matejka. Mit dem Rückgang des Einflusses der KPÖ ging auch die (…)

Leopold Karl Spira (geboren 2. Mai 1913 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 20. Dezember 1997 in Wien) war ein österreichischer Publizist und politischer Autor.

Leopold Spira war Sohn des Beamten Emil Spira und der Doris Langbein. Seine Schwester ist die 1905 geborene Emma Plank. Als Student engagierte sich Spira in der Zwischenkriegszeit auf der Seite der politischen Linken. Er nahm als Freiwilliger in den Reihen der Internationalen Brigaden am Spanischen Bürgerkrieg teil und saß unter dem autoritären Regime des austrofaschistischen österreichischen Ständestaats fast ein Jahr im Gefängnis. In der Biografie seiner Tochter, der bekannten österreichischen Fernsehjournalistin Elizabeth T. Spira, finden sich Einzelheiten aus dieser für ihn betrüblichen Zeit.[1]

Den Zweiten Weltkrieg überlebte Leopold Spira im Exil in Großbritannien, wo er als Redakteur der Exilzeitschrift Zeitspiegel tätig war und 1940 Eva Zerner heiratete. Die Töchter des Paares, Elizabeth T. Spira und Margaret, wurden noch in Glasgow geboren. 1946 kehrte Leopold Spira mit Frau und Kindern nach Österreich zurück und wurde in Wien zu einem der führenden Intellektuellen der KPÖ. Spira gehörte mit Ernst Fischer und Franz Marek zum Kreis des Wiener Tagebuchs, der in den 1960er-Jahren eine Linie im Sinne des Eurokommunismus vertrat, weshalb er gemeinsam mit seinen Mitstreitern 1969 aus der Partei gedrängt wurde. Nach dem Tod von Franz Marek fungierte Spira bis 1988 als Chefredakteur des „Wiener Tagebuchs“ und veröffentlichte mehrere Bücher. Er wurde am Friedhof der Feuerhalle Simmering bestattet (Abteilung 5, Gruppe 3, Nummer 135).

Schriften (Auswahl)

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  • Ein gescheiterter Versuch: der Austro-Eurokommunismus. Wien 1979.
  • Feindbild Jud. Wien 1981.
  • Kommunismus adieu. Eine ideologische Biographie. Europa-Verlag, Wien 1992, ISBN 3-203-51178-9.
  • Das Jahrhundert der Widersprüche. Böhlau, Wien 1996, ISBN 3-205-98609-1.
Übersetzung
  • Robert Plank: George Orwells „1984“. Eine psychologische Studie. Übersetzung aus dem Englischen Leopold Spira. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1983, ISBN 978-3-518-37469-6.

Einzelnachweise

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  1. Vgl. Stefanie Panzenböck: Die Spira: Eine Biografie, Falter Verlag, Wien 2022, ISBN 978-3-85439-704-5, S. 37.