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Dass sich die Schweizer Kirchen wenig um das Schicksal der jüdischen
Flüchtlinge aus NS-Deutschland kümmerten, erstaunt nicht. Auch in
der Schweiz war Antisemitismus immer wieder zentrales Element christlich-konservativer
Ideologien und prägte die damalige Politik entscheidend mit.
Von Nicole Burgermeister* Es waren sowohl lobende als auch warnende Worte, welche der Basler Bischof
Franz von Streng anlässlich des Kriegsendes 1945 in einem Hirtenbrief
den Schweizer Behörden gegenüber fand: „Wohl ist es dank der
Bereitschaft und Wachsamkeit unserer Behörden und unseres Heeres gelungen,
unerwünschte und gefährliche Menschen an unseren Landesgrenzen zurückzuhalten,
nicht aber fremde, unschweizerische und unchristliche Ideologien.“ (1)
Es war keineswegs – wie das im Nachhinein so gerne suggeriert wurde
– hauptsächlich nationalsozialistisches Gedankengut, vor dem der
Bischof damals seine Schäfchen warnte. Sein Lob, das wie blanker Hohn
erscheint angesichts einer Flüchtlingspolitik, im Zuge derer Zehntausende
von Asylsuchenden an den Schweizer Grenzen in den sicheren Tod zurückgeschickt
wurden, ist denn auch nicht so überraschend, wenn man sich die Politik
der Schweizer Kirchen während der Zeit des Nationalsozialismus vergegenwärtigt. Von „christlicher Nächstenliebe“ war jedenfalls wenig zu
spüren damals, abgesehen von engagierten Einzelpersonen aus kirchlichen
Kreisen, welche sich für verfolgte Flüchtlinge einsetzten und öffentlich
Kritik an der restriktiven und antisemitischen Asylpolitik der Behörden
übten. Die Hilfe, welche kirchliche Hilfswerke wie die Caritas leisteten,
konzentrierte sich denn auch hauptsächlich auf Flüchtlinge christlichen
Glaubens. Und auch wenn ein Aufflammen des Protests vereinzelter Vertreter
der offiziellen Kirche 1942 dazu beitrug, dass gewisse restriktive Massnahmen
der Grenzschliessung wieder rückgängig gemacht wurden, so ist doch
auffallend, wie wenig Solidarität die offizielle Kirchen gegenüber
den verfolgten Jüdinnen und Juden zeigte. Mehrheitlich stellte sich die
Kirche hinter die restriktive und von einem antisemitischen Überfremdungsdiskurs
dominierte Flüchtlingspolitik der Schweizer Behörden. Zumindest
nahmen weder das katholische Episkopat noch der Schweizerische Evangelische
Kirchenbund – abgesehen von einem Communiqué 1942, als die öffentliche
Kritik an der weitgehenden Schliessung der Grenzen immer stärker wurde
– öffentlich Stellung zum Geschehen im In- und Ausland. Auch die
katholischen Kirchgemeinden und die meisten reformierten Kantonalkirchen sahen
keine Veranlassung, sich dem Thema zu widmen, wie die Historikerin Ursula
Käser-Leisibach festgestellt hat. Wenn sich kritische Stimmen erhoben,
wurden diese sogar zurückgepfiffen. So im August 1942, als sich der Kirchenrat
des Kantons Zürich in einer öffentlichen Erklärung von Dr.
Max Wolff, dem Präsidenten der Zürcher Kirchensynode, distanzierte,
nachdem dieser in einer Rede vor 8000 jungen Leuten zu kirchlichem Widerstand
aufgerufen hatte „wenn Flüchtlinge in Todesnot ins Elend zurückgestossen
werden.“ (2) Oder im selben Jahr, als 37 teils prominente bekennende
ChristInnen einen Weihnachtsbrief verfassten, indem sie ihrer Scham über
das den Juden von christlicher Seite her immer wieder zugefügte Unrecht
Ausdruck verliehen und ihre Verbundenheit als ChristInnen mit den Juden und
Jüdinnen beteuerten.
Der Brief stieß in katholischen Kreisen auf harsche Kritik. „Die
Juden haben sich in Vergangenheit und Gegenwart so häufig und so unverschämt
frech und ungerecht auf Kosten der Christen breit gemacht in allen Schlüsselstellungen
des privaten und öffentlichen Lebens (Wirtschaft, Presse, Literatur,
Theater, Politik usw.), dass es ein Akt primitivster Notwehr gewesen ist und
noch ist, sie zurückzubinden und an parasitärer Ausnützung
ihrer Unverfrorenheit zu hindern. Das parasitäre Judentum hat den Antisemitismus
selber verschuldet.“ (3) So die Reaktion in der Kirchenzeitung, einem
der wichtigsten Organe des Schweizer Katholizismus. Verfasser des Artikels
war Kirchenzeitung-Redaktor Alois Schenker, der dann später, 1951 bis
1952, Hauptredaktor des Blattes wurde.
Gerade der Artikel von Schenker zeigt, dass sich hinter dem Schweigen zur
behördlichen Flüchtlingspolitik seitens der Kirche offensichtlich
mehr verbirgt als Desinteresse und Passivität aufgrund von fehlenden
Einflussmöglichkeiten. Antisemitische Äusserungen wie jene Schenkers
waren denn auch keine Einzelfälle. Vielmehr war der Antisemitismus gerade
in den Jahren 1920-1950, als der Einfluss der Katholisch-Konservativen auch
in der Politik immer grösser wurde, stärker denn je. Judenfeindlich,
so der Historiker Josef Lang, waren damals nicht nur die meisten Parteiführer,
die Mehrheit der der Nationalen Front nahestehenden Jungkonservativen, sondern
auch fast alle katholisch-konservativen Zeitungen. (4)
Wie empfänglich die Oberhäupter der Schweizer Kirchen für
antisemitische Ideologien waren, zeigt beispielsweise die 1939 unter Pseudonym
erschienene Schrift Zur Judenfrage des Zürcher Studentenpfarrers Mario
von Galli. In der Schrift wurde zwar von von Galli das Vorgehen der Nationalsozialisten
als „falsche Lösung der Judenfrage“ kritisiert, sie enthielt
aber sämtliche antijüdisch-antisemitischen Argumente, welche damals
in christlich-konservativen Kreisen verbreitet waren. Die Juden wurden als
Gottesmörder dargestellt, welche „zur Strafe“ von Gott zum
„ewigen Juden“ gemacht und entwurzelt worden seien, es war vom
Juden als dem „Schädling der Völker“ und der „zersetzenden
Tätigkeit der Juden“ die Rede, aufgrund derer auch staatliche antijüdische
Massnahmen ihre Rechtfertigung hätten. In Auftrag gegeben worden war
Gallis Schrift vom Apologetischen Institut des Schweizerischen Katholischen
Volksvereins, abgesegnet und zum Druck frei gegeben worden war es vom bischöflichen
Ordinariat von Basel. In der katholischen Presse stiess die antisemitische
Schrift fast durchgehend auf positives Echo. (5)
Dass die nationalsozialistische Rassenideologie abgelehnt, dafür aber
umso mehr einem sogenannt „erlaubten“, vordergründig nicht
biologistisch-rassistisch argumentierenden Antisemitismus das Wort geredet
wurde, war durchgängige Praxis in kirchlichen Kreisen. So meinte zwar
der katholisch-konservative Zuger Ständerat und Redaktor der Zuger Nachrichten
Philipp Etter anlässlich des Boykotts im April 1933, „jede Verfolgung
Andersdenkender aus Gründen der Rasse oder des religiösen Bekenntnisses“
sei abzulehnen, warf den Juden dann aber zersetzende Kräfte und die Vorbereitung
des Zusammenbruchs des deutschen Mittelstands und der Demokratie vor: „Die
Tatsache ist freilich nicht in Abrede zu stellen, dass der jüdische Einfluss
auf das deutsche Geistesleben in Kunst, Schrifttum und auf andern Gebieten
der Kultur von unheilvoller Wirkung gewesen ist.“ Der damals noch junge
christlich-konservative Publizist und Politiker Ludwig von Moos unterstützte
zur gleichen Zeit die antisemitischen Programme der Fronten im Obwaldner Volksfreund:
„Es ist zu begrüssen, dass man alle Volksklassen vereint zur Aufrichtung
einer neuen Schweiz aufrufen will, dass man dem Warenhausjudentum und der
Weltfreimauerei den schärfsten Kampf ansagt.“ (6) Sowohl Etter
als auch von Moos wurden für die Christlichdemokratische Volkspartei
(CVP) in den Bundesrat gewählt; Etter bereits 1934, von Moos 1959. Von
Moos war bis 1971 Bundesrat.
Christliches Vaterland
Bereits in den 1860er und 1870er-Jahren, als nach der Gründung des Bundesstaats
die Frage der rechtlichen Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung
diskutiert wurde, hatten die Katholisch-Konservativen zu den wichtigsten Vertretern
antijüdisch-antiemanzipatorischer Stimmungsmache gehört. In der
alten Eidgenossenschaft war die jüdische Minderheit immer wieder Pogromen,
Vertreibungen, Gewaltakten und Diskriminierungen ausgesetzt gewesen. Gerade
in der Innerschweiz und in ländlichen Gegenden war eine religiös-
antijüdische Alltagskultur bis weit in die Nachkriegszeit hinein wirksam.
Trotz der Dominanz freisinniger Kräfte, welche eher ein liberales Konzept
der Staatsbürgernation vertraten, kamen in den Jahrzehnten nach der Gründung
des Bundesstaats von 1848 alle Formen von Antisemitismus vor (7), vom christlichen
Antijudaismus über die antiemanzipatorische Ideologie eines christlichen
Schweizer Staates bis zu jener antisemitisch-xenophob motivierten Fremdenabwehr,
welche die schweizerische Politik auch im Zweiten Weltkrieg prägte.
Die 1832 gegründete Schweizerische Kirchenzeitung tat sich immer wieder
als Kämpferin gegen die „Verjüdelung“ der Schweiz hervor
und stellte sich mit dem Hinweis auf das angebliche jüdische Weltherrschaftsstreben
gegen eine von der Religion unabhängige Gleichstellung aller Bürger.
Die vom Luzerner Nationalrat Anton von Segesser angeführte Opposition
gegen die hauptsächlich auf ausländischen Druck zurückzuführenden
Emanzipationsbestrebungen des Bundesrats fand vor allem in der katholischen
Schweiz rege Zustimmung. Segessers Warnung, dass die Juden als Mitglieder
einer eigenen „Nation“ auf die „Zerstörung der christlichen
Gesellschaft“ und der „christlichen Zivilisation“ aus seien
(8), fand hier regen Zuspruch. Nur knapp wurde der jüdischen Bevölkerung
in der eidgenössischen Volksabstimmung vom 14. Januar 1866 die Niederlassungsfreiheit
gewährt, die Kultusfreiheit wurde ihnen bis 1874 verwehrt. Der Aargauer
Katholikenführer Johann Nepomuk Schleuniger hatte im Vorfeld der Abstimmung
behauptet, dass der Bundesrat dem „geheimnisvollen Drängen“
eines „fremden Geldmonarchen“ nachgegeben und die christliche
Seele des Landes an die Rothschilds verkauft habe.(9)
Aber auch in protestantischen Kreisen, vor allem in den wenig industrialisierten
Gegenden der Schweiz wurde die Auffassung vertreten, dass Juden und Jüdinnen
keine Mit-EidgenossInnen sein könnten, da sie als Angehörige einer
anderen Nation nicht zu den SchweizerInnen gehörten, vielmehr ein „Fremdkörper“
seien, die dem helvetischen Gemeindewesen Schaden zufügten. Die Vorstellung,
dass die Schweiz ein „Vaterland der Christen“ sei, erhielt gerade
in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wieder Hochkonjunktur. Damals wurde
ein neuer Konservatismus christlich-nationalistischer Prägung zunehmend
stärker, der die Entchristlichung und Entsittlichung der modernen Welt
beschwor und dafür Aufklärung, Materialismus, Sozialismus, Liberalismus
und revolutionäre Agitation verantwortlich machte. Das Judentum wurde
dabei häufig als Drahtzieher hinter diesen „Übeln“ vermutet,
antisemitische Verschwörungstheorien waren weit verbreitet. So wurden
die Protokolle der Weisen von Zion in verschiedenen Schweizer Zeitungen abgedruckt
und auch von der Schweizerischen Kirchenzeitung lobend gewürdigt. In
einem Artikel mit dem Titel „Der russische Satanismus“ vom 1.
Mai 1930 hiess es: „Herd und Hilfe, Triebkraft und Träger der deutschen,
der russischen, der ungarischen Revolution und der begonnenen Weltrevolution
ist das Judentum. Wer die zionistischen Protokolle kennt, findet dies verständlich“.
(10)
Vor allem jüdische EinwanderInnen aus dem Osten wurden häufig zu
Sündenböcken für die gesellschaftlichen Probleme der Nachkriegszeit.
Eine frontistische Kampagne gegen die Einbürgerung dieser MigrantInnen
wurde in den Zuger Nachrichten mit folgenden Worten unterstützt: „
(...), aber es tut einem doch im Herzen weh, wenn nun im Lande der Tellen
und Winkelriede in Zukunft die finanziell gutgestellten Abrahame und Nathane
die schönsten Plätze besetzt halten und an den Universitäten
und in den Kaufhäusern ihre Sprösslinge anstelle der Nachkommen
der Meier und Müller, der Hüsler und wie die guten Schweizernamen
sind, den Platz und den Verdienst in unserm sonst überbevölkerten
und zu engen Lande einnehmen.“ (11)
Der Zürcher Historiker Patrick Kury hat erst vor kurzem ausführlich
dargestellt, wie die schweizerische Flüchtlingspolitik in den Jahren
1939-1945 eben nicht eine einmalige Entgleisung war, wie dies heute oft behauptet
wird, sondern vielmehr logische Konsequenz einer seit der Jahrhundertwende
aufgebauten Abwehrideologie. Diese basierte auf der Vorstellung eines von
Schädlingen und Parasiten, von „Überfremdung“ bedrohten
„helvetischen Volkskörpers“, der als männlich, handwerklich
oder landwirtschaftlich tätig, im ländlich-bergigen Gebiet lebend
und christlich imaginiert wurde. Dass dieser „homo alpinus helveticus“,
wie er auch genannt wurde, selbstverständlich christlichen Glaubens war,
drückt bereits die Landesflagge in ikonographischer Deutlichkeit aus.
Im Zuge der „Geistigen Landesverteidigung“ während des Zweiten
Weltkrieges wurde die Akzentuierung der christlichen Schweiz zentraler und
die Abwehr gegen die „fremden, unschweizerischen und unchristlichen
Ideologien“ verschärft. Wobei sich diese Abwehr eben nur vordergründig
gegen nationalsozialistische Ideologien richtete, sondern in erster Linie
gegen die jüdischen MigrantInnen. „Der ausländische, städtische
und Handel treibende Jude wurde zum Antipoden des einheimischen, christlichen,
autarken Berglers und freien Bauern auf dem Boden des alles überragenden
granitenen Gotthard.“ (12)
Als Hitler an die Macht kam, waren, so Käser-Leisibach, zahlreiche kirchliche
Beobachter in der Schweiz der Ansicht, dass sich für Deutschland nun
vieles zum Guten wende. Gerade der Kampf gegen den Kommunismus wurde von den
Kirchen unterstützt, einige Theologen begrüssten die Stärkung
der staatlichen Autorität gegen den angeblichen Einfluss der Juden (und
Jüdinnen) in Politik, Wirtschaft und Kultur. Wie verschiedene Beispiele
aus der katholisch-konservativen Tageszeitung Vaterland zeigen, hielt man
mancherorts nicht „die nationalsozialistischen Massnahmen gegen die
Juden in der Wurzel falsch, aber lediglich als im Ausmass übertrieben
und in der Methode verfehlt.“ (13) Als die Ausgrenzungs- und Verfolgungspraxis
der Nazis sich zunehmend verschärfte, fielen die kirchlichen Obrigkeiten
vor allem durch Schweigen und Wegschauen auf. Selbst noch 1942, als auch in
der Schweiz immer mehr Nachrichten über die Deportationen und die Ermordung
von Millionen von Menschen durchsickerten, beschäftigten sich die Schweizer
Bischöfe in ihren Fastenhirtenschreiben lieber mit Themen wie „Die
segensreiche Wirksamkeit des Papsttums in neuerer Zeit“, „Die
christliche Familie“, „Unsere heimatliche Scholle“ oder
„Das Leben in sittsamer Würde“. Auch der Schweizerische Evangelische
Kirchenbund beschäftigte sich lieber mit scheinbar wichtigeren Fragen
wie dem neuen Kirchengesangbuch. (14) Das Wegschauen und Schweigen war nicht
zuletzt deswegen auffallend, als in kirchlichen Blättern immer wieder
Artikel erschienen, in denen nicht davor zurückgeschreckt wurde, die
Shoah mit heilsgeschichtlichen Argumenten zu deuten. So meinte Heinrich Bolfing
1941 in der Kirchenzeitung: „Gottlosigkeit und Sittenlosigkeit des Volkes
wird am gesamten Volke bestraft; zur Ausführung solcher Strafgerichte
bedient sich Gott oft anderer Völker als seiner Werkzeuge (...) So lehrt
uns das A.T. (...), die furchtbaren Geschehnisse der heutigen Zeit zu begreifen.“
(15) Und Bolfing war kein Einzelfall.
Was für die Schweiz generell festgestellt werden kann, gilt gerade auch
für christlich-konservative Kreise: Man tat und tut sich schwer mit der
Aufarbeitung der eigenen Rolle während des Zweiten Weltkrieges. Auch
die Auseinandersetzung mit dem damals sehr stark vertretenen Antisemitismus
setzte sehr spät ein. HistorikerInnen wie Käser-Leisibach, Altermatt,
Lang oder Mattioli sind diesbezüglich einige wichtige Beiträge zu
verdanken, darüber hinaus jedoch scheint das Interesse an einer kritischen
Auseinandersetzung mit dem Thema nicht allzu groß.
Referenzen:
1 Schweizerische Kirchenzeitung vom 11.05.1945. In: Urs
Altermatt: Katholizismus und Antisemitismus. Frauenfeld 1999, S. 136.
2 Ursula Käser-Leisibach: Die begnadeten Sünder.
Stimmen aus den Schweizer Kirchen zum Nationalsozialismus 1933-1942. Winterthur
1994, S. 130.
3 Schweizerische Kirchenzeitung vom 31.12.1942. In: Altermatt
1999, S. 251ff.
4 Josef Lang: Katholisch-konservativer Antisemitismus in
der Schweizer Geschichte. In: Widerspruch 32, 1996, S. 93.
5 Altermatt 1999, S. 236ff.
6 Hans Stutz: „Wesentlich ist für uns, dass sie
recht bald dorthin gehen, woher sie gekommen sind.“ In: WochenZeitung
vom 01.09.1995.
7 Vgl. Aram Mattioli: „Vaterland der Christen“
oder „bürgerlicher Staat“? Die Schweiz und die jüdische
Emanzipation, 1848-1874. In: Urs Altermatt / Catherine Bosshart-Pfluger /
Albert Tanner (HgInnen.): Die Konstruktion einer Nation. Zürich, 1998,
S. 228.
8 Philipp Anton von Segesser: Über die schweizerisch-französischen
Verträge. Reden im schweiz. Nationalrathe und staatsrechtliche Abhandlungen.
1848-1878. Bern 1879, S. 216. In: Mattioli 1998.
9 „Ein Tag des Schweizervolkes“ In: Die Botschaft
vom 07.01.1866. In: Mattioli Aram: Die Schweiz und die jüdische Emanzipation
1798-1874. In: Ders. (Hg.): Antisemitismus in der Schweiz 1848-1960. Zürich
1998, S. 76.
10 Schweizerische Kirchenzeitung vom 01.05.1930. In: Altermatt
1999, S. 155.
11 Stutz 1995.
12 Patrick Kury: „Auf unser human gesinntes Schweizervolk
zählen wir ganz sicher.“ Antisemitismus und nationale Identität.
In: Die Erfindung der Schweiz 1848-1998: Bildentwürfe einer Nation. Katalog
zur Sonderausstellung im Schweizerischen Landesmuseum Zürich. Zürich
1998, S. 122. Sowie Patrick Kury: Über Fremde reden, Zürich 2003.
13 Vgl. Käser-Leisibach 1994, Stutz 1995.
14 Käser-Leisibach 1994, S. 139.
15 Kirchenzeitung vom 22.05.1941. In: Altermatt 1999, S.
117.
*) Nicole Burgermeister war Mitarbeiterin der Zeitschrift Risse. Sie lebt
in Zürich und beschäftigt sich im Rahmen eines Forschungsprojektes
mit den Auseinandersetzungen um die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. |