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Liebe Leserin! Lieber Leser!
Context XXI ist neu!
Context XXI ist größer!
Wir haben das Layout verbessert und die Redaktion um die AutorInnen der Schweizer
Zeitschrift RISSE erweitert.
Mit neuer Besetzung und neuem Erscheinungsbild bieten wir Ihnen diesmal eine
publizistische Auseinandersetzung zum Thema Christentum und Islam. Aufgrund
der weltpolitischen Geschehnisse der letzten Jahre und den aktuellen Ereignissen,
wie den täglichen Anschlägen im Irak und dem Mord an dem niederländischen
Filmemacher Theo Van Gogh trat das militante Agieren islamistischer Gruppen
ins Zentrum der Aufmerksamkeit, der Analyse und auch der Ressentimentbildung.
Context XXI betrachtet Analyse und Kritik als wesentliche publizistische Aufgabe.
Aus diesem Grund setzen wir uns in dieser Ausgabe mit den autoritären
und repressiven Funktionen der beiden Weltideologien Christentum und Islam
und dem beiden Religionen inhärenten und verbindenden Element –
Antisemitismus – auseinander. Das Christentum wird in weiteren Context
XXI-Ausgaben Gegenstand bleiben, u.a. in der Fortsetzung des Artikels von
Andreas Peham, wenn neben weiteren Spuren zum Islamismus dann Luther und der
Protestantismus gesondert behandelt werden.
Context XXI wäre aber nicht Context XXI, wenn Analyse und Kritik intern
nicht auch zu Meinungsunterschieden führen würden. Wie vielfältig
die Ansichten der Redaktion sind, machen wir diesmal an den Texten von Heribert
Schiedel und Alex Gruber öffentlich, die beide zu einem Text der antideutschen
Zeitschrift Bahamas Stellung nehmen.
In der vorangegangenen Context XXI-Ausgabe erschien Hannah Fröhlichs
Offener Brief an Claudia Brunner. Als Reaktionen darauf stießen sich
einige LeserInnen an einem vermeintlichen Regelverstoß: Aus therapeutischen
Situationen auszuplaudern, ist nicht erlaubt. Wir möchten jedoch darauf
hinweisen, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt, denn Brunner
erzählt in ihrem Buchbeitrag selbst von der Großgruppe
Wie immer möchten wir Sie auf die Radiosendungen von Context XXI hinweisen,
die diesmal von der Sprache des Exils und von Frauen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus berichten.
Und abschließend Theodor W. Adorno: „Lesen ... duldet
als sinnlich-unsinnliche Anschauung etwas wie die Koexistenz des Kontradiktorischen.“
In diesem Sinne: Context XXI – versöhnt trotzdem nicht.
Katrin Auer
Dezember 2004 |