Liebe Leserin! Lieber Leser!
Diese Ausgabe der Context XXI ist den Entwicklungen im Irak gewidmet.
Es ist uns gelungen, irakische AutorInnen zu gewinnen, die von
verschiedenen Standorten - etwa als in Österreich lebende
Exil-IrakerInnen - und von verschiedenen Perspektiven - wie zum
Beispiel als persönliche Kommentare und Lebensgeschichten - ihre
Sicht auf den Irak, seine Vergangenheit und Gegenwart schildern.
Außerhalb des Themenschwerpunktes Irak setzen wir die
Auseinandersetzung mit dem Christentum fort, diesmal mit dem Fokus auf
den religiösen Antisemitismus im Protestantismus. Weiters wird die
Frage nach der Kontinuitätsthese in Bezug auf von Deutschen begangenen
Genoziden seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts diskutiert, der Beitrag
der Schweizerischen Politik zur Festung Europa hinterfragt und die
aktuelle Situation der jüdischen Gemeinde in der Tschechischen Republik
dargestellt.
Nichtkommerzielle Publikationsprojekte wie Context XXI haben es schwer
zu überleben. In eigener Sache ist es uns daher ein Anliegen, unsere
LeserInnen darauf aufmerksam zu machen, dass es heute leider keine
Selbstverständlichkeit darstellt, dass es Zeitschriften wie Context XXI
gibt. Context XXI ist weiterhin wohl eine der raren Zeitschriften,
welche sich in Österreich mit Antisemitismus und Rassismus durchgehend
und konsequent auseinandersetzen. Auch Gedenkarbeit und die
Auseinandersetzung mit der Shoah sind wesentlicher Bestandteil unserer
Arbeit. Diesbezüglich stellt Context XXI eine fast allseits anerkannte
Bereicherung in der Medienlandschaft dieses Landes und des gesamten
deutschsprachigen Raumes dar. Wir freuen uns daher über zuverlässige
Abo-Bezahlungen, über jede Werbung und Empfehlung, über Inserate, über
MäzenInnen und FörderInnen.
Wir danken daher im Besonderen Lotte Tobisch für die Benefiz-Lesung
ihres Briefwechsels mit Theodor W. Adorno zugunsten von Context XXI.
Katrin Auer,
Mai 2005
|