Judith Götz

Literaturwissenschafterin und Politikwissenschafterin. Seit 2001 zahlreiche Auslandsaufenthalte und soziale Tätigkeiten vor allem in Lateinamerika (Guatemala, Nicaragua, Argentinien, Venezuela), Mitglied der Redaktion Context XXI sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Mauthausen-Außenlager-Guide, Trainerin, zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen. Lehraufträge an den Universitäten in Klagenfurt/Celovec, Salzburg und Wien.

Beiträge von Judith Götz
Context XXI, Heft 7/2002

Der Krieg gegen die Minderwertigen

■  Judith Götz
Dezember
2002

Über ein halbes Jahrhundert hat es gebraucht, bis im April 2002 die Überreste von Hunderten von Kindern, die als „lebensunwertes Leben“ oder „minderwertige“ Menschen der Tötungsklinik „Am Spiegelgrund“ zum Opfer gefallen waren, begraben wurden. Das lange Ausbleiben dieses Begräbnisses und auch das einer (...)

Context XXI, Heft 8/2003 — 1/2004

Aufklärung als AnTITOtalitarismus

Zwei Ausstellungen in Kärnten/Koroška
■  Judith Götz ▪ Bernhard Wernitznig
Dezember
2003

Die Thematisierung von „antifaschisti­schen Gräueltaten" fungiert in Kärnten/Koroska als Instru­ment revisionistischer Deutschnationaler. Aber auch die SPÖ beteiligt sich an der Relativierung der NS-Verbrechen. Die traditionelle Vor­gangsweise der Institu­tionen und pressure groups in Kärnten/Koroska, (...)

Context XXI, Heft 1-2/2005

Und es gibt ihn doch!

■  Judith Götz
Mai
2005

In Ljiljana Radonic „Die friedfertige Anti­semitin“ wird das Modell eines weiblichen autoritären Charakters aktualisiert. Die Kritik an Freuds Weiblichkeitstheorie stellt in der Diskussion rund um Geschlechterverhältnisse keine Neuheit dar. Ebenso bekannt ist der Vorwurf, dass Adornos Modell des (...)

Context XXI, Heft 3-4/2005

Die „Mörder“ der „Kameraden“

Über die österreichische PartisanInnenphobie und ihre kärntnerischen Auswüchse
■  Judith Götz
Juni
2005

60 Jahre Befreiung meint vor allem in Kärnten „Niederlage“ und in Bezug auf die Erinnerungstra­dition in erster Linie eine Kultivierung faschistoider und antislowenischer Brauchtumspflege. Dies verdeutlicht sich einerseits in der Fortsetzung eines Gedenkens, welches an die vermeintlichen „Opfer“ (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

„Haut’s die Juden eini’!“

Zum Verhältnis von Antisemitismus und Fußball in Österreich
■  Judith Götz
Mai
2006

Dass ein Fußballspiel seit jeher mehr als nur ein Spiel gewesen ist und auch länger als 90 Minuten dauert, haben verschiedene SportforscherInnen und SporttheoretikerInnen bereits beleuchtet und dabei nicht nur auf die Tätigkeiten von Fußballvereinen und Clubs sowie deren AnhängerInnen verwiesen, (...)

Judith Goetz (geboren am 10. Juni 1983 in Wien[1]) ist eine österreichische Literatur- und Politikwissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goetz studierte von 2001 bis 2010 Romanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft an den Universitäten Klagenfurt, Wien und Buenos Aires. Ihre Diplomarbeit unter dem Titel „Bücher gegen das Vergessen“ widmete sie der Kärntnerslowenischen Literatur über Widerstand und Verfolgung im Kontext der Holocaustautobiographie.[2]

Goetz war während ihres Studiums Referentin für feministische Politik der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft. Ab 2012 war sie Lehrbeauftragte für die Universitäten Graz, Klagenfurt, Salzburg und Wien. 2016/2017 war sie Referentin für politische Bildung an der Grünen Bildungswerkstatt. Seit 2017 ist sie Universitätsassistentin am Lehrstuhl für die Didaktik der Politischen Bildung am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Feministische Theorie, Rechtsextremismus, Gedenkpolitik, Gedenkkultur und Antisemitismus. Sie hält zudem auch Workshops zum Thema Sexualität ab.[3][4]

Goetz ist Mitglied der Redaktion Context XXI und der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus). Als Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit war sie am Buch Rechtsextremismus – Entwicklungen und Analysen beteiligt. Darin setzte sie sich – unter dem Titel Ausgetanzt! – kritisch mit den Protesten gegen den WKR-Ball in Wien auseinander.

2004 kandidierte Goetz als Spitzenkandidatin der KPÖ bei den Kärntner Landtagswahlen.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Judith Goetz: Bücher gegen das Vergessen. Kärntnerslowenische Literatur über Widerstand und Verfolgung im Kontext der Holocaustautobiographie. Diplomarbeit Wien 2010, S. 251.
  2. Judith Goetz: „Bücher gegen das "Vergessen"“, abgerufen am 2. Februar 2015
  3. Junge Grüne: Workshop mit Judith Goetz, abgerufen am 2. Februar 2015
  4. Autonomes Zentrum Linz: „Das rechtsextreme Geschlecht“. Vortrag und Diskussion mit Judith Goetz, abgerufen am 2. Februar 2015
  5. Der Standard: "Lieber 40 und Marxistin als 20 und Konformistin", 29. April 2004
Judith Götz bei

Ohne Titel