Industriellenvereinigung
Beiträge
FŒHN, Heft 10/11

Vom europäischen Stromberg

Januar
1988

Auf dem europäischen Strommarkt herrscht heute ein riesiges Überangebot an der Ware Strom. Neben dem imposanten Schweineberg und dem berühmten Butterberg hat sich ein nicht minder stattlicher Stromberg aufgetürmt. Allein Frankreich produziert heute schon jährlich 30 Milliarden kWh über den (...)

FŒHN, Heft 15

Die Preislage der Parteien

Mai
1991

Wahltag ist Zahltag: Die Parteien haben uns für die jüngste Wahl 112 Millionen Schilling aus dem Budget gestohlen. Die Parteien haben sich im letzten Jahr zusätzlich 98 Millionen an Zuschüssen nach dem Parteiengesetz aus dem Budget genehmigt. Von unserm Geld. Die Parteien haben sich im letzten Jahr (...)

FŒHN, Heft 15

Anhang: Die Tiroler Parteienfinanzierungsmaschin’

Mai
1991

Wie gesagt, liegen die Parteien den zum Teil oder zum Großteil oder ganz dem Volke gehörenden großen Betrieben auf der Tasche. Noch in die letzte Vorfeldorganisation einer Vorfeldorganisation strömen über nutzlose Inserate in winzigsten Blättern Gelder von Austria Tabakwerke und Casinos Austria, ÖMV, (...)

FŒHN, Heft 23+24

Landeshauptmann Weingartner: So betrog ich die Tiroler!

 
1997

Die Liste der Transit-Schmähs, mit deren Hilfe der Straßengüterverkehr durch Tirol in den letzten Jahren immer wieder aufs neue gesteigert werden konnte, ist lang. Manches ist in früheren FÖHN-Heften dokumentiert. Hier sei, weil es auch mit dem EU-Beitritts-Komplott zu tun hat, nur an die sogenannte (...)

FŒHN, Heft 23+24

Die Leserbrief-Trupps

 
1997

Die Leserbrief-Rubriken in den Zeitungen, das sind die Räusper-Ecken der Bevölkerung. Hierhin kann sie, weit hinter alle Schlagzeilen, Leitartikel, Wirtschaftsseiten, auf denen schon alles ausgemacht ist, zwischen Kreuzworträtsel und Fortsetzungsroman hinein, sich aushüsteln gehn. Weil aber dies (...)

FŒHN, Heft 23+24

Die Jubelfirma

 
1997

Wer erinnert sich nicht an die hüpfende, kreischende, geschniegelte, fähnchenschwingende, grinsende „Jugend für Europa“, die, mit blauen Kapperln und blauen Luftballons und Spruch-Tafeln ausgestattet, in den Wochen vor der Volksabstimmung immer dann, wenn ein Mock, Busek, Vranitzky oder Klestil ins (...)

Vereinigung der Österreichischen Industrie
(Industriellenvereinigung, IV)
Zweck Freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Industrie in Europa und Österreich
Vorsitz: Georg Kapsch (Präsident), Christoph Neumayer (Generalsekretär)
Gründungsdatum: 1862 als Verein der Industriellen, Neugr. 1946 als Vereinigung österreichischer Industrieller
Mitgliederzahl: ca. 4.200 Unternehmen
Sitz: Wien, Schwarzenbergplatz 4
Website: www.iv-net.at

Die Vereinigung der Österreichischen Industrie, kurz Industriellenvereinigung (IV) versteht sich sowohl als Interessenvertretung auf österreichischer und europäischer Ebene, als auch als Serviceorganisation für ihre rund 4.200 Mitglieder. Die Mitgliedschaft besteht, im Gegensatz zu den Kammern, auf freiwilliger Basis.

Agenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als österreichische Industrievertretung verfolgt die Vereinigung das Ziel, die Interessen ihrer Mitglieder in Europa und Österreich nachhaltig zu vertreten und den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa zu stärken. Neben der Bundesorganisation bestehen auch neun Landesgruppen in den jeweiligen Bundesländern. Die Struktur wird aus ehrenamtlich agierenden Funktionären und hauptberuflichen Mitarbeitern gebildet. Seit 1988 unterhält die Vereinigung auch ein Büro in Brüssel und stellt auch den österreichischen Vertreter im europäischen Industrie- und Arbeitgeberverband Businesseurope. Generalsekretär Christoph Neumayer ist Mitglied des Businesseurope-Exekutivbüros, der strategischen Steuerungszentrale des europäischen Arbeitgeberverbandes. International ist die IV in der International Organisation of Employers vertreten.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigung beruht auf ehrenamtlich agierenden Funktionären und hauptberuflichen Mitarbeitern. Es gibt neun eigenständige Landesgruppen, die Bundesorganisation und ein Vertretungsbüro in Brüssel.[1]

IV-Büro Brüssel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Büro besteht seit 1988, also noch vor dem EU-Beitritt Österreichs 1995, als Monitoringstelle über politische und wirtschaftliche Trends, und Kontaktstelle zwischen den Mitgliedern und der Europapolitik. Der Leiter des IV-Büros in Brüssel ist zugleich ständiger Vertreter Österreichs beim Europäischen Industrie- und Arbeitgeberverband Businesseurope. Es ist an der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU angesiedelt, und damit in die österreichische Wirtschaftspolitik und Diplomatie eingebunden.[1]

Präsidenten seit 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgeschäftsführer bzw. Generalsekretäre seit 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 2011[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als älteste Vorgängerorganisation entstand 1862 der Verein der Industriellen, die Vertretung der Groß- und Schwerindustrie. Im Jahr 1892 entstand der Centralverband der Industriellen Österreichs als Vertretung einzelner Fachverbände, wenig später, 1897, der Bund der österreichischen Industriellen als Vertretung der Klein- und Mittelbetriebe. Diese drei Vereine ließen 1906–09 das Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz errichten, das zum Sitz der späteren Industriellenvereinigung wurde. Sie schlossen sich nach dem Zerfall Österreich-Ungarns zum Reichsverband der österreichischen Industrie, später Hauptverband der Industrie Österreichs, zusammen. Der in der Zeit des Ständestaates gegründete Bund der Österreichischen Industriellen wurde nach dem Anschluss an Hitler-Deutschland aufgelassen.

1946 erfolgte die Neugründung als Vereinigung österreichischer Industrieller. Nachdem das Haus der Industrie den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden hatte, wurde es bis 1955 zum Sitz des Alliierten Rates. Seit dem Abzug der Alliierten ist das Haus wieder Sitz der Industriellenvereinigung. Am 23. Mai 1996 erfolgte die letzte Namensänderung des Verbandes in Vereinigung der Österreichischen Industrie.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen Zahlungen an den Verein zur Förderung der New Economy und dem daraus resultierenden Skandal um die Finanzierung der Website des damaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser wurde die Industriellenvereinigung unter anderem von Oppositionspolitikern kritisiert und der Verdacht der Bestechung geäußert.[4][5] Bereits 1993 deckte der Publizist Markus Wilhelm Zahlungen der Industriellenvereinigung an verschiedene politische Gruppierungen (ÖVP, FPÖ und andere) auf.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junge Industrie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Industriellenvereinigung Brüssel, 30, Avenue de Cortenbergh, B-1040 Brüssel; Postanschrift: Postfach 600, B-1040 Brüssel; IV-Büro Brüssel (Memento des Originals vom 19. März 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.industriellenvereinigung.at
  2. a b nach Gerald Schöpfer: Franz Curt Fetzer: 100 Jahre für Wirtschaft und Wohlfahrt. Böhlau Verlag Wien, 2006, ISBN 978-320577579-9, S. 273, 274 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  3. Eintrag zu Ceska, Franz im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon); ein kurzer Lebenslauf findet sich in Robert Kriechbaumer, Oliver Rathkolb: Österreichische Nationalgeschichte nach 1945: Mit anderen Augen gesehen, Böhlau, Wien 2002, ISBN 978-320599105-2, S. 904 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  4. Parlamentarische Materialien (Memento des Originals vom 26. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.parlinkom.gv.at Abweichende persönliche Stellungnahme gemäß § 42 Abs. 5 GOG des Abgeordneten Mag. Werner Kogler, 2. Dezember 2005
  5. Stenographisches Protokoll der 24. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich (XXII. Gesetzgebungsperiode) am Dienstag, 17. Juni 2003 (Memento des Originals vom 29. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.parlinkom.gv.at u. a. S. 106ff, S. 130ff
  6. Geld regiert von Markus Wilhelm in der Zeitschrift Föhn
  7. IV-Bund - Startseite. Abgerufen am 9. Februar 2017.