Chadasch
Beiträge
Café Critique, Jahr 2001

Es gibt keinen richtigen Ort

Februar
2001

Die deutsche Linke sollte keine Ratschläge erteilen, sie sollte aber auch nicht schweigen. Die deutsche Linke sollte es am besten gar nicht geben. Wer das Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge fordert bzw. keinen Unterschied macht zwischen der Einlösung dieses Rechts und einer angemessenen (...)

Café Critique, Jahr 2005

Im Dilemma

Eindrücke von der radikalen Linken in Israel
 
2005

Was bedeutet es, im Staat der Shoah-Überlebenden radikale Staats- und Kapitalkritik zu formulieren? Radikale Linke befinden sich in Israel in einem Dilemma, das aber nur den wenigsten bewusst zu sein scheint. Der Normalzustand ist, dass man sich als Staatskritiker gegen die Ideologie zur Wehr (...)

Café Critique, Jahr 2010

Der Mufti und die Kommunisten

Zur Frühgeschichte der israelischen und palästinensischen KP
Juli
2010

Die Entwicklung des israelisch-palästinensischen Kommunismus stalinistischer Provenienz ist von 180-Grad-Wendungen, fragwürdigem Verhalten gegenüber den Opfern des Antisemitismus und der Kooperation mit reaktionären und faschistischen Kräften unter der Flagge des Antiimperialismus geprägt. Mit dem (...)

hebräisch החזית הדמוקרטית לשלום ולשוויון
arabisch الجبهة الديمقراطية للسلام والمساواة
Demokratische Front für Frieden und Gleichberechtigung
Logo der Partei
Ayman Odeh (8).jpg
Partei­vorsitzender Ayman Odeh
Gründung 1977
Haupt­sitz Haifa
Aus­richtung Kommunismus
Ökosozialismus
Zweistaatenlösung
Farbe(n) Rot, Grün
Parlamentssitze
6/120
(2019)
Website www.hadash.org.il

Chadasch (hebräisch חד״ש) ist eine Listenverbindung von sozialistischen Parteien in Israel. Chadasch ist Hebräisch und heißt „neu“, ist jedoch auch das Akronym für HaChasit haDemokratit leSchalom uleSchiwjon (hebräisch: החזית הדמוקרטית לשלום ולשוויון), was Demokratische Front für Frieden und Gleichberechtigung bedeutet. Die vollständige arabische Bezeichnung lautet al-Jabhah ad-Dimuqrāṭiyyah lis-Salām wa'l-Musāwah (arabisch: الجبهة الديمقراطية للسلام والمساواة), die allgemein gebrauchte Kurzform ist al-Jabhah (die Front). Chadasch in ihrer heutigen Form wurde 1977 vor der Knesset-Wahl gegründet und bestand hauptsächlich aus der pro-sowjetischen und mehrheitlich palästinensisch-arabischen Neuen Kommunistischen Liste.

Chadasch spricht sich für die Räumung aller jüdischen Siedlungen sowie den Rückzug aus den 1967 im Zuge des Sechstagekriegs von Israel besetzten Gebieten aus. Chadasch unterstützt außerdem die Rechte von Arbeitern. Die Wählerbasis von Chadasch bilden vorwiegend jüdische und arabische Kommunisten. Die Partei unterhielt trotz eines offiziellen Verbots vor 1993 enge Verbindungen zur PLO.

1992 unterstützte Chadasch die Regierung von Jitzchak Rabin, ohne jedoch offiziell Teil der Regierungskoalition zu sein. 1996 bildete Chadasch eine gemeinsame Liste mit Balad. Das Wahlbündnis mit der arabisch-nationalistischen Ta'al bei der Wahl 2003 hat der Partei insbesondere von der jüdisch-kommunistischen Minderheit den Vorwurf eingebracht, den Koexistenz-Grundsatz der Partei zu beschädigen.

Zur Knesset-Wahl 2015 schloss Chadasch sich mit der Vereinigten Arabischen Liste, Balad und Ta'al zur Vereinten Liste zusammen.[1] Das Wahlbündnis errang zusammen dreizehn Parlamentssitze.

Zur Knesset-Wahl 2019 bildete Chadasch mit Ta'al eine gemeinsame Liste.[2]

Wahlergebnisse bei Knesset-Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: 3 Sitze
  • 1996: 5 Sitze (gemeinsam mit Balad)
  • 1999: 3 Sitze
  • 2003: 3 Sitze (gemeinsam mit Ta'al)
  • 2006: 3 Sitze
  • 2009: 4 Sitze
  • 2013: 4 Sitze
  • 2015: 5 Sitze
  • 2019: 6 Sitze (gemeinsam mit Ta'al)

Die Knesset hat 120 Sitze.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hana Amoury, Yossi Bartal, Tsafrir Cohen: Gemeinsam anders – Die Gemeinsame Liste und progressive Politik in Israel. In: Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office. 20. September 2016, abgerufen am 21. April 2017.
  2. Hadash-Ta’al, Israel Policy Forum, abgerufen 9. März 2019.